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Newsblog zum Coronavirus+++ Große Mehrheit der Deutschen steht weiter hinter Corona-Maßnahmen +++

Blick am Sonnabend 06.02.2021 in Waren Müritz Landkreis Mecklenburgische Seenplatte vor einer Bäckerei die auch Außengastronomie anbietet auf zusammengestellte Tische und Stühle. (imago / Bildfunk MV)
Gastro zu, Läden zu - aber die Mehrheit der Deutschen ist weitgehend einverstanden. (imago / Bildfunk MV)

Die große Mehrheit der Deutschen unterstützt laut ARD weiterhin die Coronamaßnahmen. Das Paul-Ehrlich-Institut hält den Impfstoff von Astrazeneca für genauso gut wie die Vakzine von Pfizer/Biontech und Moderna. Eine österreichisch-dänisch-israelische Allianz will an Impfstoffen der nächsten Generation forschen. Weitere Entwicklungen im Newsblog.

Donnerstag, 4. März

+++ Die große Mehrheit der Deutschen steht weiter hinter den Coronamaßnahmen. Das ist das Ergebnis des ARD-Deutschlandtrends. Knapp die Hälfte (47 Prozent) bezeichnen die derzeitigen Bestimmungen als angemessen. Weitere 20 Prozent können sich sogar eine Verschärfung vorstellen. Aber auch die Kritik wächst: 30 Prozent waren der Meinung, dass die Maßnahmen mittlerweile zu weit gingen. Anfang Februar waren es 22 Prozent gewesen. Hier die Beschlüsse von Gestern in einem Schaubild der Bundesregierung:

Ein Schaubild. (Bundesregierung)So haben sich Bund Und Länder die Öffnungsschritte vorgestellt. (Bundesregierung)

+++ Das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut hält den Impfstoff von Astrazeneca für genauso gut wie die Vakzine von Pfizer/Biontech und Moderna. Für Astrazeneca würden aber mehr Verdachtsfälle von Nebenwirkungen gemeldet als für die anderen beiden. Allerdings könne das laut Paul-Ehrlich-Institut auch daran liegen, dass Astrazeneca zuletzt medial mehr in der Öffentlichkeit gestanden habe.

Benjamin Netanjahu (l.), Premierminister von Israel, besucht gemeinsam mit Österreichs Kanzler Sebastian Kurz und der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen ein Fitnessstudio, in dem Besucher mit einem "Green Pass" Sport machen dürfen. (Pool Yedioth Ahronoth/AP)Benjamin Netanjahu (l.), Premierminister von Israel, besucht gemeinsam mit Österreichs Kanzler Sebastian Kurz und der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen ein Fitnessstudio, in dem Besucher mit einem "Green Pass" Sport machen dürfen. (Pool Yedioth Ahronoth/AP)

+++ Österreich, Dänemark und Israel haben angekündigt, gemeinsam Corona-Impfstoffe der nächsten Generation zu entwickeln und zu produzieren. Die drei Länder wollen einen Forschungs- und Entwicklungsfonds ins Leben rufen, sagte Israels Ministerpräsident Netanjahu. Österreichs Kanzler Kurz und Dänemarks Regierungschefin Fredriksen waren für Gespräche mit Netanjahu nach Israel gereist. Fredriksen war von palästinensischer Seite für ihre Reise kritisiert worden. Israel ist zwar beim Impfen der eigenen Bevölkerung weit vorne, liefert aber nur wenige und mit unter Bedingungen Dosen in die Palästinensergebiete.

+++ Das Bundesgesundheitsministerium geht davon aus, dass genügend Corona-Schnelltests zur Verfügung stehen werden. Wie das Ministerium mitteilte, können 150 Millionen laut den Herstellern sofort geliefert werden. Länder und Kommunen müssten diese nur abrufen. Teils geschehe das schon, etwa für Pflegeheime. Insgesamt hat der Bund den Angaben zufolge 800 Millionen Schnelltests für dieses Jahr bestellt.

Ab Montag sollen sich alle Bürgerinnen und Bürgern einmal pro Woche kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können, etwa in darauf spezialisierten Zentren, Apotheken oder Arztpraxen.

Bereits in wenigen Tage soll es in Deutschland Corona-Schnelltests zur Eigenanwendung zu Hause geben. Wie funktionieren sie und was ist der Unterschied zu den bisherigen Schnelltests? Die wichtigsten Infos im Überblick.

+++ Bundesgesundheitsminister Spahn hat die gestrigen Beschlüsse von Bund und Ländern zur stufenweisen Lockerung der Coronamaßnahmen verteidigt. Wichtig seien neben allgemeiner Umsicht die Punkte Impfen und Testen, sagte der CDU-Politiker in einer Rede im Bundestag. Die Bundesregierung gebe insbesondere bei den Tests rechtlich und finanziell den Rahmen vor, umgesetzt werde die Strategie dann vor Ort.

+++ Der Pharmazie-Professor Thorsten Lehr hält es für richtig, die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zum jetzigen Zeitpunkt zu lockern. Lehr sagte im Deutschlandfunk, zwar befinde sich Deutschland seiner Meinung nach am Fuße einer dritten Welle, doch die Menschen seien müde und der bisherige Lockdown habe nicht mehr gewirkt. Deshalb sei es jetzt wichtig, die von Bund und Ländern beschlossenen Öffnungsschritte mit Schnelltests abzusichern, betonte Lehr. Andernfalls werde Deutschland schnell wieder die Grenze von 100 Infektionen auf 100.000 Einwohner pro Woche erreichen, ab der Lockerungen zurückgenommen werden müssen.

Thorsten Lehr, Professor für Klinische Pharmazie der Saar-Uni, erläutert den Covid19-Online-Simulator. (Oliver Dietze, Universität des Saarlandes)Thorsten Lehr, Professor für Klinische Pharmazie der Saar-Uni, erläutert den Covid19-Online-Simulator. (Oliver Dietze, Universität des Saarlandes)

+++ Der Deutsche Kulturrat begrüßt die Beschlüsse von Bund und Ländern, in den kommenden Wochen Öffnungen von Museen und später auch anderer Kultureinrichtungen zu ermöglichen. Geschäftsführer Zimmermann sagte in Berlin, langsam lichte sich der Nebel. Für Buchhandlungen, Museen, Galerien, Gedenkstätten, Kinos, Theater sowie Konzert- und Opernhäuser sei damit ein Weg aus dem Lockdown zu erkennen. Für andere Anbieter wie Konzertveranstalter und Clubs, aber auch den großen Bereich der Amateurmusik seien allerdings noch keine Entscheidungen getroffen worden. Sie würden auf das nächste Krisentreffen am 22. März vertröstet.

+++ Die Arzneimittelbehörde der Europäischen Union hat mit der Prüfung begonnen, ob der russische Corona-Impfstoff Sputnik V zugelassen wird. Das teilte die Behörde EMA in Den Haag mit. In Ungarn wird der Impfstoff bereits eingesetzt, auch andere Länder planen eigene Zulassungen unabhängig von der EU. Vertreter des Herstellers stellten in Aussicht, ab Juni Impfstoff für 50 Millionen Europäer liefern zu können. 

+++ Die Zahl der Beschäftigten in Kurzarbeit ist Schätzungen zufolge im Februar auf rund 2,8 Millionen gestiegen. Das waren rund 100.000 mehr als im Januar, erklärte das Ifo-Institut in München. Betroffen seien insgesamt 8,5 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Zugenommen habe die Kurzarbeit zuletzt vor allem in Hotels, Gaststätten und im Einzelhandel. In der Industrie sei sie dagegen rückläufig.

