Samstag, 17.11.2018
 
Seit 04:00 Uhr Nachrichten
StartseiteNachrichten vertieftStaatschef Duterte zeigt der EU den Mittelfinger21.09.2016

PhilippinenStaatschef Duterte zeigt der EU den Mittelfinger

Rodrigo Duterte hat schon den Papst und US-Präsident Barack Obama beschimpft. Jetzt nahm sich der philippinische Staatschef auch die Europäische Union vor, weil diese unter anderem seine Drogenpolitik kritisierte.

Duterte zeigt den Mittelfinger. (Deutschlandradio / Screenshot / Youtube / RTVM)
Der philippinische Staatschef Rodrigo Duterte. (Deutschlandradio / Screenshot / Youtube / RTVM)
Mehr zum Thema

Johannes Icking, Philippinenbüro Köln "Stimmung wie bei einer Hexenjagd"

Philippinischer Präsident Duterte startet seinen "Kreuzzug"

Philippinen Provokativer Hardliner wird neuer Präsident

"I will tell them fuck you": Der philippinische Staatschef Rodrigo Duterte hat in Vulgärsprache die Europäische Union beschimpft. Zweimal wiederholte er die Worte zum Schluss fügte er die Geste mit dem ausgestreckten Mittelfinger hinzu. Der 71-Jährige kommentierte in einer Ansprache eine Resolution der Europäischen Union vom 15. September. Darin äußern sich die Parlamentarier besorgt über die hohe Zahl von Drogenverdächtigen, die seit Dutertes Amtsantritt in Polizeigewahrsam umgekommen sind. Die EU ermahnt die Regierung Dutertes außerdem, die Menschenrechte einzuhalten, und fordern eine Untersuchung der Todesfälle.

Duterte droht Drogen-Dealern mit dem Tod

Duterte ist mit einem kompromisslosen Anti-Drogen-Programm angetreten und hat Dealern offen mit dem Tod gedroht. Seit seinem Amtsantritt Ende Juni sind mehr als 1.400 Menschen bei Polizeieinsätzen ums Leben gekommen. Vor einem Parlamentsausschuss bezichtigte ein Auftragskiller Duterte vergangene Woche, als langjähriger Bürgermeister von Davao persönlich die Ermordung von Kleinkriminellen angeordnet zu haben.

Duterte ist für seine unflätige Sprache berüchtigt. Er nannte den Papst einen Hurensohn, weil er bei dessen Besuch in Manila 2015 stundenlang im Stau stand. US-Präsident Barack Obama beleidigte er mit dem gleichen Ausdruck, weil der bei einem bilateralen Treffen auf die umstrittene Anti-Drogenpolitik zu sprechen kommen wollte. Obama sagte das Treffen daraufhin kurzfristig ab.

(tzi/tgs)

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk