Mittwoch, 16.10.2019
 
Seit 13:35 Uhr Wirtschaft am Mittag
StartseiteVerbrauchertippGute Geräte für unter 1.000 Euro30.09.2019

Notebooks Gute Geräte für unter 1.000 Euro

Schlank und kompakt oder mit Touchscreen wie bei einem Tablet? Wer ein neues Notebook kaufen möchte, hat die Qual der Wahl. Ultrabooks oder Convertibles machen dem klassischen Notebook inzwischen Konkurrenz. Die von Stiftung Warentest verglichenen Geräte schnitten mindestens mit "befriedigend" ab.

Von Dieter Nürnberger

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Frau arbeitet an Laptop (imago images / Westend61)
Laut Stiftung Warentest liegen die Hauptunterschiede bei Display und Akkuleistung (imago images / Westend61)
Mehr zum Thema

Diebstahl und Datenschutz Wie man Laptop und Smartphone im Urlaub am besten schützt

Jaeger-Erben (TU Berlin) "Produkte werden auch immer weniger repariert"

Altes Betriebssystem Auf das Ende von Windows 7 vorbereiten

Maximal 1.000 Euro - mehr durfte keines der untersuchten Notebooks kosten. 16 Notebooks mit dem Betriebssystem "Windows 10" und den Bilddiagonalen 15, 6 bzw. 17,3 Zoll erfüllten diese Voraussetzung und wurden getestet. Keine Gesamtbewertung war schlechter als befriedigend, die meisten sogar gut. Es gehe nicht mehr so sehr um einen Leistungswahn bei den Rechnern, sagt Warentester Christian van de Sand, sondern um eine gut gemachte Modellpflege:

"Das heißt, wenn man eine gewisse Mindestausstattung kauft, dann kann man nicht so wahnsinnig viel verkehrt machen. Ein positiver Trend des vergangenen Jahres ist vor allem, dass auch in günstigeren Geräteklassen moderne SSD-Speicher eingezogen sind. Eine andere positive Entwicklung ist, dass sich insgesamt die Prozessoren energieeffizienter entwickeln. Konkret: Die Akkulaufzeiten steigen - für den Verbraucher sicherlich eine gute Nachricht."

"Intel"-Prozessor bekommt Konkurrenz

Das Kürzel SSD steht für "Solid State Drive". Ein elektronisches Speichermedium, welches die klassische rotierende Festplatte inzwischen weitgehend abgelöst hat. Auch im vergleichsweise günstigen Preissegment.

"Das hat den großen Vorteil, dass dieser Speicher vom Rechner schneller ausgelesen werden kann. Und er ist auch nicht so anfällig: Wenn beispielsweise ein Notebook mal herunterfällt, dann würde eine klassische Festplatte - besonders, wenn sie in diesem Moment in Betrieb ist - sehr wahrscheinlich kaputt gehen. Bei SSD ist das nicht so, die ist nicht ganz so anfällig. Das war in den vergangenen Jahren allerdings auch noch relativ teuer, die Preise sinken nun aber, weil sie inzwischen flächendeckender eingesetzt werden."

Beim wichtigsten Element eines Rechners - dem Prozessor - setzten die Hersteller bislang meist auf einen "Intel"-Prozessor, nun arbeiten fünf Modelle in dieser Untersuchung mit einem Steuerungselement des Herstellers "AMD". Die jeweilige Rechenleistung ist vergleichbar, allerdings schwächelten die Notebooks mit AMD-Prozessoren etwas bei der Akkulaufzeit.

Neue Anschlüsse beachten

Wer sich ein neues Notebook zulegt, sollte natürlich auf zukunftssichere Anschlüsse achten. Die Stiftung Warentest sieht hier vor allem den neuen USB-3-Standard als wichtig an. Christian van de Sand:

"Das ist der aktuellste und neueste USB-Standard, den es gibt. Ich kann beispielsweise meine Monitorausgabe über den USB-Anschluss dann regeln. Sonst brauchte ich dafür immer einen HDMI-Anschluss. Etwa um den Rechner an einen Fernseher oder auch Beamer anzuschließen. Man kann auch über den USB-Stecker zum Beispiel laden. Was dann ein Vorteil ist, wenn ich mehrere Geräte habe und nur ein Netzteil brauche, weil der Stecker für alle gleich ist."

Kaum Unterschiede bei gängigen Funktionen

Bei den gängigen Funktionen wie Internetsurfen, Mail- und Büroanwendungen sowie Video- und 3D-Spiele schnitten alle 16 Testmodelle mindestens gut ab. Die Hauptunterschiede betrafen das Display und die Akkuleistung. Bei den kleineren, den 15,6-Zoll-Modellen, gab es folgende Testsieger:    

"Der kommt von "HP" - Pavilion 15 cs 2013ng". Kosten: 845 Euro. Ist in dieser Größenklasse somit schon recht teuer. Es gibt bei den 15,6-Zollern aber auch eine Preis-Leistungs-Empfehlung: Und zwar das Notebook "Medion Akoya S6445" für knapp unter 600 Euro. Es ist kaum schlechter als der Testsieger von "HP".

Bei den größeren Modellen, den 17-Zollern, lag das Modell "HP Envy" für 1.000 Euro vorn. Gefolgt vom "Acer Aspire 5" und dem "VivoBook" von "Asus" für knapp 800 beziehungsweise 900 Euro.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk