Dienstag, 29. November 2022

London
Oberstes Gericht entscheidet über schottisches Unabhängigkeitsreferendum

Der Oberste Gerichtshof Großbritanniens gibt heute seine Entscheidung bekannt, ob Schottland auch ohne Zustimmung der Regierung in London ein zweites Unabhängigkeitsreferendum abhalten darf.

23.11.2022

    Auf einem Stein steht mit weißer Farbe geschrieben "Scotland". Dahinter weht eine schottische Fahne.
    Schon 2014 hat es ein Unabhängigkeitsreferendum in Schottland gegeben. (picture alliance / Zoonar / Roy Henderson)
    Die schottische Regierungschefin Sturgeon plant eine solche Volksabstimmung für Oktober kommenden Jahres. Die britische Zentralregierung lehnt dies ab und verweigert ihre Zustimmung.
    Die Schotten hatten bereits 2014 über einen Austritt aus dem seit drei Jahrhunderten bestehenden gemeinsamen Königreich mit England und Wales abgestimmt. Damals setzten sich die Befürworter eines Verbleibs mit 55 zu 45 Prozent der Stimmen durch. Sturgeon begründet den Wunsch nach einer erneuten Volksabstimmung mit dem Ausgang des Brexit-Referendums im Jahr 2016: Damals hatte eine deutliche Mehrheit der Schotten gegen den inzwischen erfolgten Austritt Großbritanniens aus der EU gestimmt. Dies hat nach Sturgeons Überzeugung die Ausgangslage verändert.
    Diese Nachricht wurde am 23.11.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.