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Newsblog zum Coronavirus+++ Wieder Rekord-Neuinfektionen in Frankreich mit fast 13.500 Fällen +++

Ein Passant geht mit Mundschutzmaske über den Place du Trocadéro, während im Hintergrund ein Teil des Eiffelturms zu sehen ist. (dpa-Bildfunk / AP / Michael Euler)
Coronavirus - Frankreich (dpa-Bildfunk / AP / Michael Euler)

Die britische Regierung hat hohe Geldstrafen für Verstöße gegen die Corona-Quarantäne eingeführt. In Deutschland wurden 1.345 neue Corona-Infektionen registriert. Die deutschen Krankenhäuser halten einem Medienbericht zufolge immer weniger Betten auf ihren Intensivstationen für Covid-19-Patienten frei. Mehr dazu in unserem Newsblog.

Sonntag, 20. September

+++ Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut für gestern 1.345 neue Corona-Infektionen gemeldet. Neu gemeldet wurden zudem zwei Todesfälle. Wegen der verzögerten Meldungen am Wochenende sind die Zahlen nur bedingt aussagekräftig. Rechnerisch sind derzeit etwa 21.300 aktive Infektionsfälle bekannt. Pro 100.000 Einwohner haben sich in den letzten sieben Tagen 12,8 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, die Zahl steigt leicht.

+++ Die britische Regierung führt für England hohe Geldstrafen bei Verstößen gegen die Corona-Schutzregeln ein. Wer die Quarantäne-Pflicht nach einem positiven Corona-Test missachtet, dem drohen vom 28. September an Geldstrafen von mehreren tausend Euro, wie Premierminister Johnson in London ankündigte.

+++ Bundesverkehrsminister Scheuer hat ein Hilfskonzept für die von der Corona-Pandemie stark betroffene Luftverkehrsbranche angekündigt. Der CSU-Politiker sagte der Funke-Mediengruppe, er werde dazu Vertreter dieses Wirtschaftszweigs schnellstens zu einem Treffen einladen. Es gehe vor allem um die 22 Flughäfen in Deutschland, die 180.000 Menschen beschäftigten. Bei einem Passagieraufkommen von nur 20 Prozent des normalen Niveaus habe er große Sorge, dass der Erhalt dieser wichtigen Infrastruktur in Gefahr sei. Einzelheiten zu den geplanten Hilfen nannte Scheuer nicht.

Samstag, 19. September

+++ Die Krankenhäuser in Deutschland halten einem Medienbericht zufolge immer weniger Betten auf ihren Intensivstationen für Covid-19-Patienten frei. So habe etwa Baden-Württemberg entschieden, dass künftig statt 35 Prozent nur noch 10 Prozent für diese Patienten reserviert werden sollen, meldet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagsezeitung". Auch in Berlin und Niedersachsen seien bereits seit Längerem nur noch 10 Prozent der Intensivbetten reserviert. In Bayern und Brandenburg müssten die Kliniken seit dem Sommer gar keine Plätze mehr für Covid-19-Patienten freihalten. In anderen Bundesländern sehe es ähnlich aus.

+++ Frankreich verzeichnet einen neuen Rekord bei den Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden kamen 13.498 Corona-Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Zahl der Toten erhöhte sich um 26 auf 31.274.

+++ In Deutschland ist die Zahl der Corona-Tests in der vergangenen Woche auf ein Rekordhoch gestiegen. Es seien 1,12 Millionen Tests durchgeführt worden, teilt das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage mit.

+++ Im Iran sterben 90 Prozent aller an Covid-19-Erkrankten, die auf Intensivstationen beatmet werden. Das hat das Gesundheitsministerium mitgeteilt. Das Land meldet jetzt 24.118 Personen, die im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben sind.

+++ Bundesjustizministerin Lambrecht hat den Entwurf für eine Reform des Sanierungs- und Insolvenzrechts vorgelegt. Vorgesehen ist unter anderem, dass einzelne Gläubiger ein Sanierungsvorhaben nicht mehr blockieren können, wenn das Konzept von der Mehrheit der Gläubiger unterstützt wird. Die Frist für einen Insolvenzantrag für überschuldete Firmen soll dauerhaft von drei auf sechs Wochen verlängert werden. Von der Neuregelung könnten insbesondere Unternehmen profitieren, die infolge der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten seien. Das Gesetz soll Anfang 2021 in Kraft treten.

