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Partikel für den KlimaschutzForscher wollen Sonneneinstrahlung verringern

Polare Stratosphärenwolken sind auch als Perlmuttwolken bekannt (Svein M. Fikke)
Künstliche Partikel in der Stratosphäre könnten die Temperatur absenken. (Svein M. Fikke)

Forscher der Universität Harvard wollen herausfinden, ob künstliche Partikel in der Stratosphäre die Sonneneinstrahlung verringern können.

Ein entsprechender Test soll im kommenden Jahr beginnen. Der Klimaforscher Oliver Geden erklärte im Deutschlandfunk, große Vulkanausbrüchen dienten hierfür als natürliches Analog. Hier hätten größere Mengen an Partikeln bereits zu einem zeitlich begrenzten Temperatureffekt geführt. Diesen Effekt wolle man nun ingenieurtechnisch nachbauen.

Geden sagte, das sogenannte solare Strahlungsmanagement könnte eine Variante sein, um Zeit zu gewinnen, die Klimaziele zu erreichen. Die Technologie dürfe aber nicht die eigentliche Emissionsreduktion ersetzen. Es bestehe die Gefahr, dass einzelne Staaten mit der entsprechenden technologischen Kapazität die Technologie auch gegen den Willen der Staatengemeinschaft eingesetzt werde. "Man redet einfach nicht darüber – und ich glaube, sobald die ersten Versuche oder die ersten Tests in der Stratosphäre stattfinden, wird man es auch regulieren müssen", meinte der Klimaforscher.