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Newsblog zum Coronavirus+++ In Bayern warten 44.000 Reiserückkehrer auf Testergebnisse - darunter 900 Infizierte

Gesundheitspersonal in Schutzkleidung spiegelt sich in einer Autoscheibe (AFP/Christof Stache)
In Bayern warten Zehntausende auf Testergebnisse (AFP/Christof Stache)

Zehntausende Reiserückkehrer warten nach Corona-Tests in Bayern noch auf das Ergebnis. Das Robert Koch-Institut korrigiert Angaben, wonach es den Einsatz eines Impfstoffs gegen das Coronavirus im Herbst für möglich hält. Frankreich und Griechenland melden Höchstwerte. Weitere Entwicklungen in unserem Newsblog.

Mittwoch, 12. August

+++ Griechenland und Frankreich melden Höchstwerte: Griechenland meldet 262 Neuinfektionen, das ist die höchste tägliche Zahl seit dem Beginn der Pandemie. Den Daten der Gesundheitsbehörden zufolge gibt es damit 6.177 bekannte Infektionen und 216 Todesfälle. Frankreich meldet mit 2.524 bestätigten Neuinfektionen die größte tägliche Zunahme seit dem Ende des Lockdowns. Der Durchschnittswert der vergangenen sieben Tage liegt demnach inzwischen bei 1.810, der höchste Wert seit dem 24. April, als die Epidemie in Frankreich voll ausgeprägt war. Insgesamt sind damit 206.696 Fälle verzeichnet.

+++ In Bayern warten zehntausende Reiserückkehrer nach Corona-Tests noch auf das Ergebnis, darunter 900 nachweislich positiv getestete. Bayerns Gesundheitsministerin Huml sagte in München, etwa 44.000 Befunde seien noch nicht übermittelt worden. Sie bedauere den Zeitverzug, sagte Huml. Es gebe eine Übermittlungsproblematik. Angaben, wie lange die Menschen bereits warten, konnte Huml nicht machen. Die positiv Getesteten sollten bis Donnerstagmittag ihre Ergebnisse bekommen.

+++ Norwegen rät von Reisen nach Deutschland ab: Aus Sorge vor einem stärkeren Anstieg der Corona-Zahlen weitet das Land seine Reisebeschränkungen auf weiterer Staaten und Regionen in Europa aus. Die norwegischen Beschränkungen gelten ab Samstag auch für Polen, die Niederlande, Malta, Zypern und Island, die zum dänischen Königreich zählenden Färöer-Inseln sowie mehrere Regionen in Schweden und Dänemark. Wer aus diesen Ländern und Gebieten nach Norwegen einreisen will, muss für zehn Tage in Quarantäne. Die am 16. März eingeführten Grenzkontrollen werden um 60 Tage bis Mitte Oktober verlängert. Bis zum 1. Oktober rät das norwegische Außenministerium zudem von allen nicht zwingend notwendigen Reisen ins Ausland ab, von nun an auch in Länder wie Deutschland, die bislang als "grün" galten und nun allesamt als "gelb" eingestuft werden. 

+++ Das Robert Koch-Institut hat Angaben korrigiert, wonach es den Einsatz eines Impfstoffs gegen das Coronavirus im Herbst für möglich hält. Das RKI hatte auf seiner Internetseite zunächst berichtet, dass vorläufige Prognosen die Verfügbarkeit eines Mittels bis dahin möglich erscheinen ließen. Nun sagte eine Sprecherin dem Deutschlandfunk, der Bericht sei veraltet und versehentlich auf der Hompage publiziert worden. Er wurde inzwischen vom Netz genommen. Das RKI erklärte stattdessen, man rechne inzwischen nicht mit einem Impfstoff-Einsatz im Herbst. Eine aktualisierte Version des Papiers solle in Kürze veröffentlicht werden. Auch der Deutschlandfunk hatte im Newsblog darüber berichtet, dass ein Corona-Impfstoff schon im Herbst zur Verfügung stehen könnte. Wir haben die Meldung aus unserem Blog entfernt.

Wie weit die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus ist, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

+++ Absage zweier Sportveranstaltungen: In Paris ist der diesjährige Marathon nach zweimaliger Verschiebung endgültig abgesagt worden. Im schweizerischen Aigle und Martigny sind wegen der Coronavirus-Pandemie die Straßenrad-Weltmeisterschaften abgesagt worden.

+++ Die Schweiz lockert ihre Corona-Maßnahmen: In dem Land dürfen ab Oktober wieder Großveranstaltungen mit mehr als tausend Personen durchgeführt werden. Eine entsprechende Lockerung der Corona-Maßnahmen hat die Regierung in Bern beschlossen. Ab 1. Oktober dürfen unter strengen Auflagen wieder Anlässe mit mehr als 1.000 Personen stattfinden, erklärt die Regierung. Bislang waren diese bis Ende August untersagt. Die Kantone müssen die Veranstaltungen bewilligen. Außerdem beschloss die Regierung, die Maskentragepflicht im öffentlichen Verkehr auszuweiten. Ab kommenden Samstag sind Schutzmasken auch in Flugzeugen obligatorisch.

+++ Der Reisekonzern TUI soll weitere staatliche Hilfen erhalten, um Verluste aus der Corona-Krise zu überbrücken. Wie das Unternehmen in Hannover mitteilte, wird ein schon bestehender Kredit der Förderbank KfW um 1,05 Milliarden Euro aufgestock. TUI hatte bereits ein erstes Hilfsdarlehen über 1,8 Milliarden Euro zugesprochen bekommen.

+++ Etwa jede vierte Corona-Neuinfektion in Nordrhein-Westfalen geht derzeit auf Menschen zurück, die von Reisen ins Ausland oder innerhalb Deutschlands zurückkehren. Das teilte das Landesgesundheitsministerium mit. Allein am größten nordrhein-westfälischen Flughafen in Düsseldorf waren nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein am vergangenen Samstag 71 von gut 1850 Abstrichen im Testzentrum positiv.

+++ Die staatliche Förderbank KfW hat in der Corona-Krise so viele Kredite vergeben wie nie. Den Angaben zufolge stieg das Fördervolumen im ersten Halbjahr auf 76,2 Milliarden Euro. Das war mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum (33,6 Mrd.). Im Inland verdreifachte sich das Fördervolumen aufgrund der Corona-Hilfsprogramme auf 63 Milliarden Euro (20,8 Mrd.).

+++ Die britische Wirtschaft ist im Frühjahr wegen der Corona-Pandemie eingebrochen. Wie das Statistikamt in London mitteilte, verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt von April bis Juni im Vergleich zum Vorquartal ein Minus von rund 20 Prozent.

+++ China hat die Corona-Einreisebestimmungen für 36 europäische Staaten gelockert, darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Wer eine Aufenthaltsgenehmigung für die Volksrepublik besitzt, kann sich seit Anfang der Woche auch ohne Einladungsschreiben für ein Visum bewerben. Das teilte die chinesische Botschaft in Berlin mitteilte. Nach Ausbruch der Corona-Krise im März hatte die Volksrepublik die Einreise nur noch in seltenen Fällen genehmigt.

+++ Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland hat den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1226 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Höher lag der Wert zuletzt am 09. Mai mit 1251 registrierten Neuinfektionen.

Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) äußerte sich besorgt über die Entwicklung und verlangte mehr Wachsamkeit. Die derzeitigen Infektionszahlen könne das Gesundheitssystem noch gut bewältigen, meinte der CDU-Politiker. Mit jeder Infektion werde es für die Gesundheitsämter aber schwieriger.

