Dienstag, 17. Mai 2022

Erdölkonzern Repsol
Peru fordert nach Ölpest Milliardenentschädigung

Peru hat vier Monate nach einer Ölpest vor der Küste vom spanischen Erdölkonzern Repsol und anderen Unternehmen 4,5 Milliarden Dollar Entschädigung gefordert.

15.05.2022

Menschen versuchen, einen Strand in Peru vom Öl zu reinigen.
Am 15. Januar waren beim Entladen eines Öltankers an der Repsol-Raffinerie La Pampilla rund 30 Kilometer nördlich von Lima rund 1,9 Millionen Liter Öl ausgetreten. (Cris BOURONCLE / AFP)
Wie die peruanische Verbraucherschutzbehörde mitteilte, reichte das Land die Zivilklage vor einem Gericht in Lima gegen zwei spanische und drei peruanische Unternehmen sowie eine italienische Firma ein. Repsol wies die Entschädigungsforderungen bereits zurück.
Mitte Januar waren beim Entladen eines Tankers an einer Repsol-Raffinerie nördlich von Lima rund 1,9 Millionen Liter Öl ausgetreten. Nach Angaben von Repsol ereignete sich das Unglück, als der Tanker nach einem Vulkanausbruch in Tonga von hohen Wellen getroffen worden war. Der Konzern warf den peruanischen Behörden vor, keine Tsunami-Warnung herausgegeben zu haben.
Zahlreiche Fische, Vögel und Meeressäuger starben infolge der Ölpest. Bis heute sind die Fischerei und der Tourismus in der Region beeinträchtigt.
Diese Nachricht wurde am 15.05.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.