Mittwoch, 16.10.2019
 
Seit 01:30 Uhr Tag für Tag
StartseiteJazzFactsExperimentierfreude und Gestaltungsdrang18.07.2019

Pianistin und Komponistin Luzia von WylExperimentierfreude und Gestaltungsdrang

Der Pianistin Luzia von Wyl aus Luzern gelingen in ihren Kompositionen überzeugende Grenzgänge zwischen kammermusikalischer Finesse und zupackenden Grooves.

Von Thomas Loewner

Ein Porträt der Pianistin Luzia von Wyl (Fadil Berisha)
Die Schweizerin Luzia von Wyl (Fadil Berisha)

Seit sie ihr Musikstudium 2011 mit einem Master in Jazz-Klavier und Komposition abgeschlossen hatte, ist es Luzia von Wyl gelungen, sich einen hervorragenden Namen in der Schweizer Szene zu machen. Den Kern ihrer Arbeit bildet ihr eigenes Ensemble, mit dem sie bereits seit acht Jahren zusammenspielt. Sie selbst bezeichnet die Gruppe als ihre Werkstatt. Seit der Gründung hat sie immer wieder personelle Wechsel vorgenommen und ganze Instrumentengruppen ausgetauscht. Inzwischen ist die Besetzung allerdings deutlich stabiler und das Luzia von Wyl Ensemble platziert sich demonstrativ zwischen allen Stühlen: Instrumente wie Flöte, Fagott und Streicher lassen an klassische Kammermusik denken. Die Rhythmusgruppe aus Bass, Schlagzeug und Piano verweist dagegen auf die Jazz-Tradition. Geschickt setzt von Wyl die verschiedenen Klangfarben in Szene; hin und wieder sind sogar Einflüsse der arabischen Musik auszumachen, etwa in Gestalt der Knickhalslaute Oud. Für Zusammenhalt sorgen die Grooves, für die sich Luzia von Wyl auch schon mal von der Rockmusik inspirieren lässt.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk