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"Plätze. Dächer. Leute. Wege." von Gordon KampeBielefeld neu erfunden

Die einst bedeutende Leinenhandelsstadt Bielefeld hat heute nicht unbedingt das beste Image: eine durchschnittliche Durchschnittsstadt mit durchschnittlich zufriedenen Durchschnittsbürgern. Für den deutschen Komponisten Gordon Kampe ist es "der perfekte Ort, um dort mal etwas Merkwürdiges zu treiben".

Von Leonie Reineke | 27.06.2015

Der 1976 in Herne geborene Komponist Gordon Kampe
Hat Bielefeld im Blick: Gordon Kampe (Edition Juliane Klein)
Gemeinsam mit einem Team aus Musikern, Tänzern, bildenden Künstlern, Wissenschaftlern und Dramaturgen hat der 1976 in Herne geborene Kampe die Stadt Bielefeld zum Gegenstand und Entstehungsort seines experimentellen Musiktheaterprojektes 'Plätze. Dächer. Leute. Wege.' gemacht. Ein Jahr lang erkundete das Team die Stadt, ihre Einwohner und deren Lebenswelt. Interventionen im öffentlichen Raum, Workshops und anderen Aktionen öffneten ein Experimentierfeld für urbane Utopien jenseits von Angepasstheit oder Pragmatismus. Entstanden ist eine gigantische Materialsammlung, die das Team für die letzte Projektetappe - den Musiktheaterabend am 29. April 2015 im Theater Bielefeld - künstlerisch seziert hat.