+++ Russlands Gesundheitsminister Murashko hat Zweifel an der Wirksamkeit und Sicherheit des gestern zugelassenen russischen Corona-Impfstoffs "Sputnik V" zurückgewiesen. Sie seien unbegründet und von Konkurrenzgedanken getrieben, zitiert ihn die Nachrichtenagentur Interfax. Die Zulassung nach verkürzter Testphase war international kritisiert worden. Bundesgesundheitsminister Spahn hält den russischen Corona-Impfstoff für potenziell gefährlich.

Fläschen mit russischem Coronavirus-Impfstoff (AFP/ Dmitry Kurakin / Russia's Health Ministry)Russland hat nach eigenen Angaben den ersten Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen (AFP/ Dmitry Kurakin / Russia's Health Ministry)

+++ Deutschland ist in der Corona-Pandemie nach Einschätzung vieler Menschen enger zusammengerückt. In einer Umfrage für die Bertelsmann-Stiftung bewerteten die Befragten den gesellschaftlichen Zusammenhalt nach dem ersten Höhepunkt des Infektionsgeschehens positiver als zu Jahresbeginn. Demnach fiel der Anteil derjenigen, die den Zusammenhalt in Deutschland gefährdet sahen, von 46 Prozent im Februar auf nur noch 26 Prozent im Mai und im Juni.

+++ In der belgischen Hauptstadt Brüssel gilt ab sofort eine Maskenpflicht für den gesamten öffentlichen Raum. Alle Menschen müssten ab sofort etwa in Parks oder auf der Straße Mund und Nase bedecken, teilen die Behörden mit. Zur Begründung hieß es, die Schwelle von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen eines Tages sei überschritten worden.

+++ In Neuseeland wird wegen des neuen Corona-Ausbruchs möglicherweise die Parlamentswahl verschoben. Eigentlich sollte sich das Parlament heute auflösen, um den Weg für die Abstimmung am 19. September freizumachen. Dieser Schritt wurde laut Premierministerin Ardern ausgesetzt. Gestern waren erstmals nach mehr als 100 Tagen lokale Ansteckungen in Neuseeland mit dem Coronavirus gemeldet worden.

+++ Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat mit Zurückhaltung auf die vom russischen Präsidenten Putin verkündete Zulassung eines Corona-Impfstoffes reagiert. Die WHO begrüßte alle Fortschritte bei der Entwicklung zu Covid-19-Impfstoffen, wies aber zugleich darauf hin, dass die beschleunigte Forschung gemäß bewährter Prozesse vonstattengehen sollte. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur kündigte ein WHO-Sprecher an, man werde die Einzelheiten der Versuche überprüfen.

+++ Erste Länder haben bereits Interesse an Russlands Coronavirus-Impfstoff "Sputnik V" bekundet - dem ersten zugelassenen weltweit. Der brasilianische Bundesstaat Paraná kündigte an, ein Abkommen mit Russland zu schließen, um den Impfstoff selbst zu produzieren. Auch Israel teilte mit, grundsätzlich an "Sputnik V" interessiert zu sein. 

Russlands Impfung gegen COVID-19  (imago)Russlands Impfung gegen COVID-19 (imago)

+++ Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat sich dagegen ausgesprochen, im Fall einzelner Corona-Infektionen ganze Schulen zu schließen. "Wenn ein Corona-Fall in einer Schule auftaucht, muss nicht direkt die Schule für 14 Tage geschlossen werden", sagte er der "Rheinischen Post". Es reiche, wenn einzelne Klassen oder Kurse zu Hause blieben. Voraussetzung dafür sei natürlich, dass die Schülerinnen und Schüler auch nur in diesen Gruppen zusammenkämen.

