Mittwoch, 12.05.2021
 
Seit 03:05 Uhr Weltzeit
StartseiteSternzeitMusks Mars-Märchen16.11.2016

Pläne eines begeisterten MilliardärsMusks Mars-Märchen

Schon in etwa 50 Jahren könnten rund eine Million Menschen auf dem Mars leben - und ihre Kolonie bräuchte keine Unterstützung von der Erde. Der Mensch wäre dann eine multiplanetare Spezies. Diese Vision hat kürzlich Elon Musk präsentiert, der Chef der US-Raumfahrtfirma SpaceX.

Von Dirk Lorenzen

SpaceX setzt darauf, im kommenden Jahrzehnt auch Raumschiffe zum Mars zu schicken (SpaceX)
SpaceX setzt darauf, im kommenden Jahrzehnt auch Raumschiffe zum Mars zu schicken (SpaceX)

Die Pläne des Milliardärs sind geradezu märchenhaft: Innerhalb von nur rund zehn Jahren sollen riesige Raketen gebaut werden, die Raumschiffe mit mehr als hundert Menschen ins All bringen. Das Interplanetare Transportsystem soll alle zwei Jahre zum Mars fliegen - immer wenn sich der rote Planet und die Erde recht nah kommen.

Die Kosten kalkuliert Elon Musk anfangs auf rund zehn Milliarden Dollar, wofür üppige Unterstützung durch Steuergeld nötig sei. Derzeit verdient SpaceX sein Geld vor allem mit Raketenstarts für die US-Regierung.

Sollten die Visionen des Elon Musk wahr werden, stünde die Raumfahrt vor einem riesigen Umbruch. In mehr als einem halben Jahrhundert bemannter Raumfahrt sind nicht einmal tausend Menschen ins All geflogen.

Mars ist der äußere Nachbarplanet der Erde (Foto: NASA/ESA)Mars ist der äußere Nachbarplanet der Erde (Foto: NASA/ESA)

Dank großer Raketen sollen die Kosten pro Person für einen Marsflug auf nur gut hunderttausend Dollar sinken - ein durchaus ehrgeiziges Ziel.

In den bunten Animationen von SpaceX erscheint Raumfahrt als Kinderspiel - und bei Raketen und Raumschiffen scheint es keine Grenzen zu geben. Wer sich in der Raumfahrtgeschichte etwas auskennt, dem kommt das alles recht bekannt vor.

In der Euphorie der Apollo-Mond-Flüge gab es ähnlich hoch fliegende Pläne von gewaltigen Modulen, die quer durch das Sonnensystem reisen. Seinerzeit ist daraus nichts geworden.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk