Montag, 16.09.2019
 
Seit 18:00 Uhr Nachrichten
StartseiteHistorische AufnahmenGrenzgänger zwischen den Spieltraditionen30.08.2018

Oboist André LardrotGrenzgänger zwischen den Spieltraditionen

"Ich habe nie einen Impresario gehabt, die Angebote kamen einfach auf mich zu", bemerkt André Lardrot im Rückblick auf seine glanzvolle Oboisten-Karriere. Sie führte ihn vornehmlich in die Orchester der deutschsprachigen Nachbarländer. Geschätzt wurde er vor allem für seinen farbenreichen, singenden Ton.

Von Bernd Heyder

Der Oboist André Lardrot (Schwarz-Weiss-Foto)
Der Oboist André Lardrot (Privat-Foto)

Eher zufällig fand der Franzose André Lardrot zu seinem Instrument. Ein angehender Oboenlehrer aus dem Bekanntenkreis suchte gerade einen ersten Schüler.

Nach dem Abschluss am Pariser Conservatoire führte der berufliche Weg Lardrot ins deutschsprachige Ausland. Nach Salzburg und Berlin berief man ihn als Solo-Oboisten, seine Lebensstellung fand er dann beim Schweizer Radio-Orchester.

Nach ersten Dozenturen in Essen und Salzburg prägte er auch für mehr als zwei Jahrzehnte den Oboisten-Nachwuchs an der Musikakademie der Stadt Basel.

Lardrots glanzvolle Interpreten-Karriere, die ihn als Gast-Solisten durch ganz Europa und immer wieder auch nach Amerika brachte, ist in so mancher Rundfunk- und Schallplattenaufnahme dokumentiert. Dass sich die namhaftesten Dirigenten um ihn rissen, kann man verstehen, wenn man seinen in vielfältigen Farbnuancen singenden Oboen-Ton hört, in dem sich französische und deutsch-österreichische Spieltraditionen verbinden.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk