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Newsblog zum Coronavirus+++ Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland sinkt weiter +++

ILLUSTRATION - Ein junger Mann trägt eine FFP2-Maske. Zum Schutz vor dem Coronavirus sollen mehr Menschen aus Risikogruppen vom Bund finanzierte FFP2-Masken bekommen als zunächst vorgesehen. Nach einem Abgleich mit Versichertendaten der Krankenkassen sollen nun 34,1 Millionen statt 27 Millionen Bürger in diesen Tagen Gutscheine für zwölf FFP2-Masken zugesandt bekommen. (picture alliance/dpa | Frank Rumpenhorst)
In Deutschland sind seit wenigen Tagen FFP2- oder OP-Masken in Läden und ÖPNV Pflicht. (picture alliance/dpa | Frank Rumpenhorst)

Der allmähliche Rückgang des Infektionsgeschehens setzt sich fort: Laut Robert Koch-Institut liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 101. Heute treten die neuen Vorgaben für Home-Office in der Corona-Pandemie in Kraft. AstraZeneca streitet eine Vorzugsbehandlung für Nicht-EU-Staaten ab. Mehr in unserem Newsblog.

Mittwoch, 27. Januar

+++ Schulen mit Schutzmaßnahmen wie Abstandhalten und Maskentragen haben laut einer US-Studie kein erhöhtes Risiko, sich zu Infektionsherden zu entwickeln. Die US-Behörde zur Bekämpfung und Eindämmung von Seuchen (CDC) untersuchte dazu Daten aus Schulen in den Vereinigten Staaten und europäischen Ländern, in denen Präsenzunterricht stattfand. Zwar seien dort Corona-Infektionen aufgetreten, es spreche aber wenig dafür, dass Schulen in bedeutendem Maße zu erhöhten Ansteckungen beigetragen hätten.

+++ Der französische Pharmakonzern Sanofi will mehr als 125 Millionen Dosen des Pfizer-Biontech-Impfstoffs für die Europäische Union liefern. Sanofi wolle dem Mainzer Unternehmen Biontech Zugang zu seiner Produktionsinfrastruktur gewähren, hieß es. Die ersten Lieferungen sollen im Sommer 2021 aus den Produktionsanlagen von Sanofi in Frankfurt heraus erfolgen.

+++ Die Firmen in Deutschland halten sich zum Jahresanfang mit Einstellungen zurück. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer fiel im Januar leicht zum Dezember, wie das Münchner Institut mitteilt. Der Corona-Lockdown führe insbesondere im Einzelhandel zu mehr Entlassungen. In der Industrie stieg der Index zwar zum achten Mal in Folge, dennoch sind die Unternehmen, die Stellen streichen wollen, noch in der Mehrheit. Positive Entwicklung dagegen gebe es in der IT-Branche sowie bei Unternehmensberatungen. Auch Supermärkte suchen laut Ifo-Institut Mitarbeiter. 

+++ Grünen-Chef Habeck dringt auf ein verstärktes Testen auch mit Selbsttests, wie sie in Österreich zugelassen seien. Er halte es für unerklärlich, warum Deutschland Tests, die in Österreich billig und schnell und in großen Massen durchgeführt werden könnten, nicht zulasse, so Habeck im ZDF. Grundsätzlich müsse viel mehr getestet werden, beispielsweise an den Schulen. 

+++ Kanzlerin Merkel sieht Deutschland bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel. Es gebe einen nachhaltigen Rückgang der Infektionszahlen, das bedeute, dass die ergriffenen Maßnahmen wirkten, sagte sie in der Online-Sitzung der Unionsfraktion laut Teilnehmern. Allerdings sei man noch nicht am Ziel von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Sorgen bereiteten die Mutationen, man müsse vermeiden, dass sie dominant werden. Zu vieles Reisen würde Mutationen nach Deutschland tragen.

+++ Die EU-Arzneimittelagentur EMA schließt nicht aus, dass der Corona-Impfstoff von Astrazeneca in Europa nur für eine bestimmte Altersgruppe zugelassen wird. Das deutete die EMA-Vorsitzende Cooke im Europaparlament an. Eine begrenzte Zulassung sei grundsätzlich möglich, sie wolle einer Entscheidung der Behörde aber nicht vorgreifen. Dies werde genau geprüft.

+++ Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer will, dass der Bund die Kostenübernahme für die Einsätze der Bundeswehr in der Corona-Pandemie garantiert.

Das Bundeskabinett werde heute darüber beraten, sagte die CDU-Politikerin im ZDF. Sie habe bislang zwar immer versichert, dass die Bundeswehr keine Rechnung stelle. Dennoch gebe es bei Trägern, Kommunen oder Kreisen offenbar Angst vor Kosten, wenn sie die Bundeswehr anforderten.

Zurzeit unterstützen über 5.000 Soldatinnen und -Soldaten Gesundheitsämter bei der Kontaktnachverfolgung. In einigen Pflegeeinrichtungen hilft die Bundeswehr ferner bei der Durchführung von Schnelltests.

+++ In Deutschland wurden binnen eines Tages 13.202 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Das sind gut 2.500 weniger als vor einer Woche. Die gemeldeten Todesfälle stiegen um 982 auf 53.972, auch dieser Wert lag leicht unter dem der Vorwoche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht auf 101.

+++ Um die Arbeit im Homeoffice während der Corona-Pandemie weiter auszubauen, tritt heute eine neue Verordnung der Bundesregierung in Kraft.

Diese verpflichtet Arbeitgeber, ihren Mitarbeitern die Arbeit von zuhause aus anzubieten, soweit keine zwingenden betriebsbedingten Gründe dagegen sprechen. An einen bestimmten Inzidenzwert ist die Verordnung nicht geknüpft. Die Einhaltung der neuen Regeln soll von den Arbeitsschutzbehörden der Länder kontrolliert werden.

Bundesarbeitsminister Heil sagte im Vorfeld, Arbeitgeber müssten auf Verlangen der Behörden Gründe vorlegen, weshalb die Arbeit im Homeoffice nicht möglich sei. Im Extremfall seien auch Bußgelder von bis zu 30.000 Euro möglich. Die Verordnung gilt zunächst befristet bis Mitte März.

+++ In den Niederlanden ist es nach den Krawallen der vergangenen Nächte weitgehend ruhig geblieben. Zu Beginn der Corona-Ausgangssperre um 21 Uhr registrierte die Polizei nur vereinzelt kleine Zusammenstöße mit Randalierern. Es gab einige Festnahmen. In den Nächten zuvor hatte es in mehreren Städten Krawalle gegeben.

Hören Sie hierzu die Dienstags-Ausgabe des Podcasts Deutschlandfunk - Der Tag: Warum es kracht in den Niederlanden

+++ Bundeswirtschaftsminister Altmaier legt heute den Jahreswirtschaftsbericht im Kabinett vor. Nach dem Einbruch der Wirtschaftsleistung 2020 wegen Corona rechnet die Bundesregierung für dieses Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 3 Prozent.

+++ Die Bundesärztekammer fordert Regierung und EU-Kommission auf, bei den Herstellern von Corona-Impfstoffen auf der Einhaltung vertraglich zugesicherter Mengen und Termine zu bestehen. Die Ursachen der Lieferschwierigkeiten etwa bei Astra-Zeneca müssten geklärt und so schnell wie möglich behoben werden, sagte Ärztekammer-Präsident Reinhardt der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

+++ Der schwedisch-britische Pharmakonzern AstraZeneca hat Vorwürfe im Zusammenhang mit Lieferproblemen beim Corona-Impfstoff zurückgewiesen. Man verkaufe das Vakzin nicht anderswo für Profit, sagte Unternehmenschef Soriot in einem gemeinsamen Interview europäischer Zeitungen. Man habe den Impfstoff gemeinnützig entwickelt und verdiene damit kein Geld. In der EU-Kommission gibt es den Verdacht, die angekündigten Engpässe könnten darauf zurückzuführen sein, dass Großbritannien und andere Nicht-EU-Länder bevorzugt beliefert würden.

+++ In Deutschland gilt von heute an die Homeoffice-Verordnung des Bundesarbeitsministeriums. Diese verpflichtet Arbeitgeber, ihren Mitarbeitern die Arbeit von zuhause aus anzubieten, soweit keine zwingenden betriebsbedingten Gründe dagegen sprechen. An einen bestimmten Inzidenzwert ist die Verordnung nicht geknüpft.

