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Nord Stream 2Röttgen lobt Einigung - kritisiert aber Pipeline

Norbert Röttgen spricht beim digitalen Bundesparteitag der CDU.  (picture alliance/dpa | Michael Kappeler)
Norbert Röttgen (picture alliance/dpa | Michael Kappeler)

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Röttgen, hält die Einigung mit den USA im Streit um die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 für richtig.

Der CDU-Politiker sagte im Deutschlandfunk, das zeige, dass Washington die deutsch-amerikanischen Beziehungen wichtiger seien als die Pipeline. Das Projekt sei aber nach wie vor falsch. Die Pipeline sei eine politische Waffe in der Hand des russischen Präsidenten Putin und eine Bedrohung für die Eigenständigkeit der Ukraine. Daher müssten die Bundesregierung und die USA Kiew wirkungsvoll unterstützen.

Die fast fertiggestellte Ostsee-Pipeline soll russisches Gas direkt nach Deutschland bringen, unter Umgehung der Ukraine. Die USA hatten Nord Stream 2 seit Jahren kritisiert, wollen nun aber auf weitere Strafmaßnahmen verzichten. In der gemeinsamen Erklärung wird Russland davor gewarnt, Energie als politische Waffe zu nutzen. Andernfalls werde sich Deutschland für Sanktionen einsetzen.

Der russische Botschafter in den USA, Antonow, erklärte in Washington, die deutsch-amerikanische Erklärung zu dem Projekt enthalte politische Angriffe gegen sein Land.

Diese Nachricht wurde am 22.07.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.