Montag, 26. September 2022

Rundfunkkommission der Länder
Öffentlich-rechtliche Sender sollen Bericht vorlegen

Die Bundesländer fordern mit Blick auf gegen ARD-Sender erhobene Vorwürfe einen Bericht der öffentlich-rechtlichen Anstalten.

23.09.2022

    Logo von ARD, ZDF und Deutschlandradio
    Die Länder wollten die Maßgaben mit den Intendanten von ARD, ZDF und Deutschlandradio zeitnah diskutieren. (ARD / ZDF / Deutschlandradio)
    Die Koordinatorin der Rundfunkkommission der Länder, Raab, sagte der Deutschen Presse-Agentur nach einer Sitzung, die Häuser sollten deutlich machen, wie sie ihr Verwaltungshandeln und ihre Transparenzvorschriften anpassten. Die SPD-Politikerin, die auch rheinland-pfälzische Medienstaatssekretärin ist, verlangte die Schaffung einheitlicher und hoher Standards bezüglich der Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien. Die Länder wollten die Maßgaben mit den Intendanten von ARD, ZDF und Deutschlandradio zeitnah diskutieren, erklärte Raab.
    Beim Rundfunk Berlin-Brandenburg etwa gibt es Vorwürfe der Vetternwirtschaft gegen die fristlos entlassene Intendantin Schlesinger, die diese zurückweist. Beim Norddeutschen Rundfunk werden Anschuldigungen der politischen Einflußnahme auf Redaktionen derzeit von einer Wirtschaftskanzlei geprüft. Vorwürfe der Begünstigung von Familienmitgliedern durch Funkhaus-Verantwortliche sieht der NDR als widerlegt an.
    Diese Nachricht wurde am 23.09.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.