Dienstag, 26. Januar

+++ Bayerns Ministerpräsident Söder (CSU) hat vor dem Hintergrund sinkender Corona-Zahlen vor überstürzten Lockdown-Lockerungen gewarnt. Die Tendenz bei den Zahlen sei positiv, sagte Söder nach einer Videoschalte des Kabinetts in München. Unter Verweis auf das mutierte Virus warnte Söder aber, "toxisch" wäre eine Verbreitung der Mutation parallel zu einer überstürzten Lockerung. Man dürfe jetzt nicht nachlassen, es ist noch nicht vorbei, betonte er. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung plädierte Seehofer zudem für die Reduzierung des Flugverkehrs nach Deutschland "auf nahezu Null". Als Vorbild habe er Israel genannt.

+++ Italien fordert die EU-Kommission zu Maßnahmen gegen den US-Konzern Pfizer wegen Verzögerungen bei der Lieferung von Impfstoffen auf. Es müsse angemessen auf dies vertragswidrige Verhalten reagiert werden, forderte der Sonderbevollmächtigte der Regierung in Rom. Mit dem italienischen Vorstoß wird das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen der EU und dem Konzern weiter belastet

+++ In Großbritannien sind seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 100.000 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums liegt die Zahl der Toten inzwischen bei 100.162. Großbritannien ist damit das erste Land in Europa, das diese Marke überschreitet. Der Epidemiologe und medizinische Chefberater der britischen Regierung, Whitty, erklärte, es seien noch viele weitere Todesfälle zu erwarten, bevor die Auswirkungen der Impfkampagne spürbar seien. Nach Angaben der Regierung haben inzwischen knapp 6,9 Millionen Briten eine erste Impfdosis erhalten.

+++ In Irland wird der Lockdown um weitere sechs Wochen bis zum 5. März verlängert. Das kündigte Premierminister Martin in Dublin an. Grund sind die um den Jahreswechsel sprunghaft gestiegenen Corona-Fallzahlen, nachdem es über die Weihnachtsfeiertage einige Lockerungen gegeben hatte. Nun sind die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, zu Hause zu bleiben und sich nicht weiter als fünf Kilomter von ihrem Wohnort wegzubewegen. Alle Schulen, Geschäfte und die Gastronomie bleiben geschlossen. In Irland ist inzwischen die zuerst in Großbritannien entdeckte Variante des Corona-Virus sehr verbreitet.

Irland, Dublin: Ein Polizist hält Autofahrer an einem Kontrollpunkt an den Quays im Stadtzentrum an, während Irland sich in einem Corona-Lockdown befindet. (Niall Carson/PA Wire/dpa)Irland verlängert Lockdown (Niall Carson/PA Wire/dpa)

+++ Am Klinikum Bayreuth gelten wegen des Verdachts auf ein mutiertes Coronavirus verschärfte Vorsichtsmaßnahmen. Wie das Unternehmen mitteilte, sind die betroffenen Krankenhäuser vorerst geschlossen, Patienten werden nur noch in Notfällen aufgenommen. Entlassen wird nur, wer innerhalb von 48 Stunden zwei negative Coronatests vorweisen kann. Die mehr als 3.300 Mitarbeitenden des Klinikums befinden sich den Angaben zufolge außerhalb ihrer Arbeitszeiten in häuslicher Quarantäne. In elf von 30 eingesandten Proben besteht der Verdacht auf die in Großbritannien aufgetretene Corona-Mutation. 

+++ Die EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat die Hersteller von Corona-Impfstoffen aufgefordert, ihre Lieferverpflichtungen zu erfüllen. Europa habe Milliarden Euro in die Entwicklung investiert, sagte von der Leyen in ihrer per Video übertragenen Rede für das Weltwirtschaftsforum in Davos. Jetzt müssten die Firmen liefern und Verträge einhalten. Gesundheitsminister Spahn erwägt Exportbeschränkungen für in der EU produzierte Impfstoffe. Astrazeneca hatte am Freitag mitgeteilt, den EU-Staaten zunächst deutlich weniger Impfdosen zu liefern als vereinbart. Für Großbritannien soll dies nicht gelten.

Schweiz, Cologny: Klaus Schwab (l), Gründer und Vorstandsvorsitzender des Weltwirtschaftsforums (WEF), hört Ursula von der Leyen (CDU), Präsidentin der Europäischen Kommission, zu während einer Videokonferenz bei der Davos Agenda in Cologny.  (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einer Videokonferenz auf dem Weltwirtschaftsforum. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

+++ Die Bundesregierung teilte auf ihrer Homepage mit, dass sie im Falle von deren Zulassung folgende Impfstoffe erwarte: von Biontech/Pfizer 60 Millionen Dosen über die EU mit einer nationalen Option auf 30 Millionen weitere. Zudem habe die EU weitere 300 Millionen Dosen geordert. Von Moderna werden 50,5 Millionen, von CureVac 42 Millionen, von Johnson&Johnson 37,5 Millionen und von AstraZeneca 56,2 Millionen Dosen erwartet.

