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Newsblog zum Coronavirus+++ Russland: Mehr als 1.000 Todesfälle in 24 Stunden +++

Eine Corona-Station in einem Krankenhaus in Moskau. (IMAGO / ITAR-TASS)
Eine Corona-Station in einem Krankenhaus in Moskau. (IMAGO / ITAR-TASS)

In Russland sterben täglich immer mehr Menschen in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. +++ Die Armut in Italien ist durch die Pandemie drastisch gestiegen. +++ Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt erstmals seit knapp einem Monat wieder über dem Wert von 70. +++ Mehr im Newsblog.

Samstag, 16. Oktober

+++ In Russland sterben täglich immer mehr Menschen in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Heute meldet die Taskforce der Regierung 1.002 weitere Todesfälle, so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Erstmals lag die Zahl der täglich Verstorbenen damit über der Schwelle von 1.000. Den Angaben zufolge wurden zudem 33.208 Neuinfektionen gemeldet, ebenfalls ein neuer Höchststand. Insgesamt liegt die Zahl der Infektionen damit bei über 7,9 Millionen. Den Angaben zufolge liegt die Gesamtzahl der Todesfälle bei 222.315.

+++ Die Armut in Italien ist durch die Corona-Pandemie drastisch gestiegen. Laut einer am Samstag veröffentlichten Studie der italienischen Caritas lebten in dem Land mittlerweile 5,6 Millionen Menschen in Armut. Das sind eine Million mehr als vor der Krise. Die Caritas-Verantwortlichen sprechen von einem "nie dagewesenen Ausmaß". In den zwei Millionen betroffenen Familien gebe es mehr als 1,3 Millionen Minderjährige, die nicht über die notwendigsten Mittel für ein menschenwürdiges Leben verfügten, heißt es.

+++ In Deutschland liegt die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz in der Corona-Pandemie erstmals seit mehreren Wochen wieder über dem Wert von 70.

Das Robert Koch-Institut gab sie am Morgen mit 70,8 an. Eine Woche zuvor lag der Wert bei 64,4. Die Gesundheitsämter meldeten 10.949 neue Ansteckungen. Den Angaben zufolge starben 75 weitere Menschen im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus. Damit stieg die Zahl der registrierten Todesfälle seit Beginn der Pandemie auf hierzulande mehr als 94.600.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt mit 2,02 an. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage als kritisch einzustifen ist, ist für die sogenannte Hospitalisierungs-Inzidenz bisher nicht vorgesehen - unter anderem wegen regionaler Unterschiede. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei mehr als 15.

+++ Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin fordert Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren eindringlich auf, sich gegen Corona impfen zu lassen.

"Nachdem Daten von über zehn Millionen Kindern und Jugendlichen erhoben wurden, empfehle ich die Impfung den über 12-Jährigen heute allgemein und uneingeschränkt", sagte Verbandspräsident Dötsch dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Er werbe dafür so dringlich wie bei Erwachsenen. Die Risiko-Nutzen-Abwägung falle eindeutig zugunsten der Impfung aus.

+++ Aus Sicht des Vorsitzenden der Gesundheitsministerkonferenz, Holetschek (CSU), sollten sich mögliche schärfere Maßnahmen in der Corona-Pandemie gegen Ungeimpfte richten.

Von Geimpften gehe keine große Gefahr aus, man sei schon juristisch gezwungen, das zu berücksichtigen, und werde es auch tun», sagte der bayerische Gesundheitsminister dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland". Man müsse die Zahlen im Blick behalten, die Belegung auf den Intensivstationen etwa, ergänzte Holetschek. Dort lägen fast nur Ungeimpfte, die drohten das Gesundheitssystem im Winter zu überlasten, sofern eine nächste Welle komme.

Freitag, 15. Oktober

+++ Die Pharma-Unternehmen Biontech und Pfizer haben jetzt auch in der Europäischen Union eine Zulassung ihres Corona-Impfstoffs für fünf- bis elfjährige Kinder beantragt. Beide Konzerne teilten mit, dass sie der Europäischen Arzneimittel-Agentur entsprechende Daten zu den klinischen Untersuchungen übermittelt hätten. Dieselben Daten wurden bereits der US-Arzneimittelbehörde übergeben. Dort hatten Biontech und Pfizer vor gut einer Woche die Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs für Kinder beantragt.

