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Online-DatingAuf der Suche nach dem attraktiven Gegenüber

Ein Smartphone mit dem Logo der Dating-App Tinder (dpa/ picture-alliance/ Franziska Kraufmann)
Per Tinder-Dating zum Traumpartner? (dpa/ picture-alliance/ Franziska Kraufmann)

Beim Onlinedating schreiben die meisten Menschen potenzielle Partner an, die eigentlich außerhalb ihrer Liga spielen: diese sind nämlich im Durchschnitt um 25 Prozent attraktiver.

Dieses Verhalten ist offenbar geschlechtsunabhängg, schreiben Netzwerkforscher im Fachjournal Science Advances. Sie vermuten, dass Menschen beim Onlinedating weniger Angst vor Kränkungen haben, denn im schlimmsten Fall bekomme man im Internet einfach keine Antwort. Das passierte den Suchenden auch in der Studie oft; aber in jedem fünften Fall lohnte sich die Hartnäckigkeit und sie bekamen von einem deutlich attraktiveren Partner trotzdem eine Antwort. Umgekehrt ist die Onlinedating-Aktivität offenbar deutlich verhaltener: Partnersuchende schrieben fast nie Menschen an, die weniger attraktiv sind als sie selbst.

Für die Studie haben die Forscher Daten eines Onlinenetzwerks aus dem Januar 2014 verwendet. Dabei beschränkten sie sich auf vier große US-Städte: New York, Boston, Chicago und Seattle.

Eine andere Studie übers Online-Dating hat außerdem noch die Erkenntnis gebracht, dass ungewöhnliche Hobbys offenbar ein starkes Bindeglied sein können. Wenn zwei Menschen Interessen miteinander teilen, finden sie sich eher attraktiv. Je seltener und ausgefallener diese Interessen allerdings sind – beispielsweise Einradfahren oder Bierdeckel sammeln – desto stärker wirke sich das auf die gegenseitige Anziehung aus. Das ist das Ergebnis einer Studie in der Fachzeitschrift Personality and Social Psychology Bulletin.

In einem Online-Dating-Experiment wurden männliche und weibliche Singles nach ihren seltenen und häufigen Interessen gefragt. Anschließend sahen sich die Probanden Dating-Profile anderer Personen mit ähnlichen Interessen an, um deren Attraktivität zu bewerten. Dabei zeigte sich: Je exotischer bestimmte Gemeinsamkeiten waren, desto größer war das Interesse der Probanden, den anderen auch im echten Leben zu daten.