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StartseiteSport am WochenendeMotivation auf ungewöhnliche Art26.01.2020

Philosophie eines ehemaligen WelthandballersMotivation auf ungewöhnliche Art

Der isländische Welthandballer und Silbermedaillengewinner von Peking, Ólafur Stefánsson, will mit einer ungewöhnlichen Herangehensweise Menschen motivieren - nicht nur im Handball, sondern generell. Der 46-Jährige erzählt, worauf es ihm dabei ankommt und welche Erfahrungen er aus dem Handball einbringt.

Ólafur Stefánsson im Gespräch mit Jessica Sturmberg

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Ólafur Stefánsson in einem Café in Reykjavík (Deutschlandfunk / Jessica Sturmberg)
Ólafur Stefánsson will Menschen auf ungewöhnliche Weise motivieren (Deutschlandfunk / Jessica Sturmberg)
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Wie können Menschen die richtige Motivation im Sport, aber auch für den Alltag finden? Der frühere Welthandballer Ólafur Stefánsson versucht mit einer ungewöhnlichen Herangehensweise, diese Motivation zu wecken. Er erzählt in besonderer Atmosphäre Geschichten aus der isländischen Mythologie, die einen neuen Blick vermitteln. Dabei bringt er auch seine Erfahrungen aus seiner Zeit im Spitzensport ein. Der 46 Jahre alte frühere Rückraumspieler hat unter anderem beim SC Magdeburg und den Rhein-Neckar Löwen gespielt und war in der spanischen Liga bei Ciudad Real unter Vertrag.  

Ziel: Loslassen

Das Ziel sei loszulassen. Im Sport bedeute das, den Wert des Sports an sich zu sehen und nicht im Ergebnis. Er habe im Spitzensport erlebt, dass "der beste Weg, erfolgreich zu sein, ist: aufzugeben" in dem Sinne, das Resultat nicht in den Vordergrund zu stellen. Umso wahrscheinlicher sei dann Erfolg.

Dies sei insbesondere bei der Erziehung und im Unterricht mit Kindern wichtig. Diese sollten nicht mit von außen zugeschriebenen Zielen belastet werden, so "dass die Kinder Kinder bleiben" und mehr Freiraum für ihre Entwicklung und für Kreativität hätten.      

Derzeit trainiert Ólafur Stefánsson eine Jugendmannschaft seines Heimatvereins Valur Reykjavík. Ein Traineramt eines Profiteams zu übernehmen sei derzeit kein Thema, aber er könne es sich grundsätzlich vorstellen. Ihm sei dann wichtig, jeden Spieler dahin zu führen, als zufriedener Athlet aufzutreten.

Er selbst habe in seiner Karriere diese Zufriedenheit nur zwei Jahre lang nicht empfunden. Das seien die zwei Jahre in Mannheim bei den Rhein-Neckar Löwen gewesen. Das habe aber allein mit ihm selbst zu tun gehabt: "Ich habe zu viel gedacht und war zu steif".

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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