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PhilippinenUNO-Menschenrechtsrat verlangt Untersuchung des Anti-Drogenkriegs

In philippinischen Großstädten wie Manila leben die Drogenabhängigen nun im Untergrund. Hier eine Straße in einem Slum. (Julia Jaroschewski)
In philippinischen Großstädten wie Manila leben die Drogenabhängigen nun versteckt im Untergrund. (Julia Jaroschewski)

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat wegen des Anti-Drogenkriegs auf den Philippinen eine Untersuchung verlangt.

Der Rat sei besorgt über Berichte, wonach Menschen verschwänden, willkürlich festgenommen und getötet würden, heißt es in einer Resolution, die das Gremium in Genf billigte. Die Regierung unter Präsident Duterte müsse die Verbrechen untersuchen und die Täter zur Rechenschaft ziehen. 18 Länder stimmten für die Entschließung, 15 enthielten sich und 14 votierten dagegen, darunter die Philippinen, die turnusmäßig dem Rat angehören. Die Resolution wurde von Deutschland und anderen westlichen Ländern eingebracht.

Staatschef Duterte hatte bei seinem Amtsantritt Mitte 2016 zum Krieg gegen die Drogen aufgerufen. Seitdem sind nach offiziellen Angaben mindestens 6.600 Menschen getötet worden. Menschenrechtler hingegen sprechen von bis zu 27.000 Opfern, darunter mindestens 100 Kinder. Bei den meisten handele es sich um arme Slumbewohner.