Die Nachrichten
Die Nachrichten

Öffentlich-rechtliche MedienARD-Vorsitzender Buhrow fordert mehr Meinungsvielfalt

Der ARD-Vorsitzende und WDR-Intendant Tom Buhrow (dpa/ Oliver Berg)
Der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow fordert, dass sich die ARD immer wieder hinterfragt. (dpa/ Oliver Berg)

Der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow hat sich selbstkritisch zur Meinungsvielfalt im öffentlich-rechtlichen Rundfunk geäußert.

In einem Gastbeitrag in der "Zeit" schreibt er, die Gesellschaft brauche mehr kontroverse, unbequeme Meinungen und robuste und freie Kommunikationsräume. "Gerade die ARD und der öffentlich-rechtliche Rundfunk insgesamt können diese Räume anbieten", betont Buhrow. Die ARD wolle die Menschen mit ihren Inhalten befähigen und nicht belehren. Dafür müssten sich die Mitarbeitenden immer wieder hinterfragen und unvoreingenommen sein. Zudem müssten die Sender in alle Richtungen divers sein. Die Lebenswirklichkeit von vielen studierten Redakteurinnen und Redakteuren, die dazu noch häufig in Großstädten leben, dürfe nicht der alleinige Maßstab sein, so Buhrow.

Er beklagt in seinem Artikel eine starke Polarisierung in der Gesellschaft. Einige Medien flankierten diese publizistisch. Ein Beispiel dafür sei die Diskussion um die Erhöhung des Rundfunkbeitrages, in der der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Zielscheibe billiger Polemik geworden sei.

Diese Nachricht wurde am 14.10.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.