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StartseiteAtelier neuer MusikKörper, Stimmen, Technosphäre29.05.2021

Pionierinnen der VokalperformanceKörper, Stimmen, Technosphäre

Ihre Namen stehen für eine Generation und einen neuen künstlerischen Ansatz: Laurie Anderson, Meredith Monk, Pauline Oliveros, Joan LaBarbara und Diamanda Galás wuchsen in den USA der Nachkriegszeit auf und gaben der Avantgarde als Vokalperformerinnen ein weibliches Gesicht.

Von Ingo Dorfmüller

Eine Frau mit kurzen dunkelgrauen Haaren hält eine Violine in ihrer linken Hand und gegen den Oberarm gedrückt. Mit der rechten Hand greift sie an die Saiten, als würde sie sie zupfen. Im Hintergrund ist unscharf ein Schriftzug wie auf einem großen Bildschirm zu erkennen. (Oscar Gonzalez/imago stock&people)
Laurie Anderson bei einem Auftritt 2018 im Reina Sofia Museum in Madrid. (Oscar Gonzalez/imago stock&people)
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Bei aller Verschiedenheit haben die fünf US-Musikerinnen Entscheidendes gemeinsam: So findet sich bei allen die permanente Grenzüberschreitung zwischen Genres und Sparten. Zudem wird der Focus auf die Stimme und deren expressive Möglichkeiten gelegt. Charakteristisch ist auch der Einsatz des eigenen Körpers als Instrument und Medium, der Gebrauch technisch avancierter Mittel und nicht zuletzt eine dezidiert feministische Perspektive.

Heute ist es still um diese Künstlerinnen geworden - die Frage steht, welche Spuren haben sie hinterlassen? Wie hat sich die Rezeption ihrer Musik im Laufe der Zeit verändert? Was wird aus ihrem Werk, wenn sie als Performerinnen selbst nicht mehr präsent sind? Werden die Impulse, die sie einst gaben, weitergetragen?

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