Nach eigenen Angaben haben die Unternehmen ihren Impfstoff an mehr als 2.000 Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren getestet, in einer niedrigeren Dosierung als bei Erwachsenen. Das Mittel sei bei Kindern gut verträglich und wirksam.

+++ Die USA lassen Reisende, die gegen das Coronavirus geimpft sind, ab dem 8. November wieder ins Land. Dies teilte ein Sprecher des Weißen Hauses per Twitter mit. Neben dem Impfnachweis muss jeder Einreisende zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen.

+++ Die Zahl der täglichen Neuansteckungen und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Russland ist auf einen Rekordwert gestiegen. Die Behörden registrierten innerhalb von 24 Stunden 32.196 neue Infektionen und 999 Todesfälle, wie die Corona-Task-Force der Regierung mitteilte. Die täglichen Todeszahlen hatten sich in den vergangenen Tagen der Tausender-Marke angenähert. Die Regierung hatte in dieser Woche erklärt, dass erst etwa 43 Millionen Menschen - etwa 29 Prozent der Bevölkerung von 146 Millionen - vollständig gegen Covid-19 geimpft seien. Trotz der steigenden Zahlen hat der Kreml einen neuen landesweiten Lockdown ausgeschlossen.

+++ Europol und andere europäische Behörden haben eine gemeinsame Operation gestartet, um Gelder aus dem Corona-Aufbaupaket der EU vor Betrug zu schützen. Zusammen mit 19 Mitgliedstaaten sollen sie sicherstellen, dass die Gelder wie vereinbart ausgegeben werden, wie das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) mitteilte. Die Operation mit dem Codenamen "Sentinel" solle Ermittlungen gegen Betrug und gegen die kriminelle Infiltrierung des Programms koordinieren und unterstützen.

+++ Indien erlaubt angesichts sinkender Infektionszahlen ausländischen Touristen zum ersten Mal seit März 2020 wieder die Einreise. Wie die Behörden mitteilten, werden die landesweit verhängten Beschränkungen aufgrund von Corona gelockert. Vollständig geimpfte Touristen auf Charterflügen dürfen wieder einreisen. 

+++ Der Deutsche Ethikrat will laut einem Medienbericht im kommenden Jahr ein Papier zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie vorlegen. Das Projekt solle "keine anklagende Bestandsaufnahme werden, eher ein kritischer Ausblick", sagte die Ethikrats-Vorsitzende Alena Buyx dem Magazin "Focus". Sie solle vor allem die Frage beantworten: "Was könnten etwa künftig Kriterien sein, mit denen man schneller und präziser Risikoabwägungen und Interessenausgleiche sicherstellen kann?" In der Studie werde auch die Vulnerabilität einzelner Bevölkerungsgruppen eine Rolle spielen.

+++ Kinder- und Jugendmediziner rechnen zeitnah mit einem Corona-Impfstoff für unter Zwölfjährige. Eine Zulassung werde noch für dieses Jahr erwartet, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Jörg Dötsch, der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Wahrscheinlich werde die Ständige Impfkommission (Stiko) den Impfstoff aber nicht gleich uneingeschränkt empfehlen, sondern zunächst nur für Risikopatienten. Als Beispiel nannte Dötsch Kinder mit schweren chronischen Erkrankungen.

Ein zwölfjähriges Mädchen wird in einer Arztpraxis von dem Hausarzt Tim Koop mit dem Serum von Biontech/Pfizer geimpft. (picture alliance / dpa / Oliver Berg)Kinder ab zwölf können schon jetzt gegen das Corona-Virus geimpft werden. (picture alliance / dpa / Oliver Berg)

+++ In Italien gilt seit heute eine Coronapass-Pflicht am Arbeitsplatz. Damit darf nur noch zur Arbeit erscheinen, wer eine Corona-Impfung, -Genesung oder ein negatives Testergebnis nachweisen kann. Ansonsten droht ein Bußgeld von bis zu 1.500 Euro. Wer der Arbeit fernbleibt, weil er das Dokument nicht vorweisen kann, muss mit unbezahlter Freistellung rechnen. Wer sich nicht impfen lassen will, muss auf eigene Kosten einen Test machen und diesen alle 48 Stunden erneuern. Die Corona-Passpflicht betrifft rund 23 Millionen Arbeitnehmer in Italien.

