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NordseePottwalstrandungen bleiben rätselhaft

Ein Bagger zieht am 14.01.2016 auf dem Strand von Wangerooge (Niedersachsen) einen verendeten Pottwal Richtung Meer. Auf der Nordseeinsel haben die Vorbereitungsarbeiten für den Abtransport der beiden gefunden toten Pottwale begonnen. (picture alliance / dpa / Peter Kuchenbuch-Hanken)
Ein Bagger zieht am 14.01.2016 auf dem Strand von Wangerooge (Niedersachsen) einen verendeten Pottwal Richtung Meer. (picture alliance / dpa / Peter Kuchenbuch-Hanken)

Warum im Frühjahr 2016 an der Nordseeküste 30 Pottwale gestrandet sind, wird wohl nicht mehr eindeutig geklärt werden können.

Forscher haben fast alle der gestrandeten Wale untersucht. Sie waren junge Männchen im Alter von zehn bis 16 Jahren. Abgesehen davon konnten die Wissenschaftler keine Muster entdecken - und auch keinen eindeutigen Grund, warum die Tiere gestrandet waren. Sie waren nicht krank oder geschwächt und sie waren auch nicht in Fischernetze verheddert oder mit Schiffen zusammengestoßen. Neun der Wale hatten Plastik im Magen, aber keine tödliche Menge. Auch Umweltereignisse wie Seebeben oder giftige Algenblüten schließen die Forscher als Erklärung für die Strandung aus.

Die Wissenschaftler schreiben im Fachmagazin PLOS One, dass Pottwale in der Nordsee aufgrund der geringen Wassertiefe schlecht navigieren können. Auch finden sie dort keine Tintenfische, ihr bevorzugtes Futter. Die Biologen gehen nun davon aus, dass eine Kombination vieler Faktoren die Pottwale zum Stranden gebracht hat.