Die Nachrichten
Die Nachrichten

Nord Stream 2Medienbericht: Chef des Umweltbundesamts spricht von "Dinosaurier unter den Energieprojekten"

Rohren für den Bau der Erdgaspipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland werden im Hafen Mukran auf der Insel Rügen gelagert.  (dpa / Stefan Sauer)
Rohren für den Bau der Erdgaspipeline Nord Stream 2 (dpa / Stefan Sauer)

Der Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 steht weiter in der Kritik.

Der Präsident des Umweltbundesamts, Messner, hält das Projekt für nicht zeitgemäß. Er sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, Nord Stream 2 könne zu so etwas wie einem Dinosaurier unter den Energieprojekten werden. Bis 2045 wolle Deutschland keine Emissionen mehr produzieren. Von einer neuen Bundesregierung forderte er ehrgeizige Ziele beim Klimaschutz. Vor allem das Energiesystem, das Mobilitätssystem, Städte, Industrie, Landwirtschaft und Konsum müssten reformiert werden.

Bei der Windenergie an Land brauche es mindestens eine Verdreifachung und bei der Photovoltaik mindestens eine Verdopplung des jährlichen Ausbaus. Im Verkehrsbereich müsse elektrifiziert und die Zahl der Automobile insgesamt reduziert werden. Zudem gehe es auch im Bereich der klimatauglichen Gebäudesanierung zu langsam voran.

Diese Nachricht wurde am 02.08.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.