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Öffentlicher DienstKommunale Arbeitgeber zeigen Kompromissbereitschaft

Ulrich Mädge gestikuliert bei einer Ansprache. (dpa / Philipp Schulze)
Ulrich Mädge ist Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände. (Archivbild vom 09.04.2015) (dpa / Philipp Schulze)

Vor der womöglich entscheidenden Tarifrunde des Öffentlichen Dienstes haben die kommunalen Arbeitgeber Kompromissbereitschaft signalisiert.

Der Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände, Mädge, sagte im Deutschlandfunk, dass es bei ihrem Angebot deutliche Nachbesserungen gegeben habe. Demnach soll das Pflegepersonal auf Intensivstationen mindestens acht Prozent mehr bekommen. Mit Blick auf die coronabedingt schwierige wirtschaftliche Situation müssten die Gewerkschaften realistischere Forderungen stellen, betonte Mädge. Der neue Tarifvertrag müsse für die Arbeitgeber finanziell verkraftbar sein. Es bringe nichts, wenn kommunale Häuser wegen Zahlungsunfähigkeit privatisiert werden müssten.

Arbeitgeber und Gewerkschaften kommen heute in Potsdam zu ihrer dritten Tarifverhandlungs-Runde zusammen. Die Arbeitgeber hatten in der vergangenen Woche insgesamt 3,5 Prozent mehr Geld in den nächsten drei Jahren angeboten. Verdi fordert bei einer einjährigen Laufzeit 4,8 Prozent mehr, mindestens aber 150 Euro im Monat.

Diese Nachricht wurde am 22.10.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.