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StartseiteWissenschaft im BrennpunktParanormalität16.12.2012

Paranormalität

Warum wir Dinge sehen, die es nicht gibt

Wer an übersinnliche Phänomene glaubt und das auch weiterhin tun will, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Denn Richard Wiseman, der seine berufliche Laufbahn einst als Magier startete, lässt keinen Zweifel daran, dass paranormale Phänomene Mumpitz sind.

Rezension: Ralf Krauter

Richard Wiseman: Paranormalität. Warum wir Dinge sehen, die es nicht gibt (Fischer Verlag)
Richard Wiseman: Paranormalität. Warum wir Dinge sehen, die es nicht gibt (Fischer Verlag)

Mit britischem Humor und wissenschaftlichen Experimenten entlarvt der Psychologieprofessor Gurus, Geisterbeschwörer und Wahrsager als Scharlatane, die ihren Anhängern ein X für ein U vormachen. Richard Wiseman hat ihre Tricks analysiert und durchschaut. Kapitel für Kapitel lüftet er ihre Geheimnisse - und gibt dem Leser dann Tipps, wie er selbst den Eindruck erwecken kann, er besitze übersinnliche Fähigkeiten, wäre in der Lage Gedanken zu lesen, Löffel per Telekinese zu verbiegen oder mit Toten zu sprechen.

Die Rezepte sind simpel und beruhen stets auf derselben wissenschaftlichen Einsicht: Die menschliche Wahrnehmung ist leicht hinters Licht zu führen, sofern man weiß wie - und viele Menschen lassen sich bereitwillig in die Irre führen. Wer sich nicht täuschen lassen, sondern lieber hinter die Kulissen schauen will, für den ist dieses Buch köstlich unterhaltsame Lektüre. Zahlreiche Aha- und Lerneffekte sind garantiert.

Richard Wiseman: Paranormalität. Warum wir Dinge sehen, die es nicht gibt
ISBN 978-3-596-19235-9
Fischer-Verlag, 366 Seiten, 10,99 Euro

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