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Nord Stream 2Deutschland und USA wollen Streit über Gaspipeline beilegen

Außenminister Maas und sein amerikanischer Kollege Blinken stehen auf einer Pressekonferenz jeweils hinter einem Rednerpult. Zwischen ihnen die amerikanische, die EU-, und die deutsche Fahne. (Pool AFP/John Macdougall)
Außenminister Maas und sein amerikanischer Kollege Blinken. (Pool AFP/John Macdougall)

Der Konflikt mit den USA über die Gaspipeline Nord Stream 2 soll nach Vorstellung der Bundesregierung bis August gelöst werden.

Das kündigte Außenminister Maas nach einem Treffen mit seinem amerikanischen Kollegen Blinken in Berlin an. Es werde eine Lösung gesucht, die auch für die US-Seite akzeptabel sei. Maas verwies darauf, dass die Bundeskanzlerin Mitte Juli nach Washington reise. Zudem werde sich der US-Kongress im August mit möglichen Sanktionen beschäftigen.

US-Außenminister Blinken betonte, die Vereinigten Staaten wollten sicherstellen, dass Russland Energie nicht als Druckmittel gegen die EU oder die Ukraine einsetze. Es seien - so wörtlich - "sehr konkrete und belastbare Maßnahmen" notwendig, um sicherzustellen, dass dies nicht geschehe. Die amerikanische Regierung sei entschlossen, dafür zu sorgen, eine schwierige Situation in etwas Positives umzuwandeln und Europas Energiesicherheit zu stärken.

Sowohl Blinken als auch Maas nehmen an der internationalen Libyen-Konferenz teil, die auf Einladung der Bundesregierung in Berlin stattfindet. Zum Auftakt forderte Maas ein Ende der ausländischen Einmischung in dem nordafrikanischen Krisenstaat.

Diese Nachricht wurde am 23.06.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.