+++ Der Handelsverbands HDE hat die Beschlüsse des Corona-Gipfels als Katastrophe für den Einzelhandel bezeichnet. Faktisch werde der Lockdown damit für die große Mehrheit der Händler bis Ende März verlängert, sagte Hauptgeschäftsführer Genth. Eine stabile Inzidenz von unter 50, die für eine Wieder-Öffnung aller Geschäfte als Bedingung genannt werde, sei auf absehbare Zeit wohl nicht flächendeckend zu erreichen.

+++ Die Beschlüsse von Bund und Ländern zu den Maßnahmen in der Coronapandemie werden von Oppositionspolitikern, aber auch von Wirtschaftsverbänden kritisiert. Einigen gehen die Lockerungen nicht schnell genug, andere warnen vor vorschnellen Schritten und werfen der Bundesregierung und den Ländern zuviel Bürokratie und zu wenig effektives Handeln vor.

Der Vorsitzende der Grünen, Habeck, meint, als Bürger fühle man sich im Stich gelassen und als Politiker, der nicht in der Regierung sei, außen vor: Er hätte gestern gern mitgeredet. Habeck sagte im Deutschlandfunk, man stehe am Beginn einer dritten Welle und rede über Öffnungen. Impfungen und Tests würden nur angekündigt, aber es werde nichts getan. 

Rund 4,4 Millionen Menschen in Deutschland haben inzwischen eine erste Impfung erhalten, beinahe die Hälfte davon laut Robert-Koch-Institut aus beruflichen Gründen. Dazu zählen unter anderem Ärztinnen und Krankenpfleger. Eine weitere große Gruppe ist die der über 80-Jährigen. Mit wem geht es entsprechend der Impfverordnung nun weiter? Eine Übersicht.

+++ Die Lufthansa hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 6,7 Milliarden Euro verbucht. Grund ist die geringere Nachfrage wegen der Corona-Krise. Nach eigenen Angaben war das Unternehmen nur zu 31 Prozent ausgelastet. Auch für 2021 rechnet die Fluggesellschaft mit roten Zahlen. Der Reiseverkehr erhole sich langsamer als erhofft, hieß es. Erst zur Mitte des Jahrzehnts erwarte man, das Niveau von 2019 annähernd wieder zu erreichen.

+++ Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 11.912 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind 43 Fälle mehr als am Donnerstag vergangener Woche. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 359 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Krankheitserreger registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt nach Angaben des Instituts auf 64,7.

Lesen Sie hier alle relevanten Zahlen.

+++ Die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus sollen in Deutschland schrittweise gelockert werden. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder am späten Abend verständigt. Grundsätzlich werden die Beschränkungen bis zum 28. März verlängert. Ab der kommenden Woche sollen aber zunächst Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte wieder öffnen. Private Kontakte werden wieder für zwei Haushalte mit insgesamt bis zu fünf Erwachsenen erlaubt.

Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin: Auf einem Monitor in der Staatskanzlei sind bei der Video-Schaltkonferenz zur Entwicklung der Corona-Pandemie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Michael Müller (SPD), der Regierende Bürgermeister von Berlin zu sehen. (Jens Büttner/ZB/dpa)Bund-Länder-Videokonferenz (Jens Büttner/ZB/dpa)

+++ Der Bundestag entscheidet heute darüber, ob für Deutschland weiterhin eine "epidemische Notlage von nationaler Tragweite" besteht. Sie ist die Rechtsgrundlage für die Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit in der Corona-Pandemie und würde Ende des Monats automatisch enden. In der zur Abstimmung stehenden Gesetzesfassung wurden einige Passagen geändert. Unter anderem sollen Beschränkungen künftig nicht mehr nur am Inzidenzwert, sondern auch an anderen Kennzahlen fesgemacht werden dürfen.

