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NRWAufräumarbeiten nach Unwetter dauern an

Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Gelsenkirchen beseitigen am 10.06.2014 auf der A43 in Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen) entwurzelte Bäume. (picture alliance / dpa / Marcel Kusch)
Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Gelsenkirchen beseitigen auf der A43 in Recklinghausen entwurzelte Bäume. (picture alliance / dpa / Marcel Kusch)

Die Folgen des schweren Unwetters am Montagabend in Nordrhein-Westfalen sind noch immer deutlich zu spüren: Zahlreich Bahnstrecken sind weiterhin nicht passierbar, in vielen Städten fällt der Schulunterricht aus - und der Deutsche Wetterdienst warnt weiter vor Gewittern.

"Am Morgen und tagsüber sind erneut örtlich starke Gewitter mit Hagel und Sturmböen möglich", so der Wetterdienst. "Im Tagesverlauf nimmt die Wahrscheinlichkeit für Unwetter von Nordwesten her ab." 

Unterdessen arbeiten die Einsatzkräfte mit Hochdruck daran, die Schäden des ersten Unwetters zu beseitigen. Diese sind so umfangreich, dass es sowohl auf Straßen als auch Schienen weiter zu starken Beeinträchtigungen kommt. Am Morgen meldete der WDR 250 Kilometer Stau in Nordrhein-Westfalen. Im Bahnverkehr sorgen beschädigte Oberleitungen für zahlreiche Streckensperrungen und Verspätungen. So fahren nach Angaben der Deutschen Bahn nach wie vor keine Züge auf einigen Hauptstrecken, etwa durch das Ruhrgebiet oder zwischen Köln und dem Ruhrgebiet. Auch Fernverkehrszüge müssen deswegen umgeleitet werden oder fallen ganz aus.

Warnung vor Betreten der Wälder

In der Landeshauptstadt Düsseldorf wird die Straßenbahn wohl für mehrere Tage nicht planmäßig fahren können. An zahlreichen Schulen, vor allem im Ruhrgebiet, fällt am Mittwoch und teilweise auch am Donnerstag der Unterricht aus. Wegen der Gefahr durch herabstürzende Äste warnen die Behörden vor dem Betreten von Wäldern. Eine schnelle Normalisierung ist nicht zu erwarten: Die Essener Feuerwehr etwa fürchtet, dass es noch Monate dauern wird, bis alle Aufräumarbeiten beendet sind, .

In einigen Regionen Deutschlands sorgten neue Unwetter für weitere Sachschäden: In Hessen und Niedersachsen gab es nach Regenfällen Überschwemmungen. In Göttingen wurden Bahnunterführungen und zahlreiche Keller überflutet. In Kassel fiel teilweise der Strom aus; Patienten eines Krankenhauses mussten verlegt werden, weil Wasser in die Klinik eingedrungen war. Im Sauerland ergoss sich Wasser in ein Schulzentrum, nachdem Hagelkörner Dachfenster zerstört hatten. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen nicht.

(swe/dk)

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