Gegen den Beschluss gibt es heftigen Widerstand. Gewerkschaftler und Politiker kritisieren die Maßnahme. In Triest drohen die Arbeiter mit einer Blockade des wichtigen Hafens; im Güterverkehr werden Probleme befürchtet, weil viele Fernfahrer vor allem aus dem Ausland kein notwendiges Corona-Zertifikat haben. In vielen Städten sind am Freitag Proteste geplant, unter anderem in Rom.

+++ Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist gestiegen. Sie liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts jetzt bei 68,7. Am Vortag betrug der Wert 67,0 und eine Woche zuvor 63,8. Die Gesundheitsämter meldeten mehr als 11.500 neue Ansteckungen. Den Angaben zufolge starben 65 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie auf hierzulande mehr als 94.500. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt mit 1,93 an. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

+++ In Frankreich sind Corona-Tests für nichtgeimpfte Erwachsene von heute an nicht mehr kostenlos, es sei denn, medizinische Gründe sprechen gegen eine Impfung. Das Ziel sei, die Menschen zur Impfung anzuspornen, da diese den besten Schutz biete und einen dauerhaften Ausweg aus der Corona-Krise weise, erklärte die Regierung in Paris. Die Tests würden als Impfersatz missbraucht, dies müsse die Öffentlichkeit nicht länger finanzieren. Ein Schnelltest kostet künftig zwischen 22 und 30 Euro, ein PCR-Test 44 Euro. In Deutschland gilt eine ähnliche Regelung schon seit Montag dieser Woche.

Frauen am Flughafen Roissy Charles de Gaulle bei Paris neben einem Hinweisschild für eine Corona-Teststation (AFP / Ian Langsdon)Frauen am Flughafen Roissy Charles de Gaulle bei Paris neben einem Hinweisschild für eine Corona-Teststation. Die Tests sind dort ab heute für Erwachsene nicht mehr kostenlos. (AFP / Ian Langsdon)

+++ In Australien hat die Region um die Hauptstadt Canberra einen seit zwei Monaten geltenden Lockdown beendet. Ab sofort dürften die Menschen wieder ihre Häuser verlassen, teilten die Behörden am Freitag mit. Private Haushalte dürfen nun wieder bis zu fünf Gäste empfangen. Draußen sind Versammlungen von bis zu 25 Personen erlaubt. Lokale, Sporteinrichtungen und Friseure können unter Einhaltung strenger Abstandsregeln ebenfalls öffnen. Mitte August war in der Region mit rund 430.000 Einwohnern erstmals seit einem Jahr wieder ein Corona-Fall bestätigt worden. Ein zunächst für sieben Tage verhängter Lockdown wurde wegen steigender Infektionszahlen mehrmals verlängert. Am Freitag meldeten die Behörden 35 neue Fälle.

+++ Die USA wollen weitere 17 Millionen Impfdosen des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson an die Länder der Afrikanischen Union (AU) spenden. Das kündigte US-Präsident Joe Biden am Donnerstag bei einem Treffen mit Kenias Präsident Uhuru Kenyatta in Washington an. Die USA haben eigenen Angaben nach bereits 50 Millionen Impfdosen an die AU gespendet. Der Johnson-Impfstoff muss nur einmal verabreicht werden, anders als etwa die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna. In Afrika sind bisher nur sehr wenige Menschen gegen das Corona-Virus geimpft.