Christine Lambrecht (SPD), Bundesjustizministerin. (picture-alliance / dpa / Bernd von Jutrczenka)Christine Lambrecht (SPD), Bundesjustizministerin. (picture-alliance / dpa / Bernd von Jutrczenka)

+++ Polen verzeichnet einen Höchstwert bei Neuinfektionen. Die Behörden meldeten 1002 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 78.3330 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 2.282 Menschen starben demnach in Zusammenhang mit dem Virus.

+++ Das Paul-Ehrlich-Institut geht weiterhin mit einer Zulassung von Corona-Impfstoffen für Ende 2020 oder Anfang 2021 aus. Institutsleiter Cichutek rechnet mit einer großen Impfbereitschaft in Deutschland.

+++ Das deutsche Gesundheitssystem ist derzeit trotz steigender Corona-Infektionszahlen noch nicht überlastet. Mit fast 2.300 Neuinfektionen an einem Tag sei zwar der höchste Wert seit April erreicht worden, schrieb Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei Twitter.

+++ Heute Mittag hätte es in München eigentlich geheißen "O'zapft is'" - aber in diesem Jahr fällt das Oktoberfest aus. Noch dazu meldet die bayerische Landeshauptstadt, dass der Grenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschritten wurde. Der Wert gilt als wichtige Schwelle im Kampf gegen das Coronavirus.

+++ Fast 2.300 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden: Das Robert Koch-Institut meldet damit die höchste Zahl seit Ende April

Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut 2.297 neue Fälle, das waren 103 mehr einen Tag zuvor. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März und Anfang April bei mehr als 6.000 gelegen. Danach sank die Zahl und stieg im Juli wieder an. Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Das RKI registrierte zudem sechs weitere Todesfälle. Damit stieg die Zahl der Menschen, die an oder mit einer Coronavirus-Infektion starben auf 9.384. Die Reproduktionszahl liegt derzeit bei 1,16. Das bedeutet, dass ein Infizierter rein rechnerisch etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Nach der Lockerung der Schutzmaßnahmen sieht die Einkaufsstraße und Fußgängerzone Neuhauser Straße Kaufingerstraße in der Innenstadt von München wieder so wie vor der Coronakrise aus: mit großem Andrang von Personen, die oft nicht den gebotenen Mindestabstand zueinander einhalten. Passanten mit Mundschutz spiegeln sich in einem Schaufenster, Bayern, Deutschland *** After the relaxation of protective measures, the shopping street and pedestrian zone Neuhauser Straße Kaufingerstraße in Munichs city centre looks again like it did before the corona crisis with a large crowd of people who often do not keep the required minimum distance from each other Passers-by wearing mouthguards are reflected in a shop window, Bavaria, Germany  (www.imago-images.de)Viele Menschen tragen auch im Freien inzwischen Mund-/Nasenbedeckungen. (www.imago-images.de)

+++ Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat ihre umstrittene Empfehlung zurückgenommen, Coronavirus-Tests bei Personen ohne Symptome zurückzufahren. In einer Aktualisierung der CDC-Richtlinien vom Freitag heißt es nun wieder, dass auch sie getestet werden sollen, wenn sie Kontakt mit Infizierten hatten.

+++ Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wird bei der US-Wahl im November rund 40 Wahlbeobachter einsetzen - statt wie ursprünglich geplant 500. Grund für die Reduzierung ist die Corona-Pandemie, wie aus einem überarbeiteten Bericht der Organisation hervorgeht.

+++ Wegen eines Datenlecks im staatlichen Gesundheitssystem der Slowakei sind persönliche Daten von nahezu 400.000 auf das Coronavirus getesteten Bürgern ungesichert ins Internet geraten. Das bestätigte das Nationale Zentrum für Gesundheitsinformationen NCZI am Freitag. Das Leck sei aber inzwischen repariert worden, erklärte NCZI-Chef Peter Bielik vor Journalisten. Auf den Fehler hatte eine Gruppe sogenannter ethischer Hacker aufmerksam gemacht.

+++ Bundesgesundheitsminister Spahn will die Verteilung künftiger Corona-Impfstoffe in Deutschland Medieninformationen zufolge bis Ende Oktober regeln. Dazu sollten Ärzte, Ethikexperten und Sozialwissenschaftler Grundsätze erarbeiten, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Regierungskreise. 

Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, spricht bei einer Pressekonferenz über die Situation in Zusammenhang mit dem Coronavirus. (Christophe Gateau/dpa)Gesundheitsminister Jens Spahn (Christophe Gateau/dpa)

+++ In Frankreich hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen neuen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsbehörden meldeten mehr als 13.200 Fälle innerhalb von 24 Stunden. Nach Marseille und Bordeaux verschärften auch Paris, Nizza und Toulouse ihre Corona-Maßnahmen.

Freitag, 18. September

+++ Das Bundesligaspiel FC Köln gegen TSG Hoffenheim wird an diesem Samstag doch ohne Zuschauer stattfinden. Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Infektionen könne kein Publikum für das Spiel im RheinEnergieStadion zugelassen werden, teilte die Stadt Köln am Freitagabend mit.

+++ Der französische Finanzminister Bruno Le Maire ist nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe aber keine Symptome, teilt er auf Twitter mit. Er werde sich für sieben Tage in Selbstisolation begeben und seinen Pflichten weiter nachkommen.

+++ Als erste deutsche Millionenstadt hat München bei der sogenannten 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner den kritischen Wert überschritten. Er liegt in der bayerischen Landeshauptstadt aktuell bei 50,7.

Verkleidetet Karnevalisten sitzen traurig nebeneinander (picture alliance / Presse-Bild-Poss / Uta Poss)Trauriger Spaßmacher (picture alliance / Presse-Bild-Poss / Uta Poss)

+++ Schlechte Nachrichten für die Jecken in Nordrhein-Westfalen: Auf den traditionellen Straßen-, Sitzungs- und Kneipenkarneval müsse man in diesem Jahr weitgehend verzichten, hieß es nach Beratungen der Karnevalsverbände mit der Landesregierung in Düsseldorf. Das Landeskabinett in Düsseldorf wird am Mittwoch beraten.

+++ Mit Blick auf die Corona-Krise will Finanzminister Scholz im Bundeshaushalt 2021 rund 96 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. Das wurde aus seinem Ministerium bekannt. Demnach soll die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse auch im kommenden Jahr ausgesetzt werden.

+++ In Großbritannien wurden 4.322 neue Corona-Fälle registriert, der höchste Wert seit dem 8. Mai.

+++ In Madrid gelten wegen der gestiegenen Infektionszahlen wieder schärfere Restriktionen. So werden in besonders betroffenen Gegenden Parks und öffentliche Plätze gesperrt, es werden Ausgangsbeschränkungen verhängt sowie Obergrenzen für Treffen im Freien.

+++ Hessen hebt die Besuchsbeschränkungen für Alten- und Pflegeheime auf. Es werde keine verbindlichen Vorgaben des Landes zur Dauer und Anzahl der Besuche mehr geben, teilten Staatskanzlei und Sozialministerium in Wiesbaden mit. Die neue Regelung gelte ab dem 29. September. 

+++ Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich nach Angaben von US-Wissenschaftlern weltweit mehr als 30 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Das geht aus Daten der Johns Hopkins Universität in Baltimore hervor. Die Zahl der Todesfälle liegt demnach bei 946.000. Am stärksten betroffen sind nach absoluten Zahlen die USA mit 6,6 Millionen Infektionen. An zweiter Stelle steht Indien. Dort haben sich bisher 5,2 Millonen Menschen infiziert.

+++ Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen 24 Stunden 1.916 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Das waren 278 weniger als am Vortag. Damit sind rechnerisch derzeit etwa 19.700 aktive Infektionsfälle bekannt. Neu gemeldet wurden sieben Todesfälle. Die Zahl der Menschen in Deutschland, deren Tod mit Covid-19 in Verbindung steht, stieg auf 9.378. Insgesamt haben sich in Deutschland damit 267.773 nachweislich infiziert.

+++ Der Bundestag hat in seiner heutigen Sitzung eine Milliarden-Finanzspritze für die deutschen Kliniken sowie eine Prämie für die dortigen Pflegekräfte bewilligt. Die Prämie sollen Mitarbeiter erhalten, die wegen der Corona-Pandemie besonderen Belastungen ausgesetzt waren.

+++ Das New Yorker Brooklyn Museum hat zahlreiche Werke zur Auktion freigegeben, um die Instandhaltung der restlichen Sammlung gewährleisten zu können. "Das ist etwas, was für uns sehr schwer ist", sagte Direktorin Anne Pasternak der New York Times. "Aber es ist das Beste für unsere Institution und die Langlebigkeit und Pflege unserer Sammlungen." Zu den zwölf Werken, die im Oktober beim Auktionshaus Christie's versteigert werden sollen, gehören Stücke von Lucas Cranach dem Älteren und Gustave Courbet.

