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Öffentlich-rechtlicher RundfunkChef der Staatskanzlei in Schleswig-Holstein: Unterhaltung gehört zum Programmauftrag

Dirk Schrödter (CDU) im Plenarsaal (picture alliance/dpa | Christian Charisius)
Dirk Schrödter (CDU) - als Leiter der schleswig-holsteinischen Staatskanzlei mitverantwortlich für die Medienpolitik der Länder - Archivbild (picture alliance/dpa | Christian Charisius)

In der Diskussion über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat der Leiter der schleswig-holsteinischen Staatskanzlei, Schrödter, erklärt, dass auch künftig die Unterhaltung zum Programmauftrag gehören sollte.

Mit Blick auf die geplante Änderung des Medienstaatsvertrags sagte Schrödter im Deutschlandfunk, man wolle den Markenkern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks stärken. Neben Information, Bildung, Kultur gehöre dazu auch die Unterhaltung. Als Ergebnis könne dies weniger Fußball bedeuten, räumte Schrödter ein. Er betonte, der Entwurf für den Staatsvertrag sei keine Entschlackung, sondern die Möglichkeit, das Programm zu flexibilisieren. Dies sei auch eine Reaktion auf ein verändertes Mediennutzungsverhalten - vom Linearen zum digitalen Abruf. Schrödter stellte zudem klar, dass eine Abschaffung von Programmen nicht geplant sei, sondern die Erreichbarkeit für Nutzer zu erhöhen. Dabei müsse man auch die Kosten im Blick haben.

Die Bundesländer planen, den Auftrag und die Struktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu reformieren. Im Oktober will die Rundfunkkommission der Länder einen Staatsvertragsentwurf vorlegen, der zuvor mit ARD, ZDF und Deutschlandradio erörtert werden soll. Langfristiges Ziel ist die Novelle des Medienstaatsvertrags 2023.

Diese Nachricht wurde am 11.06.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.