Donnerstag, 14. Oktober

+++ Das Robert Koch-Institut registriert in einzelnen Regionen Deutschlands besonders viele Corona-Ansteckungen bei Kindern und Jugendlichen. In acht Landkreisen liege die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei den 10- bis 19-Jährigen bei über 500, twitterte das RKI zu einer Auswertung in seinem neuen Wochenbericht, ohne sich zur genauen regionalen Verteilung zu äußern. Zudem sprach das Institut von 636 übermittelten Ausbrüchen in Schulen innerhalb von vier Wochen. Wegen möglicher Nachmeldungen aber seien insbesondere die vergangenen zwei Wochen noch nicht abschließend zu bewerten. Seit einiger Zeit werden zahlreiche Infektionen insbesondere bei Kindern ab dem Schulalter sowie bei Jugendlichen festgestellt. Als ein Grund gilt, dass an Kitas und Schulen regelmäßig auf das Virus getestet wird. Die Impfstoffe gegen Covid-19 sind bislang ab 12 Jahren zugelassen. Die Impfquote bei 12- bis 17-Jährigen ist derzeit wesentlich niedriger als bei Erwachsenen. Kinder und Jugendliche erkranken zwar deutlich seltener schwer an Covid-19 als ältere Menschen, es gibt aber noch offene Fragen rund um Langzeitfolgen.

+++ Wegen überfüllter Intensivstationen schickt Rumänien schwer kranke Covid-19-Patienten zur Behandlung ins Nachbarland Ungarn. Wie die Deutsche Presse-Agentur mit Verweis auf das Gesundheitsministerium in Bukarest schreibt, waren die ersten zehn Patienten bereits in Begleitung von Ärzteteams unterwegs. Ungarn habe sich bereit erklärt, insgesamt 50 Patienten zu übernehmen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Ein Tich, Stühle und ein Sonnenschirm am Strand von Bali. (AP/ Firdia Lisnawati)Aus einigen Ländern dürfen Reisende wieder Urlaub in Bali machen, Deutschland ist nicht dabei. (AP/ Firdia Lisnawati)

+++ Ungeachtet der dramatischen Infektionslage im eigenen Land hebt Russland weitere Beschränkungen im internationalen Flugverkehr auf. Ab dem 9. November soll es wieder reguläre Verbindungen unter anderem in die Niederlande, nach Norwegen und nach Schweden geben, wie die russische Regierung in Moskau mitteilte. Zudem sollen Beschränkungen im Flugverkehr mit Österreich, der Schweiz und Finnland aufgehoben werden. Erhöht wird demnach auch die Zahl der Flüge nach Deutschland: Zwischen Frankfurt und Moskau soll es statt fünf künftig 14 Verbindungen pro Woche geben, zwischen Frankfurt und St. Petersburg sieben statt drei. Die Bundesregierung stuft Russland als Hochrisikogebiet ein. Touristische Reisen für Russen nach Deutschland sind weiter nicht möglich. Russland hingegen stellt wieder touristische Visa aus.

+++ Der tschechische Ministerpräsident Babis hat sich zum dritten Mal eine Spritze gegen das Coronavirus geben lassen. "Die Impfung ist die einzige Lösung, um Leben zu schützen", betonte der 67-Jährige laut dem Fernsehsender CT. Noch immer seien mehr als 340.000 Senioren über 65 Jahren nicht geschützt. Babis kündigte zugleich an, dass die Gültigkeitsdauer der Tests verkürzt werde, um mehr Menschen zur Impfung zu bewegen.

Eine Hand hält eine Impfdose mit dem Moderna mRnA-Impfstoff und zieht ihn mit einer Spritze heraus, aufgenommen am 23.06.2021 im Impfzentrum in Freising (imago images / Sven Simon)Über Risiken und Nutzen der Coronaimpfung kursieren gerade im Internet viele widersprüchliche Informationen. (imago images / Sven Simon)

+++ Der winzige Pazifikstaat Palau nähert sich sich einer Corona-Impfquote von 100 Prozent. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben rund 15.000 der 18.000 Bewohner eine vollständige Immunisierung erhalten. Der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) zufolge sind das mehr als 99 Prozent derjenigen Einwohner, die sich impfen lassen können. Die IFRC sprach von einem "bemerkenswerten" Tempo der Impfkampagne; Palau könne damit den ersten Platz in der Impfquoten-Weltrangliste für sich beanspruchen. Palau gehörte lange zu den wenigen Ländern, die keinen einzigen Covid-19-Fall registrierten. 