+++ Bislang sind nach Angaben der Bundesregierung 1.921.689 Impfdosen verbraucht worden. Damit seien 1.638.425 Personen geimpft worden. Das entspreche zwei Prozent der Bevölkerung. 283.264 Personen hätten bereits die Zweitimpfung erhalten. 

+++ Der EU-Parlamentarier Liese hat im Streit um Lieferkürzungen des Corona-Impfstoffs der Firma Astrazeneca für die EU Export-Verbote angeregt. Wenn die EU merke, dass sie an der Nase herumgeführt werde, müsse sie über solche Beschränkungen nachdenken, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Astrazeneca produziere in mehreren europäischen Ländern, die Abfüllung des Impfstoffs erfolge auch im deutschen Dessau. Liese forderte das Unternehmen zu einer schnellen Kurskorrektur auf, ansonsten drohe ein katastrophaler Imageschaden. 

+++ Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Wanderwitz (CDU), betonte, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Anteil der AfD-Anhänger in einer Region und der dortigen Corona-Lage gebe. Wer die Infektionsschutzmaßnahmen ablehne, wie viele AfD-Anhänger, Reichsbürger und Esoteriker, helfe am Ende bei der Ausbreitung des Virus, sagte er den RND-Zeitungen. Die AfD nannte Wanderwitz als Ostbeauftragten daraufhin "untragbar".

+++ Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat einen Eilantrag gegen die Pflicht zur Benutzung eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes in Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen abgelehnt. Zur Begründung hieß es, FFP2-Masken böten einen erhöhten Selbst- und Fremdschutz. Die Kosten für die Anschaffung seien grundsätzlich zumutbar. Darüberhinaus setzte das Gericht die 15-Kilometer-Grenze für den Bewegungsradius in der Pandemie vorläufig außer Kraft. Für viele Bürger in Corona-Hotspots werde damit nicht deutlich und anschaulich genug, wie weit sie sich für Tagesausflüge rund um ihren Wohnort bewegen dürften, heißt es. Gegen die Beschlüsse gibt es keine Rechtsmittel.

+++ Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird künftig auch Statistiken enthalten, die einen Überblick über die wichtigsten Kennzahlen zum aktuellen Infektionsgeschehen in Deutschland geben. Das kündigte der Softwarekonzern SAP in einem Blogeintrag an. Das Informationsangebot ist Teil der neuen Version 1.11, die noch in dieser Woche in den App Stores von Google und Apple zur Verfügung stehen soll. Die Nutzerinnen und Nutzer könnten dann in der App stets auf die aktuellen Zahlen zu den Neuinfektionen, der Sieben-Tage-Inzidenz und dem Sieben-Tage-R-Wert zugreifen. Außerdem wurden in der neuen App-Version Fehler beseitigt.

+++ Wegen der Corona-Pandemie findet der Mikrozensus in diesem Jahr ohne persönliche Interviews bei den Befragten zu Hause statt. Die Daten werden stattdessen durch Interviews per Telefon, online oder mittels klassischem Papierfragebogen erhoben. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Von Januar bis Dezember werden demnach insgesamt rund 810.000 Menschen aus etwa 370.000 Haushalten befragt. Sie sind gesetzlich zur Auskunft verpflichtet. Gefragt wird zu Themen wie Schule und Studium, Aus- und Weiterbildung, Beruf und Arbeitssuche, Einkommen, Kinderbetreuung, Internetnutzung und Wohnsituation erhoben. Die Ergebnisse des Mikrozensus sollen die wirtschaftliche und soziale Situation der Haushalte in Deutschland abbilden und wichtige Informationen zur Bevölkerungsstruktur liefern.

+++ Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Ludwig, sieht eine wachsende Gefahr von Internet- und Mediensucht in der Corona-Pandemie. Eine problematische Nutzung von Smartphones, Computerspielen und Internet sei insbesondere bei Minderjährigen zu beobachten, sagte Ludwig der "Augsburger Allgemeinen". Jeder dritte Jugendliche sei betroffen. Die Corona-Krise zwinge Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene dazu, mehr Zeit denn je vor dem Bildschirm zu verbringen. Trotz der positiven Aspekte, dass digitale Medien Homeschooling und Homeoffice möglich machten, müsse man schlichtweg auch mal den Stecker ziehen und etwas anderes machen, betonte die CSU-Politikerin.

