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StartseiteVerbrauchertippFrische Eier und Lust zum Ausprobieren 08.04.2020

Ostereier natürlich färbenFrische Eier und Lust zum Ausprobieren

Beschäftigung für die lange kita- und schulfreie Zeit vor Ostern gesucht? Das Eierfärben bietet sich an, zum Beispiel mit Naturfarben oder auch mit selbstgemachten Färbelösungen aus Spinat und Roter Beete. Doch auch Lebensmittelfarben sind laut Verbraucherzentrale unbedenklich.

Von Susanne Kuhlmann

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Gefärbte Ostereier mit kunstvollen Ornamenten und Schriftelementen (dpa / Sodapix AG / Kuh Bernhard)
Braune oder weiße Eier? Beides geht - wichtig sind vor allem frische Eier (dpa / Sodapix AG / Kuh Bernhard)
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Kurkuma, Karotten, Kaffeepulver – aus manch einem Gewürz und Gemüse lässt sich eine Lösung zum Ostereierfärben kochen, sagt Christiane Kunzel von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

"Eier können super mit roten Zwiebelschalen gefärbt werden oder auch mit Rote Beete. Das gibt einen schönen roten Ton. Es kann auch mit Rotkohlblättern gefärbt werden. Das wird ein blau oder lila Ton. Dann müssen allerdings die Pflanzenteile vor dem Färben rund 45 Minuten kochen, und in dem Sud sollten Sie die Eier dann hart kochen."

Kochen und Färben in einem Arbeitsgang

Alexandra Steinke bietet in ihrem Bioladen in Leverkusen auch fertige Natureierfarben an: "Das Besondere daran ist, dass man bunte Eier mit einem Arbeitsgang erhält. Das Kochen und das Färben ist ein Arbeitsgang, und es sind nur natürliche Farben, die verwendet werden, also aus natürlichen Zutaten. Die haben ein sehr gutes Farbergebnis, insbesondere, wenn man weiße Eier hat."

Auswahl der Eier anhand der Stempel auf dem Ei

Dunkle und kräftige Farben funktionieren aber auch bei braunen Eiern gut. Anders als in den zurückliegenden Jahren hat Christiane Kunzel von der Verbraucherzentrale keine Bedenken mehr gegenüber den herkömmlichen Farben aus dem Supermarkt.

"Das sind alles Farben, die auch zum Färben von Süßigkeiten erlaubt sind…"

… und deshalb sei die Auswahl der Eier wichtiger als die Auswahl der Farben.

"Sind es Käfigeier, Bodenhaltung, Freilandeier oder Biohaltung? Das finden wir auf dem Stempel auf jedem Ei. Die Legehennenhaltung, das ist das, was am Anfang steht. Da steht 0 für Biohaltung, 1 für Freilandhaltung, 2 für die Bodenhaltung und 3 für die Käfighaltung."

Woher die Eier im Fall der bunten Partyeier stammen, die nicht nur in der Osterzeit in den Verkaufsregalen angeboten werden, ist dagegen nicht immer erkennbar.

"Wir haben die Erfahrung gemacht, dass bei den abgepackten bunten Eiern freiwillig die Legehennenhaltung häufiger angegeben wird. Bei den losen bunten Eiern, die man jetzt beim Metzger oder Bäcker kaufen kann, habe ich es noch nie gesehen. Und da habe ich es nicht in der Hand, was es für eine Haltung ist und ob die Eier zum Beispiel aus Deutschland kommen."

Ostereier lange haltbar machen

Mit der richtigen Kochtechnik sind gefärbte Eier übrigens recht lange haltbar. Vorausgesetzt, sie sind frisch. Und:

"Wenn ich die Eier koche, muss die Schale unversehrt sein. Das heißt, ich darf die Eier vorher nicht anpieksen, und sie sollten keinen Riss in der Schale haben. Und dann ist die Haltbarkeit zum zweiten abhängig vom Abschrecken. Ich sollte die Eier möglichst nicht abschrecken. Denn dann ist das Ei tatsächlich vier Wochen bei Zimmertemperatur haltbar. Wenn ich abschrecke, muss ich die Eier im Kühlschrank aufbewahren, und dann ist eigentlich nur eine Haltbarkeit von zwei Wochen gegeben."

Frische Eier und ein bisschen Zeit und Lust zum Ausprobieren – mehr braucht es nicht zum Färben individueller Ostereier. Für besonders Kreative: Mit flüssigem Wachs und einer Nadel können Muster auf hartgekochte Eier gezeichnet werden. Nach einem kalten Farbbad wird das Wachs über einer Flamme wieder zum Schmelzen gebracht und das weiße oder braune Muster tritt hervor. Auch Zitronensaft verhindert, dass die Schale Farbe annimmt.

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