Die Nachrichten
Die Nachrichten

NS-RaubkunstWeiteres Werk aus Gurlitt-Kunstfund zurückgegeben

Ein Journalist macht im Kunstmuseum Bern zur Ausstellung "Bestandsaufnahme Gurlitt. Entartete Kunst - beschlagnahmt und verkauft" ein Foto. (dpa/Klaunzer/KEYSTONE/)
Gurlitt- Fundus als NS-Raubkunst (dpa/Klaunzer/KEYSTONE/)

Mit der Zeichnung "Das Klavierspiel" von Carl Spitzweg ist ein weiteres Raubkunst-Werk aus dem Kunstfund Gurlitt zurückgegeben worden.

Es war das 14. und vorerst letzte Werk aus der Sammlung, das restituiert wurde. Wie Kulturstaatsministerin Grütters in Berlin mitteilte, wurde das Werk auf Wunsch der Erben des ehemaligen Eigentümers Henri Hinrichsen an das Auktionshaus Christie's übergeben.

"Das Klavierspiel" war 1939 bei dem jüdischen Musikverleger Hinrichsen von NS-Behörden beschlagnahmt worden. 1940 erwarb der Kunstsammler Hildebrand Gurlitt das Werk, der Kaufpreis wurde auf ein Sperrkonto eingezahlt. 1942 wurde Hinrichsen im Konzentrationslager Auschwitz ermordet.

Erst 2012 entdeckten Ermittler nach einer zufälligen Kontrolle bei Gurlitts Sohn Cornelius in dessen Münchner Wohnung das verschollene Kunstwerk. Insgesamt befanden sich bei diesem über 1.500 Kunstwerke, darunter eine Reihe Meisterwerke. Der Fund sorgte damals weltweit für Beachtung.