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Österreich und RusslandSpionageverdacht belastet Verhältnis

Sebastian Kurz (l) und Kunasek stehen vor Mikrofonen, Kurz redet. Im Hintergrund eine EU-Flagge und eine österreichische Nationalflagge. (AFP/HELMUT FOHRINGER)
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (l) und Verteidigungsminister Mario Kunasek haben sich Freitagfrüh zu den Spionagevorwürfen gegen Russland geäußert. (AFP/HELMUT FOHRINGER)

Die Beziehungen zwischen Österreich und Russland werden von einem mutmaßlichen Spionagefall überschattet.

Ein heute siebzigjähriger ehemaliger Oberst des Bundesheeres soll seit den neunziger Jahren für den russischen Geheimdienst gespitzelt haben. Bundeskanzler Kurz erklärte in Wien, sollte sich der Verdacht erhärten, werde dies das Verhältnis zwischen Russland und der EU nicht verbessern.

Außenministerin Kneissl berief den russischen Geschäftsträger in Österreich ein und sagte eine geplante Reise nach Moskau ab. Laut Verteidigungsminister Kunasek kam der Hinweis auf die mutmaßliche Agententätigkeit von einem europäischen Geheimdienst, nach Informationen der Zeitung "Der Standard" aus Deutschland.

Der russische Außenminister Lawrow sagte, er sei von den Anschuldigungen "unangenehm überrascht". Er bestellte seinerseits den österreichischen Botschafter ein.