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Olympische WinterspieleWeißes Haus gegen Diskussion über Boykott der Peking-Spiele

Beleuchtetes Nationalstadion im Olympiapark in Peking, China (imago / imagebroker / Peter Schickert)
Beleuchtetes Nationalstadion im Olympiapark in Peking, China (imago / imagebroker / Peter Schickert)

Das Weiße Haus in Washington lehnt Diskussionen über einen Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking ab.

Wie die Pressesprecherin von US-Präsident Biden, Psaki, mitteilte, habe und werde man einen Boykott mit Verbündeten und Partnern nicht diskutieren. Zuvor hatte sich auch das Nationale Olympische und Paralympische Komitee der USA (USOPC) gegen eine solche Maßnahme ausgesprochen. Man lehne Athleten-Boykotte ab, weil sie gezeigt hätten, dass sie sich negativ auf die Sportler auswirkten, ohne globale Probleme effektiv anzugehen, sagte USOPC-Präsidentin Lyons.

Gestern hatte ein Sprecher des US-Außenministeriums erklärt, gemeinsam mit anderen Nationen über die Option eines Fernbleibens von den Spielen (4. bis 20. Februar) nachdenken zu wollen. Die USA werfen China Menschenrechtsverletzungen vor, insbesondere im Umgang mit der muslimischen Minderheit der Uiguren. China reagierte mit Kritik auf diese Diskussion.

Das Internationale Olympische Komitee steht einem Boykott skeptisch gegenüber. Präsident Thomas Bach hatte im März in den ARD-Tagesthemen einen Boykott als „falsche Antwort auf solche Fragen“ bezeichnet.

Diese Nachricht wurde am 08.04.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.