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NordsyrienTürkei setzt Luftwaffe und Bodentruppen ein

Rauch steigt nach einer türkischen Militäroffensive gegen kurdische Milizen in Nordsyrien auf. (Lefteris Pitarakis/AP/dpa)
Rauch steigt nach einer türkischen Militäroffensive gegen kurdische Milizen in Nordsyrien auf. (Lefteris Pitarakis/AP/dpa)

Die Türkei hat ihre angekündigte Militäroffensive im Norden Syriens begonnen.

Zunächst griff die Luftwaffe mutmaßliche kurdische Stellungen in mehreren Orten auf der syrischen Seite an. Am Abend begann die Türkei zudem, mit Bodentruppen auf syrisches Gebiet vorzudringen. Die kurdische YPG-Miliz erklärte, Menschen flöhen in Panik aus den Orten. Es gebe bereits zivile Opfer.

Präsident Erdogan schrieb auf Twitter, man wolle in Nordsyrien einen Sicherheitskorridor schaffen, um die Rückkehr syrischer Flüchtlinge aus der Türkei zu erleichtern. EU-Kommissionspräsident Juncker forderte den sofortigen Stopp der Militäroffensive. Bundesaußenminister Maas verurteilte die Operation "auf das Schärfste". Auf Antrag Frankreichs gibt es morgen eine Sondersitzung des UNO-Sicherheitsrates zu dem Thema. Nato-Generalsekretär Stoltenberg rief Ankara auf, bei der Offensive mit dem nötigen Maß an Zurückhaltung vorzugehen. Zugleich verwies er auf legitime Sicherheitsinteressen des Nato-Mitglieds Türkei.