DIVIOmikron-Welle noch nicht auf den Intensivstationen angekommen

Die Omikron-Welle ist nach Angaben von Fachärzten noch nicht auf den Intensivstationen angekommen. Er rechne damit, dass die Zahlen spätestens in der übernächsten Woche deutlich nach oben gingen, sagte der wissenschaftliche Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Karagiannidis.

15.01.2022

Eine Intensivschwester betreut einen Patienten in einem der Behandlungszimmer der Intensivstation in der Universitätsmedizin Rostock
Eine Intensivschwester betreut einen Patienten in einem der Behandlungszimmer der Intensivstation in der Universitätsmedizin Rostock (picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)
Derzeit sei vor allem die Altersgruppe bis 35 Jahre betroffen. Bei den über 60-Jährigen gebe es nur eine zweistellige Inzidenz. In Deutschland seien immer noch zu wenig Menschen geimpft und genesen, betonte Karagiannidis im Deutschlandfunk (Audio-Link). Deshalb brauche man Notfallpläne für die Krankenhäuser. Schon jetzt sei die Trennung von Geimpften und Ungeimpften in den Notaufnahmen schwierig.
Karagiannidis verwies auf die USA. Dort habe man gesehen, dass die Welle nicht mild verlaufe. Dort seien auf den Intensivstationen vor allem Ungeimpfte. - Der Mediziner ist auch Mitglied im Expertenrat der Bundesregierung.

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Diese Nachricht wurde am 15.01.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.