+++ Nach mehrwöchiger Pause hat der Gründer der "Querdenken"-Initiative, Ballweg, wieder zu einer größeren Protestveranstaltung gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen aufgerufen. Wie er auf YouTube ankündigte, ist für den 27. Januar ein Autokorso in Stuttgart geplant. An Weihnachten hatte Ballweg erklärt, vorerst keine Demonstration mehr zu organisieren. Er wolle den Winter nutzen, "um Kräfte zu sammeln". Die "Querdenken"-Bewegung wird mittlerweile in Baden-Württemberg vom Verfassungsschutz beobachtet. Das Landesamt ordnet mehrere maßgebliche Akteure der Inititative dem Milieu der Reichsbürger und Selbstverwalter zu.

Corona-Demonstrationen - Wer marschiert da zusammen?

+++ Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut innerhalb eines Tages 6.408 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Das sind fast 5.000 weniger als am Dienstag vor einer Woche. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 903 auf insgesamt 52.990. Die bundesweite Sieben-Tages-Inzidenz sank auf 107,6 Infektionen pro 100.000 Einwohner.

Fokussieren wir uns in der Berichterstattung zu sehr auf Zahlen? Das ist Thema im Podcast "Nach Redaktionsschluss".

+++ Das Pharmaunternehmen AstraZeneca hat Berichte zurückgewiesen, nach denen sein Corona-Impfstoff bei Senioren nur eine bis auf acht Prozent reduzierte Wirksamkeit haben soll. Die Angaben seien "komplett falsch", erklärte das Unternehmen. Unter anderem die "Bild"-Zeitung und das "Handelsblatt" hatten gemeldet, dass der Impfstoff in der EU wohl nur für Menschen unter 65 Jahren zugelassen werde. Eine Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde wird noch in dieser Woche erwartet.

Warum wird die Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffs bezweifelt? Ein Überblick

Zwei Phiolen mit dem Coronaserum-Impfstoff von AstraZeneca. Dazwischen liegt eine Spritze. (imago/Martin Wagner)Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca (imago/Martin Wagner)

Lesen Sie hier unseren Hintergrund: Will AstraZeneca die EU ausbooten?

+++ In mehreren Städten der Niederlande ist es erneut zu Ausschreitungen gekommen. Unter anderem in Rotterdam, Amsterdam, Amersfoort und Geleen missachteten zahlreiche Personen die Corona-Ausgangssperre. Sie plünderten Geschäfte, warfen Steine auf Polizisten und beschossen sie mit Feuerwerkskörpern. Die Sicherheitskräfte setzten Korrespondentenberichten zufolge Wasserwerfer und Tränengas ein. Laut einer ersten Bilanz der Polizei wurden mehr als 150 Personen festgenommen.

Randalierer haben eine Straße blockiert, es brennt ein Feuer, (AFP/ Marco de Swart)Es ist die zweite Nacht in Folge mit Krawallen in den Niederlanden. (AFP/ Marco de Swart)

+++ Zur Eindämmmung des Coronavirus hat Israel seinen internationalen Flughafen in Tel Aviv weitgehend geschlossen. Mit der um Mitternacht in Kraft getretenen drastischen Einschränkung des Luftverkehrs will die Regierung das Einschleppen weiterer Coronavirus-Mutationen verhindern. Die Schließung des Ben-Gurion-Flughafens soll vorerst bis Ende des Monats gelten. 

+++ Der Armutsforscher Butterwegge hat eine mangelnde Unterstützung für ärmere Familien in der Coronakrise beklagt. Der Kölner Politikwissenschaftler sagte im Deutschlandfunk, die Bundesregierung habe erst ein halbes Jahr nach Beginn der Pandemie einen Kinderbonus von jeweils 300 Euro im September und Oktober gezahlt. Für Eltern im Hartz-IV-Bezug sei das zwar sicherlich sehr wichtig gewesen, notwendig sei aber kontinuierliche Hilfe. Hier müsse die Regierung nachbessern.

+++ US-Präsident Biden hat die corona-bedingten Einreiseverbote in die USA für Reisende aus Europa verlängert. Gemäß einer Anordnung seines Amtsvorgängers Trump hätten diese eigentlich ab morgen gelockert werden sollen. Das Weiße Haus nannte als Begründung die neuen Mutationen des Virus.

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