Mittwoch, 03. März

+++ Corona-Impfungen bei Hausärzten sollen zum Monatswechsel mit den Corona-Impfungen in ihren Praxen beginnen. Das vereinbarten Bund und Länder, wie Thüringens Ministerpräsident Ramelow in Erfurt mitteilte. Mit den Impfungen in den Praxen solle ab Ende März, spätestens Anfang April begonnen werden. Bisher werden die Corona-Impfstoffe in erster Linie in den Impfzentren gegeben oder durch mobile Teams in Altenheimen verabreicht. Nach mehr als sechsstündiger Beratung war am späten Abend die Videokonferenz von Bund und Ländern zur neuen Corona-Strategie erstmals unterbrochen worden. Hintergrund ist nach übereinstimmenden Informationen der Deutschen Presse-Agentur von mehreren Teilnehmern eine "festgefahrene" Diskussion über die für weitere Lockerungen zugrunde gelegte Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Hier können Sie genauer nachlesen, was die Beschlussvorlage für die Runde zur Debatte gestellt hatte. 

+++ Corona bringt viele Jugendherbergen in Existenznot - vor allem weil keine Schulkassen mehr anreisen können. Die Bestandssicherung der Einrichtungen sei von hoher gesellschaftlicher Bedeutung für die Entwicklung junger Menschen und ihrer Familien, heißt es. Nun wurden verschiedene Finanzhilfen angekündigt. 

Eine Hand hält ein Seepferdchen-Abzeichen vor einem Schwimmbecken in die Kamera. (dpa)Das Seepferdchen-Abzeichen bekommen in der Coronazeit kaum noch Kinder - weil die Bäder zu sind. (dpa)

+++ Schwimmverbände sehen in den wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Bädern ein massives Problem für Kleinkinder. Im Deutschlandfunk sagte Alina Schäfer vom Landesschwimmverband Nordrhein-Westfalen, sie hätten derzeit überhaupt keine Möglichkeit mehr, das sichere Schwimmen zu erlernen. In dem Bundesland konnten demnach rund 80 Prozent der Seepferdchen-Kurse des vergangenen Jahres bisher nicht beendet werden.

+++ Eine repräsentative Umfrage von Betriebskrankenkassen offenbart ein hohes Stresslevel in der Bevölkerung während der Corona-Pandemie und den Lockdown-Auflagen. Mehr als die Hälfte verspürt demnach große Angst, ein weiteres Drittel ist immerhin besorgt, wie die pronova BKK mitteilte. Als frei von Angst und Sorge in der Pandemie bezeichneten sich nur neun Prozent der Befragten, erklärte der Zusammenschluss der Betriebskrankenkassen von Konzernen. Vor allem Frauen (64 Prozent) und Ältere jenseits der 50 (62 Prozent) hätten mit Ängsten zu kämpfen.

+++ Die US-Country-Ikone Dolly Parton wirbt auf die Melodie von "Jolene" für den Corona-Impfstoff von "Moderna", dessen Entwicklung sie mitfinanziert hat. Die 75-Jährige ließ sich nun gegen das Coronavirus impfen. Sie erhalt eine Dosis ihrer eigenen Medizin, teilte die Sängerin zu einem Video von der Impfung im Vanderbilt University Medical Center im Bundesstaat Tennessee mit. Ein Arzt spritzte ihr dort das Vakzin in den rechten Oberarm. Parton hatte im vorigen Jahr die Forschung des Pharmakonzerns Moderna für den Impfstoff mit einer Millionen-Spende unterstützt. Sie sei total davon begeistert, endlich geimpft zu werden, sagte Parton. In dem Video stimmte sie eine umgedichtete Version ihres Hit-Songs "Jolene" an.

+++ Gegen die geplanten wöchentlichen Corona-Schnelltests bei Mitarbeitern von Unternehmen regt sich Widerstand in der Industrie. Der weltgrößte Chemiekonzern BASF äußerte sich kritisch gegenüber den Plänen. Eine generelle, regelmäßige prophylaktische Testung der anwesenden Belegschaft würde "einen unüberschaubaren personellen und organisatorischen Mehraufwand verursachen". 

