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ÖsterreichAufruf von Kulturschaffenden gegen Gewalt an Frauen

"SIE VERLÄSST IHN - ER TÖTET SIE - #Stopp Femizide" steht auf Zetteln an einer Mauer mit Graffiti in Potsdam am 14. April 2021. (IMAGO / Martin Müller)
Österreichische Kulturschaffende starten Aufruf. (IMAGO / Martin Müller)

In Österreich haben mehr als 200 Kunst- und Kulturschaffende einen Aufruf gegen Gewalt an Frauen gestartet.

In dem gemeinsam Schreiben fordern sie die Politik auf, Gewalt an Frauen klar zu verurteilen. Nötig sei eine öffentliche Aufklärungskampagne, die massive Unterstützung von Frauenhäusern sowie verpflichtende Anti-Gewalt-Therapien für gewalttätige Männer. Weiter heißt es, die jetzt von der Regierung gefassten Maßnahmen seien zu wenig, "um die Ungeheuerlichkeit" von Frauenmorden allgemein begreifbar zu machen und für die Zukunft zu verhindern.

Zu den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern gehören unter anderem Barbara Frischmuth, Marlene Streeruwitz, Alfred Komarek, Günter Tolar oder Karl Markovics.

Nachdem vergangene Woche bereits die neunte Frau vermutlich durch die Gewalt eines Partners oder Ex-Partners gestorben ist, hatte sich die Regierung in Wien auf ein Maßnahmenpaket geeinigt. Dieses sieht unter anderem Präventionsbeamte in Polizeiinspektionen vor, mehr Motivforschung sowie mehr Fallkonferenzen.

Diese Nachricht wurde am 04.05.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.