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ObersalzbergÄrger über möglichen Verkauf von Hitlers Anwesen

Das Hotel "Zum Türken" am Obersalzberg (Peter Kneffel/dpa)
Das Hotel "Zum Türken" am Obersalzberg (Peter Kneffel/dpa)

Auf dem Obersalzberg steht ein Hotel zum Verkauf, das an Adolf Hitlers früheres Anwesen "Berghof" grenzt.

Die Immobilie wird zusammen mit den noch immer intakten Bunkeranlagen verkauft. Karl Freller (CSU), Vizepräsident des Bayerischen Landtages und Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, äußerte laut Donaukurier die Befürchtung, dass Rechtsextreme das Anwesen kaufen und den Ort missbrauchen könnten. "Ich sehe das Risiko, dass es in falsche Hände gerät. Deshalb halte ich es für geboten, dass der Freistaat sich das Anwesen sichert", sagt Freller. "Es darf keine Wallfahrtsstätte auf dem Obersalzberg entstehen."

Allerdings haben laut der Zeitung weder der Freistaat noch die Kommune ein Vorkaufsrecht. Das Blatt zitiert den Landesverfassungsschutz, nach dessen Angaben seien Kaufabsichten aus genannten Kreisen bislang nicht bekannt. Als Preis wird bislang eine Summe von 3,65 Millionen Euro aufgerufen.

Wachmannschaften, SS, Gestapo und Reichssicherheitsdienst waren in dem Hotel untergebracht. Der einstige "Berghof" Hitlers wurde durch Luftangriffe der Alliierten schwer beschädigt, 1952 ließ der Freistaat Bayern das Gebäude sprengen - das Hotel aber hatte Bestand. Das Hotel wirbt mit Bunkerbesuchen als "direkte Konfrontation mit der deutschen Geschichte." Die Besitzer sprechen auf der Internetseite in einem historischen Beitrag von einer "geografisch bedingten" Bombardierung 1945.