+++ Der Medizinjournalist Christoph Specht hält Lockerungen von Corona-Maßnahmen auch bei Inzidenzwerten von rund 100 für möglich und sinnvoll. Der Arzt sagte im Deutschlandfunk, eine höhere Anzahl von Schnelltests führe auch zu steigenden Inzidenzwerten - ohne das sich zwangsläufig die Pandemielage verändere. Früher habe es eine höhe Dunkelziffer von nicht entdeckten Corona-Infektionen gegeben. Eine schrittweise Öffnung mit Konzept halte er auch deshalb für geboten, weil man auch die medizinischen Kollateralschäden von Corona-Maßnahmen im Blick behalten müsse. Während der Pandemie werden zum Beispiel Vorsorgeuntersuchungen vernachlässigt sowie notwendige Operationen verschoben.

+++ Das Bundesverfassungsgericht hat im vergangenen Jahr mehr als 880 Verfahren im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie registriert. Darunter waren über 240 Eilanträge, wie das Gericht am Mittwoch in seinem erstmals veröffentlichten Jahresbericht mitteilte. In Verfahren mit Bezug zur Pandemie ging es demnach besonders häufig um Versammlungsverbote. Das Gericht entschied außerdem über Kontaktverbote, Verbote von Gottesdiensten, die Schließung von Schulen und Kitas, Gaststätten und anderen Einrichtungen und über die Maskenpflicht.

+++ Ruanda hat seine erste Lieferung von Impfstoffen gegen das Coronavirus aus dem internationalen Programm Covax bekommen. Das Land nahm 240.000 Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca in Empfang. Später sollten mehr als 100.000 Dosen des Impfstoffs von Pfizer und Biontech dazu kommen. Die ersten Impfungen gegen das Coronavirus in Ruanda sollen am Freitag beginnen.

+++ Bundesgesundheitsminister Spahn will die empfohlenen Intervalle zwischen erster und zweiter Impfung ausreizen, um mehr Menschen eine Erstimpfung zu ermöglichen. Mit dem Mittel von Biontech/Pfizer solle möglichst erst nach sechs Wochen eine Zweitimpfung erfolgen, mit dem von Astrazeneca nach zwölf Wochen, sagt der CDU-Politiker im ARD-Fernsehen.

+++ In Estland sind angesichts steigender Corona-Zahlen neue Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie in Kraft getreten. In dem baltischen EU-Land sind von Mittwoch an Veranstaltungen in Innenräumen untersagt. Damit müssen die bislang noch eingeschränkt geöffneten Freizeit-, Kultur- und Unterhaltungsstätten dichtmachen.
Auch der Schulbetrieb - ausgenommen für die Klassen 1 bis 4 - bleibt weitestgehend auf Fernunterricht umgestellt. 

+++ Der Virologe und Epidemiologe Klaus Stöhr hat die Bundesregierung aufgefordert, im strategischen Umgang mit der Corona-Pandemie eine Arbeitsgruppe aus Experten verschiedener Disziplinen einzusetzen. Stöhr sagte im Deutschlandfunk, nur wenn unterschiedliche Interessen gehört würden, sei es möglich, eine Balance zwischen Freiheit, Gesundheit und Wirtschaft zu finden. 

Die EU-Behörde EMA hat bisher drei Corona-Impfstoffe zugelassen – von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca. Wie die Vakzine wirken, was über Nebenwirkungen bekannt ist und welche Impfstoff-Kandidaten es noch gibt – ein Überblick.

+++ In Deutschland könnten einer Studie zufolge deutlich mehr Menschen in der Corona-Krise im Homeoffice arbeiten. Laut der Untersuchung des Ifo-Instituts waren im Februar nur rund 30 Prozent der Beschäftigten mindestens teilweise von zu Hause aus tätig. Das Potenzial liege bei 56 Prozent, die Firmen und die Mitarbeiter schöpften es bei weitem nicht aus, sagte Ifo-Forscher Alipour in München.

Mehr zum Thema Lockdown versus Lockerungen finden Sie hier. 

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