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NiederlandeUnmut über Verkauf von Kunstwerken der Königsfamilie

König Willem-Alexander und Königin Maxima der Niederlande im Palast Nordende in Den Haag.  (picture alliance / dpa / Rpe / Albert Nieboer)
König Willem-Alexander und Königin Maxima der Niederlande im Palast Nordende in Den Haag. (picture alliance / dpa / Rpe / Albert Nieboer)

In den Niederlanden sorgt die geplante Versteigerung von kostbaren Kunstwerken aus der Sammlung der Königsfamilie für Unmut.

Museen und Politiker fürchten, dass Kulturschätze ins Ausland verkauft werden und dem Land damit verloren gehen könnten. Die Regierung in Den Haag lehnt ein Eingreifen indes ab. Dies sei eine Privatangelegenheit der Familie, erklärte Kulturministerin Ingrid van Engelshoven.

Die Oranje-Familie will beim Auktionshaus Sotheby's in London und New York Ende des Monats 13 Zeichnungen alter Meister sowie wertvolles Porzellan und Silber versteigern lassen. Spitzenstück ist eine Zeichnung des flämischen Meisters Peter Paul Rubens (1577-1640), die auf rund drei Millionen Euro geschätzt wird. Die Zeichnung eines nackten Mannes mit erhobenem Arm ist eine Vorstudie zu einem Altarbild für die Kathedrale von Antwerpen.

Museen, Stiftungen und auch Politiker hatten die Familie aufgefordert, die Kunstwerke, die in der Regel nicht öffentlich zu sehen sind, von der Auktion zurückzuziehen und niederländischen Museen zum Kauf anzubieten. Bei einer solchen Auktion hätten die Museen keine Chance, sagte der Direktor des Rotterdamer Kunstmuseums Boijmans Van Beuningen, Sjarel Ex, im TV-Programm Nieuwsuur: "Da sitzen Leute mit den dicksten Geldbörsen in der ersten Reihe, da können wir nicht mithalten."

Das Museum besitzt die größte Rubens-Sammlung der Niederlande. Das Königshaus äußerte sich bislang nicht.