+++ Die Corona-Krise hat nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation, ILO, weltweit Auswirkungen auf die Ausbildung junger Menschen. Die Lehreinrichtungen mit mehr als 70 Prozent aller Schüler, Studenten und Auszubildenden hätten seit Beginn der Pandemie bis auf weiteres geschlossen, teilte die ILO bei der Vorstellung einer Studie in Genf mit. Das Coronavirus habe eine globale Bildungsmisere verursacht und schränke das produktive Potenzial einer ganzen Generation ein, sagte Generaldirektor Ryder. Der Wechsel vom normalen Unterricht zum Online-Lernen habe nicht ohne Komplikationen stattgefunden. Vor allem in ärmeren Staaten gäbe es Probleme mit mangelhafter technischer Ausrüstung. Fast 40 Prozent der jungen Menschen verspürten nun Unsicherheit über ihre berufliche Zukunft.

Dienstag, 11. August

+++ Das Auswärtige Amt hat seine Reiswarnungen für Spanien erweitert. Demnach wird jetzt auch von nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Madrid und in das Baskenland gewarnt. Bislang galt die Warnung nur für die Autonomen Gemeinschaften Aragón, Baskenland und Katalonien. Hintergrund seien erneut hohe Infektionszahlen und öftliche Absperrungen.

+++ Eine Stellenausschreibung hat der Diakonie in Köln aufgrund gestreuter Gerüchte Hass- und Drohmails bis hin zu Morddrohungen von Corona-Kritikern eingebracht. Die Diakonie äußerte sich bestürzt über die Reaktionen auf die Annonce und betonte, es geht nicht darum, Kinder und Jugendliche aus einem intakten Elternhaus zu nehmen. Weitere Infos finden Sie in unserer Meldung zu dem Thema.

+++ Fehlinformationen durch Gerüchte und Verschwörungsmythen haben seit Beginn der Pandemie weltweit Hunderte Menschen das Leben gekostet. Zu diesem Schluss kommt eine im medizinischen Fachmagazin American Journal of Tropical Medicine and Hygiene veröffentlichte Studie eines Teams internationaler Wissenschaftler. Hier geht es zur Meldung.

+++ Libanon meldet Rekordanstieg bei Neuinfektionen. Demnach wurden mehr als 300 Fälle und sieben Tote in 24 Stunden verzeichnet. Insgesamt sind damit 7.121 Infektionen und 87 Todesfälle bekannt. Experten befürchten eine stärkere Ausbreitung des Virus nach der Explosionskatastrophe vor einer Woche. Etwa 300.000 Menschen sind seitdem obdachlos, mindestens 15 medizinische Einrichtungen wurden beschädigt, darunter drei größere Krankenhäuser.

+++ Angesichts steigender Infektionszahlen führt Mecklenburg-Vorpommern höhere Bußgelder für Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen ein. Wie die Landesregierung in Schwerin mitteilte, sollen Personen, die etwa im öffentlichen Nahverkehr keine Maske tragen, künftig 150 anstatt wie bislang 25 Euro zahlen. Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz, etwa gegen eine Quarantänepflicht, werden mit mindestens 500 anstatt bislang mindestens 100 Euro geahndet. Zudem sind nach dem Aufenthalt in einem Risikogebiet künftig zwei negative Tests auf das Coronavirus nötig und nicht mehr nur einer wie bisher.

+++ In Hannover ist ein Polizist vorläufig vom Dienst entbunden worden, nachdem er auf einer Demonstration in Dortmund öffentlich die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen hinterfragt hatte. Wie die Polizeidirektion Hannover mitteilte, wird derzeit geprüft, ob der Beamte damit gegen die gebotene Neutralität und die sogenannte Wohlverhaltenspflicht verstoßen habe. Den Angaben zufolge hatte er am Sonntag auf der "Querdenken"-Kundgebung eine Rede gehalten und sich dabei mit vollem Namen als Kriminalhauptkommissar vorgestellt. Er forderte seine Kollegen auf, sich in der aktuellen Corona-Situation mehr ihrem Gewissen als dem Gehorsam verpflichtet zu fühlen, und zog Parallelen zur Nazizeit.

