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OstseeNaturschützer bergen Geisternetz

In der Ostsee vor Warnemünde hat die Umweltstiftung WWF ein 500 Meter langes Geisternetz geborgen (2.8.2018). (dpa / WWF / Wolf Wichmann)
Naturschützer bergen Geisternetz aus der Ostsee. (dpa / WWF / Wolf Wichmann)

In der Ostsee vor Warnemünde hat die Umweltstiftung WWF ein 500 Meter langes Geisternetz geborgen.

Das Netz habe in Teilen noch aufrecht am Meeresboden gestanden, so dass sich Fische und Meeresvögel weiter darin verfingen, sagte Andrea Stolte, WWF-Projektmanagerin für Geisternetze. Auf dem Erkundungstauchgang vor der Bergung hätten Taucher 60 bis 70 Fischkadaver und zwei erstickte Kormorane darin gesehen. Nach WWF-Angaben besteht etwa ein Zehntel des weltweiten Plastikmülls im Meer aus verlorenen Fischerei-Utensilien. Es könne 400 bis 600 Jahre dauern, bevor sich ein Netz aus Kunststoff im Meer zersetzt habe.

Ein Mitarbeiter der Universität Rostock habe das Geisternetz beim Schnorcheln entdeckt und den WWF darauf aufmerksam gemacht, berichtete Stolte. Das Netz sei nicht mit Bojen oder Fähnchen gekennzeichnet gewesen. Dies sei illegal.