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NiederlandeWilders nennt Moscheen "Nazi-Tempel"

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders spricht am 13.04.2015 auf einer Kundgebung des islamkritischen Pegida-Bündnisses in Dresden. (dpa / picture-alliance / Jan Woitas)
Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders - hier auf einer Pegida-Demontration in Dresden im April 2015. (dpa / picture-alliance / Jan Woitas)

Der niederländische Politiker Geert Wilders hat in einem Fernsehinterview den Koran mit Adolf Hitlers "Mein Kampf" verglichen und Moscheen als "Nazi-Tempel" bezeichnet: "Die islamische Ideologie ist womöglich noch gefährlicher als der Nationalsozialismus." Wilders forderte die Regierungsbeteiligung nach der Parlamentswahl Mitte März. In Umfragen führt seine Partei.

Wilders fordert seit langem, die Zuwanderung aus muslimischen Staaten zu stoppen, den Koran zu verbieten und Moscheen in den Niederlanden zu schließen. Im Sender WNL sagte er nun zur Begründung, er halte die islamische Ideologie für womöglich gefährlicher als den Nationalsozialismus. Der Vorsitzende der "Partei für die Freiheit" (PVV) bezeichnete Moscheen als "Nazi-Tempel" und verglich den Koran mit Adolf Hitlers "Mein Kampf". "Wir tun unserem Rechtsstaat einen Gefallen, wenn wir das nicht mehr zulassen", sagte er. 

Wilders fordert Regierungsbeteiligung

Zugleich bekräftigte Wilders den Machtanspruch seiner Partei, die bei der Parlamentswahl Umfragen zufolge auf rund 20 Prozent kommen und damit stärkste Kraft werden könnte. Für diesen Fall forderte der 53-Jährige eine Beteiligung an der Regierung: "Die Menschen werden es nicht akzeptieren, wenn sie einfach millionenfach beiseite gestellt werden."

Die anderen niederländischen Parteien lehnen es jedoch ab, mit der PVV zu koalieren, die auch einen Austritt der Niederlande aus der Europäischen Union und die Wiedereinführung der Grenzkontrollen verlangt. Ministerpräsident Mark Rutte erneuerte diese Haltung heute auf Twitter. "Null Prozent, Geert. Null Prozent. Das wird nicht passieren", schrieb Rutte.

(am/kis)

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