+++ Russland hat nach den Worten von Präsident Putin als erstes Land der Welt eine Impfung gegen das Coronavirus auf den Markt gebracht. Putin sagte in einer vom Fernsehen übertragenen Videokonferenz mit Ministern, die Impfung sei heute früh zugelassen worden und ermögliche eine dauerhafte Immunität. Der Impfstoff wurde allerdings bisher nur an wenigen Menschen getestet. Ihn in einem so frühen Stadium zuzulassen, widerspricht internationalen Kriterien. In einer ersten Reaktion verwies die Weltgesundheitsorganisation auf genau diesen Umstand. Man sei darüber in Gesprächen mit den russischen Behörden.

+++ Neuseeland verzeichnet erstmals seit 102 Tagen wieder Corona-Neuinfektionen. Wie Premierministerin Ardern mitteilte, wurden in einem Haushalt in Auckland vier Fälle festgestellt. Sie rief die Menschen in der größten Stadt des Landes auf, zu Hause zu bleiben. Bars und viele andere Geschäfte müssten schließen. Neuseeland hatte sich vor drei Monaten für corona-frei erklärt.

+++ In China soll das Coronavirus Sars-CoV-2 erneut auf einer Verpackung mit tiefgefrorenen Meeresfrüchten gefunden worden sein. Wie die Behörden mitteilten, stammte die Ware aus einem nicht näher genannten ausländischen Staat. Im Juli hatten Zollbeamte in der Hafenstadt Dalian das Virus bereits in einer Verpackung mit gefrorenen Garnelen aus Ecuador gefunden. China setzte daraufhin die Importe von drei Garnelenanbietern aus dem südamerikanischen Land aus.

+++ Die Corona-Pandemie hat im ersten Halbjahr bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) zu einem deutlichen Überschuss geführt. Die AOK-Kassen erzielten demnach bis Ende Juni ein Plus von 320 Millionen Euro, nach einem Defizit von 435 Millionen im ersten Quartal. Das berichtet das RedaktionsNetzwerks Deutschland. Ursache sei ein bisher noch nie dagewesener Einbruch bei der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen. Aus Angst vor einer Ansteckung hätten viele Versicherte den Arzt-Besuch vermieden.

+++ Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts binnen eines Tages 966 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Fälle stieg damit auf 217.293. Vier weitere Menschen starben an oder mit einer Coronavirus-Infektion; insgesamt sind es jetzt 9.201. 

In der Bundesrepublik gibt es nur noch wenige Regionen, in denen derzeit keine neuen Ansteckungen registriert werden. Hier ordnen wir die aktuelle Entwicklung ein.

+++ Weltweit ist die Zahl der registrierten Corona-Infektionen innerhalb von weniger als drei Wochen von 15 Millionen auf mehr als 20 Millionen gestiegen. Das geht aus Daten der Johns Hopkins Universität in Baltimore hervor. Etwa die Hälfte der bestätigten Infektionen entfiel demnach auf drei Länder: die USA mit mehr als fünf Millionen, Brasilien mit über drei Millionen und Indien mit gut zwei Millionen. Daneben breitet sich die Pandemie auch in Russland, Südafrika, Mexiko und mehreren Ländern Südamerikas weiter rasch aus.

+++ In vielen Städten haben die Planungen für Weihnachtsmärkte unter Corona-Bedingungen begonnen. Wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa zeigt, wollen beispielsweise Mainz, München, Augsburg, Nürnberg, Berlin und Düsseldorf sowie das Bundesland Sachsen Weihnachtsmärkte unter Auflagen veranstalten. Nachgedacht wird über Einlasskontrollen, Maskenpflicht, Laufwege sowie eine Entzerrung der Stände teils über gesamte Innenstädte. Es gibt laut dpa aber auch Städte wie Köln, Bonn, Stuttgart, Hannover und Frankfurt am Main, in denen noch unklar ist, ob Märkte stattfinden sollen. Wann Veranstaltungen zum Problem werden könnten, haben wir hier zusammengefasst.

Weihnachtsmarkt in München (imago stock&people)Weihnachtsmarkt in München (imago stock&people)

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