+++ Die indonesische Insel Bali empfängt ab sofort vollständig geimpfte Touristen aus insgesamt 19 Ländern. Das teilte die Regierung mit. Zu den Staaten auf der Liste zählen unter anderem Indien, Japan, Neuseeland, Italien, Frankreich und Spanien. Deutschland gehört nicht dazu. Neben einem Impfpass brauchen die Reisenden einen negativen PCR-Test und eine Hotelreservierung. Zunächst müssen sich alle Gäste für fünf Tage in Quarantäne in ihrer gebuchten Unterkunft aufhalten.

+++ Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist gestiegen. Das Robert Koch-Institut gab sie heute früh mit 67,0 an; gestern lag sie bei 65,4 und vor einer Woche bei 62,6. Es wurden innerhalb eines Tages 12.382 neue Ansteckungen registriert. Das sind 738 mehr als am Vortag. 72 weitere Menschen starben in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der registrierten Todesfälle auf 94.461.

+++ Die Zahl der Corona-Neuinfizierten im australischen Bundesstaat Victoria mit der Millionenstadt Melbourne steigt weiter - obwohl die Region an der Ostküste seit mehr als zwei Monaten im Lockdown ist und bereits mehr als 60 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft sind. Am Donnerstag meldeten die Behörden 2.297 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, eine Steigerung von 700 Fällen im Vergleich zum Vortag. Ein Rekord: Noch nie hat ein Bundesstaat oder Territorium seit Beginn der Pandemie so viele Neuinfektionen gemeldet.

+++ Rund zehn Monate nach Beginn der landesweiten Impfkampagne in Brasilien sind mehr als 100 Millionen Brasilianer komplett gegen das Coronavirus geimpft. Dies entspreche 62,5 Prozent der Zielgruppe der über 18-Jährigen, hieß es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums in Brasília. Die Marke solle bis Ende Oktober weiter steigen, auch weil das Gesundheitsministerium demnächst die Ankunft von mehr als 51,5 Millionen Dosen von Corona-Impfstoffen erwartet.

Eine medizinische Helferin bereitet auf der Insel Ilha de Paqueta die Impfung einer jungen Frau (r) gegen Covid-19 vor. In einem Modellprojekt sind Bewohner der Ilha de Paqueta in Brasilien gegen das Coronavirus geimpft worden. Ziel der Aktion am Sonntag war es, alle 3530 Erwachsenen der Insel in der Guanabara-Bucht bei Rio de Janeiro innerhalb eines Tages zu impfen, wie die brasilianische Nachrichtenplattform G1 berichtete. (picture alliance / dpa / Fernando Souza)Inselbewohner in Brasilien für Studie gegen Covid-19 geimpft (picture alliance / dpa / Fernando Souza)

+++ Die für das kommende Jahr geplanten Australian Open der Golfer und die Australian Women's Open sind aufgrund der weiter geltenden Corona-Reise- und Quarantänebeschränkungen abgesagt worden. Das Herrenturnier war ursprünglich für den 25. bis 28. November 2021 im Australian Golf Club in Sydney geplant, war aber bereits auf Anfang 2022 verschoben worden. Nun soll voraussichtlich im November oder Dezember 2022 in Melbourne gespielt werden. Auch 2020 konnte das Turnier wegen der Pandemie nicht stattfinden.

+++ Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert eine Reform der Minijobs. Grund ist das Urteil des Bundesarbeitsgerichts, wonach Arbeitgeber geringfügig Beschäftigte nicht entschädigen müssen, wenn sie ihr Unternehmen aufgrund einer Corona-Verordnung zur Eindämmung der Pandemie schließen müssen. "Minijobs müssen endlich zu Beschäftigung mit sozialer Absicherung entwickelt werden", forderte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel in den Zeitungen der Funke Mediengruppe. 

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