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NordirakMassengrab von jesidischen IS-Opfern geöffnet

Die nordirakische Stadt Sindschar ist unter Kontrolle der Terrormiliz IS. (afp/Hamed)
Die nordirakische Stadt Sindschar (afp/Hamed)

Im Norden des Irak ist erstmals ein Massengrab mit jesidischen Opfern der IS-Miliz geöffnet worden.

An der Zeremonie in dem Ort Kodscho in der Region Sindschar nahm auch die jesidische Friedensnobelpreisträgerin Murad teil. Im August 2014 waren in Kodscho womöglich hunderte Männer und Frauen von IS-Milizen ermordet worden. Mehr als 700 Frauen und Kinder wurden entführt, unter ihnen auch Murad.

In den vom IS kontrollierten Gebieten im Irak werden mehr als 200 Massengräber mit bis zu 12.000 Toten vermutet. Die UNO prüft derzeit, ob die Massaker an den Jesiden einen Völkermord darstellen.