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NordseeGeburtenrekord bei Helgoländer Kegelrobben

Gähnende Kegelrobbe auf Helgoländer Düne (PA/dpa/Hinrich Bäsemann)
Kegelrobben - die größten Raubtiere an der Wattenmeerküste (PA/dpa/Hinrich Bäsemann)

Der Bestand der Kegelrobben auf der Nordseeinsel Helgoland wächst weiter.

Wie der Verein Jordsand mitteilte, wurden in der aktuellen Wurfsaison bis Anfang Januar 652 Jungtiere geboren - eine Steigerung von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Verein betreut die Kegelrobben-Population gemeinsam mit der Gemeinde. In der aktuellen Saison setzt sich damit ein positiver Trend fort. Seit der ersten erfassten Kegelrobbengeburt auf der Helgoländer Düne im Winter 1996/97 stieg die Geburtenzahl von Jahr zu Jahr an.

Um die Tiere vor Störungen zu schützen, wurden die Helgoländer Strände temporär geschlossen. So sollen auch Angriffe auf Besucher durch Muttertiere oder Bullen verhindert werden.

Die Kegelrobbe gilt als Deutschlands größtes freilebendes Raubtier. Lange Zeit war die Art in der Nordsee von Ausrottung bedroht, weil sie als Konkurrenz zur Fischindustrie angesehen und deshalb gejagt wurde.