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ÖsterreichNach Medieninformationen Neuwahlen geplant

Strache sitzt im T-Shirt auf einem Sofa in einem Wohnzimmer, dahinter sitzt eine Frau mit verpixeltem Gesicht. Neben ihr steht Gudenus. der spricht und gestikuliert. (Spiegel/Süddeutsche Zeitung/dpa)
Der Screenshot aus einem heimlichen Video zeigt Österreichs Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache (r) am 24.07.2017 bei einem Gespräch mit einer angeblichen russischen Oligarchin (Spiegel/Süddeutsche Zeitung/dpa)

Angesichts der Affäre um Österreichs Vizekanzler Strache soll es nach Medieninformationen Neuwahlen geben.

Das berichten mehrere österreichische Medien, die sich auf Vertreter der ÖVP von Kanzler Kurz berufen. Demnach will Kurz die Zusammenarbeit mit Straches FPÖ beenden. Diese soll zuvor angeboten haben, die Koalition weiterzuführen und Strache durch Verkehrsminister Hofer zu ersetzen.

Hintergrund ist ein gestern bekannt gewordenes Video von 2017. In dem verdeckt aufgenommenen Film hat Strache der vermeintlichen Nichte eines russischen Oligarchen als Gegenleistung für Wahlkampfhilfe öffentliche Aufträge in Aussicht gestellt. Strache und Kurz wollen am Mittag Erklärungen abgeben.

Das Video wird laut der österreichischen Zeitung "Kurier" von der Staatsanwaltschaft auf juristische Konsequenzen hin geprüft. CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer sagte, das Video zeige, dass Rechtspopulisten - egal in welchem Land - bereit seien, das Interesse ihres Landes für ihr eigenes Wohlergehen zu verkaufen. Diese Menschen dürften in Europa keine Verantwortung übernehmen.

Diese Nachricht wurde am 18.05.2019 im Programm Deutschlandfunk gesendet.