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PandemienWas wir von der Spanischen Grippe lernen können

HANDOUT - Patienten, die an der Spanischen Grippe erkrankt sind, liegen in Betten eines Notfallkrankenhauses im Camp Funston der Militärbasis Fort Riley in Kansas (USA) (Aufnahme von 1918). Die Spanische Grippe entwickelte sich ab 1918 in drei Wellen bis 1920 zur schlimmsten Grippe-Pandemie der Geschichte mit 27 bis 50 Millionen, manchen Quellen zufolge sogar bis zu 100 Millionen Toten. (zu dpa "Blaue Haut, schneller Tod - Spanische Grippe jährt sich zum 100. Mal" vom 04.01.2018) ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit Nennung "Foto: National Museum of Health and Medicine/dpa" Foto: National Museum of Health and Medicine | (Foto: National Museum of Health and Medicine/dpa)
Patienten, die an der Spanischen Grippe erkrankt sind, liegen in Betten eines Notfallkrankenhauses im Camp Funston der Militärbasis Fort Riley in Kansas (USA) (Aufnahme von 1918) (Foto: National Museum of Health and Medicine/dpa)

Die Spanische Grippe vor 100 Jahren war eine der schlimmsten Pandemien der Geschichte.

Forscher schätzen, dass ein Drittel der Weltbevölkerung mit den Grippeviren infiziert war, 50 Millionen Menschen starben daran. Australische Forscher wollten wissen, was wir heute von der Spanischen Grippe lernen können und haben die Daten dazu näher angeschaut. Im Fachjournal Frontiers in Cellular and Infection Microbiology schreiben sie: Dass vor 100 Jahren so viele Menschen gestorben sind, liegt vermutlich einerseits am Virus selbst. Die Spanische Grippe wurde von einem besonders aggressiven Virus vom Typ H1N1 ausgelöst. Andererseits waren mit großer Wahrscheinlichkeit nur wenige Menschen vorher schon immun gegen das Virus und hatten häufig noch andere Krankheiten, wie beispielsweise Tuberkulose.

Die Forscher warnen nun davor, durch den Klimawandel und weit verbreitete gesundheitliche Probleme wie Übergewicht könnten neue Risikofaktoren für Grippe-Pandemien entstehen. Eine wichtige Lektion der Spanischen Grippe sei zum Beispiel, dass es viel bringe, bei einem Ausbruch große Versammlungen zu verbieten.