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StartseiteWirtschaft am MittagSituation der Krisenstaaten im Blick26.05.2014

Notenbanktagung der EZB Situation der Krisenstaaten im Blick

Von der Notenbankkonferenz der Europäischen Zentralbank in Portugal erwarten Marktbeobachter Hinweise, ob die EZB nochmals an der Zinsschraube drehen wird. Je nach Entwicklung von Inflation und Preisen werde man den Anleihekauf erweitern, sagte EZB-Chef Draghi in seiner Eröffnungsrede.

Von Tilo Wagner

EZB-Präsident Mario Draghi (dpa / picture-alliance / Frank Rumpenhorst)
Das Problem sei, so EZB-Chef Draghi, dass in den Euro-Krisenländern wie Spanien oder Portugal die Verschuldung der Firmen immer noch sehr hoch sei und den wirtschaftlichen Aufschwung ausbremsen könne. (dpa / picture-alliance / Frank Rumpenhorst)

Der Präsident der Europäischen Zentralbank Mario Draghi will die Gefahr von weiter sinkenden Preisen in der Eurozone eingrenzen. Beim EZB-Forum in Portugal sagte der europäischen Notenbankchef:

"Wir erwarten, dass die niedrige Inflation andauern wird, aber schrittweise auf einen Wert von knapp zwei Prozent wieder ansteigt. Es ist unsere Aufgabe, die Risiken der gegenwärtigen Situation einzuschätzen und bereit zu sein, im richtigen Moment die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen."

Draghi hob in seiner Eröffnungsrede hervor, dass die Unternehmen und Haushalte in der Eurozone insgesamt wesentlich stabiler dastehen würden als vor der Finanzkrise:

"Die Zinsbelastung der Kredite von Unternehmen und Haushalten ist von 22 Prozent im Jahr 2008 auf zwölf Prozent im vergangenen Jahr zurückgegangen. Das heißt, die Unternehmen stehen heute wesentlich robuster da, um die Gefahren einer niedrigen Inflation abzuwehren."

Das Problem sei jedoch, so Draghi, dass insbesondere in den Euro-Krisenländern wie Spanien oder Portugal die Verschuldung der Firmen immer noch sehr hoch sei und den wirtschaftlichen Aufschwung ausbremsen könne. Draghi betonte deshalb, dass die EZB auf die unterschiedliche Situation in den Staaten der Eurozone achten werde:

"Wenn die Inflation oder die Erwartungen über die Preisentwicklung zu niedrig sind und von unseren Prognosen abweichen, müssen wir zu expansiveren Mittel greifen und den Kauf von Anleihen durch die Zentralbank erweitern."

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