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Philosoph HösleTrump nutzt Techniken eines Diktators

Präsident Trump spricht am 27. April 2020 im Garten des Weißen Hauses zu Journalisten. (GETTY IMAGES NORTH AMERICA)
Präsident Trump spricht zu Journalisten (GETTY IMAGES NORTH AMERICA)

US-Präsident Trump versucht aus Sicht des Philosophen Vittorio Hösle die Gewaltenteilung in den USA zu untergraben.

Das gelte für die Bundesstaaten genauso wie für Parlamente und unabhängige Gerichte, sagte der in den USA lehrende Wissenschaftler der Deutschen Welle. Trump nutze klassische Techniken eines Diktators. So gehe er häufig zwei Schritte nach vorn und dann symbolträchtig einen Schritt zurück. Er habe dann etwas erreicht, aber die Leute glaubten, er sei gar nicht so schlimm.

Hitler-Vergleich

Hösle verwies in diesem Zusammenhang auf die sogenannte "Friedensrede" Adolf Hitlers, in der er sich im Mai 1933 gegenüber anderen Staaten gemäßigt gezeigt habe. Dies aber nur eine Beruhigungspille gewesen. Hösle meinte, Trump besitze wie die faschistischen Diktatoren der 20er und 30er Jahre eine unglaubliche Fähigkeit, Menschen zu begeistern. Seinem Herausforderer Biden gehe das völlig ab.

Der deutsch-italienische Philosoph Vittorio Hösle ist Professor an der "University of Notre Dame" im US-Bundesstaat Indiana.