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"NSU 2.0"Zwei vorläufige Festnahmen im Zusammenhang mit Drohmails

Der Eingang mit einem Schriftzug Staatsanwaltschaft Frankfurm am Main. Darüber das Wappen von Hessen, der springende Drache. (imago/Ralf Peters)
Der Eingang zur Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main (imago/Ralf Peters)

In der Affäre um rechtsextreme Drohmails mit dem Kürzel "NSU 2.0" haben die Ermittler zwei Personen vorübergehend festgenommen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit. Demnach handelt es sich um einen ehemaligen Polizisten aus Bayern und seine Ehefrau.

Die beiden wurden am vergangenen Freitag vorläufig festgenommen und später wieder auf freien Fuß gesetzt, weil die Voraussetzungen für einen Haftbefehl nicht vorgelegen hätten. Die Ermittlungen laufen weiter.

Laut Staatsanwaltschaft wird das Ehepaar verdächtigt, mehrere E-Mails mit beleidigenden, volksverhetzenden und bedrohenden Inhalten an Bundestagsabgeordnete und andere Adressaten verschickt zu haben. Die Auswertung der Datenträger dauert an. Darum gibt es noch keine Aussagen darüber, ob der ehemalige Polizeibeamte aus Bayern Verbindungen zu den Revieren in Frankfurt und Wiesbaden hatte, von denen aus persönliche Daten über Empfängerinnen und Empfänger der Drohmails abgefragt wurden.

Den Ermittlern des hessischen Landeskriminalamts liegen bislang Informationen über 69 rechtsextreme Drohschreiben vor, die mit der Unterschrift "NSU 2.0" versendet wurden.