+++ In Israel tritt ab heute um 13 Uhr MESZ der zweite landesweite Lockdown in Kraft. Die Regierung will damit eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindern. Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen und Ladenschließungen sollen mindestens drei Wochen gelten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Donnerstagabend, angesichts der hohen Infektionszahlen der letzten Tage könnte sogar eine weitere Verschärfung der Maßnahmen notwendig werden. Die Opposition kritisiert den Corona-Kurs der Regierung und den zweiten Lockdown scharf. 

+++ Neuseeland hat zum ersten Mal seit fünf Wochen einen Tag ohne eine Neuinfektion gemeldet. Zudem seien alle Neuinfektionen der jüngsten vier Tage Menschen zuzuordnen, die von Reisen zurückgekehrt sind und sich in Quarantäne befinden. In dem Land gab es bislang rund 1.800 Infektionen, 25 Todesfälle werden mit dem Virus in Verbindung gebracht.

+++ Gegner der Corona-Politik dürfen in Düsseldorf am Sonntag ohne Masken demonstrieren. "Es gibt keine Maskenpflicht", sagte ein Polizeisprecher zur für 12 Uhr geplanten Demonstration, die am Rheinufer im Stadtteil Oberkassel beginnen und dann durch die Innenstadt und zurück führen soll. Rund 10.000 Menschen werden erwartet. Die Veranstaltung wird von regionalen Gruppen der Initiative "Querdenken" getragen, wie aus einem Aufruf im Internet hervorgeht. Die Initiative "Düsseldorf stellt sich quer" rief zu einer Gegenveranstaltung für Sonntagnachmittag um 14 Uhr auf.

+++ Die Corona-Krise hat offenbar für zahlreiche Arbeitnehmer in Deutschland zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf geführt. Von 750 befragten Unternehmen habe jedes zweite (51 Prozent) als Reaktion auf die Pandemie Arbeitszeitregeln eingeführt oder ausgebaut, welche die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern, zitiert das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) aus einer Studie für das Bundesfamilienministerium. Die Untersuchung soll heut offiziell veröffentlicht werden. Zu den neuen oder erweiterten Regelungen gehören demnach individuell vereinbarte Arbeitszeiten, flexible Tages- und Wochenarbeitszeiten sowie Heim- und Telearbeit. 

+++ Nach dem Start des Schuljahres in allen Bundesländern ziehen Lehrervertreter und Bildungsgewerkschaften eine durchwachsene Zwischenbilanz. Dass es unter Corona-Bedingungen bis jetzt so gut funktioniert habe, liege weniger an "vollmundigen Hygieneplänen" der Kultusministerkonferenz und der einzelnen Landesministerien, sondern daran, dass das Infektionsgeschehen in Deutschland derzeit noch überschaubar sei, sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe viel Verunsicherung, sagte Ilka Hoffmann, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Schulleitungen beschwerten sich, dass vieles an ihnen hängenbleibe und der Rückhalt von der Politik fehle. "Es gibt Vorgaben, die zum Teil - etwa wegen baulicher Gegebenheiten - nicht erfüllt werden können."

+++ SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert neue konkrete Pläne zur Organisation des Schulbetriebs. Es müsse sichergestellt werden, dass der Präsenzunterricht an den Schulen weitergehen könne, sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der SPD-Politiker kritisierte, dass es bislang zu wenige Konzepte dafür gebe, wie der Schulbetrieb aufrechterhalten werden solle, sollten die Zahlen der Neuinfektionen weiter steigen und zugleich die bisherigen "Lüftungskonzepte" nicht mehr funktionieren. Er verwies darauf, dass bei den sinkenden Außentemperaturen in den kommenden Monaten die Fenster der Klassenzimmer nicht mehr ständig offen stehen können. Notwendig seien daher entweder Lüftungsanlagen oder Unterrichtskonzepte, um den räumlichen Abstand zwischen Schülern zu gewährleisten, sagte Lauterbach. 

+++ Eine frühere Beraterin von US-Vizepräsident Mike Pence hat schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erhoben. Olivia Troye sagte der "Washington Post", Trumps Reaktion auf die Krise habe eine "völlige Missachtung menschlichen Lebens" gezeigt. Ihm sei es vor allem um die Wirtschaft und um seine Wiederwahl gegangen. 

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