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StartseiteCorsoDas Instagram für Pornos28.08.2020

Plattform "OnlyFans"Das Instagram für Pornos

"OnlyFans" ist ein soziales Netzwerk mit erotischen Inhalten bis hin zu Pornografie. Auch Beyoncé und FKA Twigs thematisieren den Online-Dienst in ihrer Musik. Dies könne zur Entstigmatisierung von Sexarbeit beitragen, sagte Medienwissenschaftlerin Lisa Andergassen im Dlf.

Raphael Smarzoch im Corsogespräch mit Lisa Andergassen

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Beyoncé läuft bei einem Auftritt durch rot und blau angeleuchteten Nebel. Sie trägt einen schwarzen, teilweise durchsichtigen Body.  (Frédéric Dugit / picture alliance / dpa / MAXPPP)
Pop-Idol Beyoncé textet über die Sexplatform "OnlyFans" (Frédéric Dugit / picture alliance / dpa / MAXPPP)

Normalerweise fliegt man bei sozialen Netzwerken sofort raus, wenn zu viel nackte Haut zu sehen ist, zumindest aus Sicht der Betreiber. Das ist bei "Only Fans" anders. Das Netzwerk ist nur für Erwachsene, und man kann dort Inhalte bis zur Hardcore-Pornografie einstellen. Wer sie sehen will, muss ein Abo bezahlen. Interessanterweise übt dieser Online-Dienst aktuell auch eine gewisse Anziehungskraft auf den Pop aus. Es gibt gleich mehrere Künstlerinnen, die "OnlyFans" in ihrer Musik thematisieren und dadurch womöglich auch zu einer Enstigmatisierung von Sex-Arbeit beitragen könnten.


Raphael Smarzoch: Lisa Andergassen, was sind das eigentlich für Menschen, die sich bei "OnlyFans" in allerlei erotischen Posen zeigen?

Lisa Andergassen: Ich würde sagen, das sind ganz unterschiedliche Menschen. Hauptsächlich läuft das ja unter "Model", was erstmal nicht allzu viel heißt. Aber es sind im Prinzip Menschen, die vorher Escort gemacht haben, also vor Corona, aber die halt vielleicht schon aus einem bestimmten Kontext kommen und das einfach als zusätzliche Einnahmequelle gefunden haben. Es sind aber auch Leute, die dann zum Beispiel unter "Fitnessmodel" laufen, die auch Ratschläge geben für gesundes Essen oder besonders effektive Übungen und ja eben zunehmend auch, sage ich mal, Stars, also Musiker. FKA Twigs hat eben ein Video dazu gemacht. Cardi B zum Beispiel hat ein "OnlyFans"-Account, und es gibt halt verschiedene Musiker, Rapper, die "OnlyFans" nutzen, um ihr neuestes Album zu promoten. Es ist eigentlich ein relativ gemischtes Völkchen, allerdings stets "OnlyFans" nach wie vor unter dem Verdacht, vor allem explizite Inhalte anzubieten.

Smarzoch: Okay, ich merke, es ist eine heterogene Gruppe, die sich da vereint. Und sie haben es bereits angesprochen: FKA Twigs hat mit dem Rapper 645AR ein Video gemacht, was so eine Art Hommage vielleicht an "OnlyFans" ist oder sich zumindest darauf bezieht. Beyoncé singt in Megan Thee Stallion Song "Savage" darüber, dass sie womöglich einen "OnlyFans" Account machen will. Ich frage mich, warum ist "OnlyFans", was ja eine Form von Sex-Arbeit ist, warum ist das mit so einem Pop-Appeal verbunden?

Die Stars hautnah erleben

Andergassen: Mit der Sexarbeit, ich glaube, das müsste man erst einmal ein bisschen klären. Das, was ich so recherchieren konnte oder was ich selber gesehen habe, also sind die Inhalte viel weniger explizit, als man vielleicht annehmen würde. Allerdings den Pop-Appeal, also bei Beyoncé ist es ja so, dass sie "OnlyFans" in demselben Atemzug wie TikTok verwendet, was man dann vielleicht erstmal auch als PR-Gag verstehen kann, dass man sagt, naja, okay, die hat jetzt auch noch einen "OnlyFans" Account und das ist natürlich super aufregend, dann kann man Stars hautnah erleben. Darum geht es ja, um so eine persönliche Beziehung mit der Person, die vor der Kamera steht. Und bei FKA Twigs würde ich sagen, ist es vielleicht noch ein bisschen spezifischer jetzt gemünzt auf so eine erotische Präsentation ihrer selbst, obwohl das für sie ja jetzt auch nicht gerade ungewöhnlich ist. Aber das kann man schon so verstehen, glaube ich. Einerseits ist es eine Referenz zu sagen, Leute ist doch cool, wenn man sich hier seinen eigenen Content hochlädt, der vielleicht auch sexy ist. Aber man muss es natürlich auch ein bisschen verstehen in diesem Kontext, es einfach auch als Werbekanal zu nutzen.

Smarzoch: Als so eine Art "Personal Brand", den man da anbietet, innerhalb eines Kontextes, der auch für Erwachsenenunterhaltung benutzt wird?

Andergassen: Es wird ja immer so ein bisschen als Verlängerung von Instagram beschrieben, allerdings mit, auf Englisch heißt es dann so, "more racy conent", halt alles, was für Instagram so ein bisschen zu heiß ist, landet dann auf "OnlyFans". Das ist so ein bisschen der Hintergrund.

Smarzoch: Trotzdem wird es ja auch nach wie vor als Plattform für Erotik rezipiert. Und da interessiert mich, geht es bei "OnlyFans" auch um den Gedanken einer wirtschaftlichen und gleichzeitig auch körperlichen Selbstermächtigung?

Andergassen: Also man kann es, glaube ich, schon in diesem Kontext sehen. Also, es ist ja so, dass "OnlyFans" also Leute, die dort Accounts oder Feeds haben, kontrollieren ja die Inhalte, die sie hochladen. Und es gibt eben auch Erfolgsgeschichten von Frauen. Also zum Beispiel Dannii Harwood zum Beispiel, das ist eines der bestverdienenden Models. Die ist vor allem deshalb so bekannt geworden, weil sie halt maßgeschneiderte Inhalte anbietet und da sozusagen erfinderisch geworden ist. Also, man kann sich da anders ausleben, sage ich jetzt mal, als wenn man in einem festen Porno-Setting Szenen performen muss. Der Schwerpunkt liegt dann natürlich schon darauf, die eigenen Inhalte zu kontrollieren, was man ja über Instagram letztlich auch sagt. Allerdings ist es so, das meiste Geld kriegt natürlich nicht das Model oder der Darsteller, sondern der Provider. Das ist ein Verhältnis von 80:20.

Smarzoch: Ist es dann vor diesem Hintergrund auch eine Form der Prostitution?

Andergassen: Das kommt jetzt darauf an, wie man Prostitution definiert, weil es ist ja so, also Pornostars zum Beispiel, es gibt von Gruppen, die sich für Sexarbeiter*innen einsetzen, gibt es eine Kritik daran, Porno-Darsteller*innen auch als Sex-Arbeiter*innen zu bezeichnen, weil da eben ein Unterschied gemacht wird. Also, erst einmal ist es so, dass viele Leute, die in Pornos mitmachen oder eben Darsteller*innen sind, dass die auch Escort machen, was ja dann wieder unter Sexarbeit fallen würde, weil sozusagen die Szenen überhaupt nicht mehr gut bezahlt werden. Die Grenzen verwischen da schon ein wenig. Und bei diesen Webcam-Anbieter*innen oder beziehungsweise Leuten, die halt vor der Webcam sich in irgendeiner Form darstellen oder eben performen, finde ich mit der Prostitution, das ist ein schwieriges Thema, weil es ist im Endeffekt so, dass ich vor der Kamera entscheide, was ich dort mache. Und bringe mich auch nicht in die Verlegenheit, in Situationen zu kommen, die ich nicht mehr kontrollieren kann. Und es gibt natürlich auch Videos, wo es tatsächlich zu penetrativen Sex kommt und so weiter. Aber dann wäre eher wieder die Frage ist Pornografie Prostitution? Und da scheiden sich die Geister.

Smarzoch: Ich hatte diesen Prostitutionsgedanken nur aufgeführt, weil man dann ja auch ein Teil des Geldes abgibt. Und das ist ja dann wie so eine Art digitaler Freier vielleicht oder so was – daher kam der Gedanke für die Prostitution und nicht den Akt selbst als Prostitution zu bezeichnen.

Andergassen: Also, da muss man jetzt mal ganz klar sagen, dass das überhaupt keine pornografie-spezifische Entwicklung ist. Es ist halt so, dass durch das Internet und die Strukturen des Internets sich das Verhältnis von den Anbietern zu den Produzenten und den Leuten, die das hören oder sich angucken, dass sich das verändert hat.

Zum Beispiel die Musikindustrie hat ja prominenterweise, hat ja alle verklagt, die ihnen irgendwie finanziell an den Kragen wollten oder da was übernehmen wollten, also zum Beispiel Napster oder so. Und bei der Porno-Industrie ist das nicht passiert. Deswegen gibt es ja PornHub zum Beispiel, also gibt es so viele kostenlose Pornografie im Internet zu sehen. Aber das ist im Endeffekt nicht pornografie-spezifisch, das ist eher eine Internet-spezifische Entwicklung.

Smarzoch: Ist denn dann "OnlyFans" auch der Versuch, dieser durch die Digitalisierung hervorgerufenen Umsonst-Kultur dann auch so eine Art Gegenpol zu setzen.

Die Porno-Industrie hat sich stark verändert

Andergassen: Das würde ich für die Darsteller*innen auf jeden Fall hoffen. Das ist auch so, aber natürlich zu den Konditionen, die ich eben schon genannt habe, eben dieses 20:80-Verhältnis. Allerdings ist wirklich so, dass Pornografie im Prinzip seit PornHub, das gehört ja zu Mindgeek und denen gehören noch verschiedene andere Seiten, aber sozusagen dieses Tube-Format, dass Nutzer Inhalte hochladen können, was dann eben auch nicht illegal ist - dadurch hat sich die Pornoindustrie stark verändert. Es gibt ja diesen Podcast von Jon Ronson, "Butterfly Effect", wo er das versucht so nachzuzeichnen und das relativ deutlich macht, dass PornHub wirklich sehr, sehr starken Einfluss auf die Pornografie-Industrie hatte, weil eben die einzelnen Szenen überhaupt nicht mehr bezahlt werden. Also jetzt ist es eher so rum, dass man halt auch noch ein Porno macht, um sozusagen bekannt zu werden, um dann als Escort mehr zu verdienen. Das war früher wirklich ganz anders. Das waren zwei völlig getrennte Dinge, da war das eher schlecht angesehen, wenn man als Pornostar auch noch Escort gemacht hat.

Smarzoch: Wir haben ja kurz die Frage der Selbstermächtigung eruiert. Und damit geht ja auch noch immer das Phänomen der Selbst-Objektifizierung einher. Die Darstellerinnen und Darsteller machen sich ja nach wie vor auch zu Objekten. Wie kann diese Ambivalenz aufgelöst werden? Oder wie wird mit dieser Ambivalenz umgegangen?

Andergassen: Man könnte ja auch einfach sagen, dass es erst mal keine Ambivalenz ist, solange ich persönlich kein Problem mit den Produktionsbedingungen habe, also als Darstellerin oder Darsteller, und solange ich vielleicht sogar selber Spaß daran empfinde, das ist ja so ein bisschen das Versprechen, das in dem Moment, wo ich mich selber vor die Kamera begebe, empfinde ich selber irgendwie Lust – und im besten Fall führt das zu einer Luststeigerung beim Rezipienten. Insofern würde ich gar nicht sagen, dass das grundsätzlich eine Ambivalenz ist. Ich würde da eher den Fokus auf die Produktionsbedingungen tatsächlich legen und danach fragen. Wenn das stimmt, dann kann man ja theoretisch, solange alles konsensuell, im Einvernehmen passiert, kann man sich ja voll austoben.

Neue Formen von Authentizität

Smarzoch: Sie sprechen das Versprechen nach Lust an, Pornos wird ja auch oftmals so fehlende Authentizität vorgeworfen – mit gutem Sex hat das eigentlich kaum etwas zu tun. Verschiebt sich durch "OnlyFans" dieses Bild, weil da werden ja, wie wir auch bereits besprochen haben, Amateur-Videos, Amateur Darstellerinnen und Darsteller, unter ganz anderen Bedingungen produziert.

Andergassen: Das mit der Authentizität, das ist ja in der Pornografie ein sehr großes Thema, also nicht nur dort, aber vor allem auch dort. Das wird schon lange diskutiert, und dazu muss man vielleicht jetzt noch ganz kurz festhalten, dass dieser Anspruch, dass die Darstellung von Sexualität authentisch sein muss, dass das eigentlich etwas ist, was halt auch aus der feministischen Theorie kommt, aber sozusagen als Gegenmodell zu der als nicht authentisch wahrgenommenen Mainstream-Pornografie, dass man sozusagen authentische weibliche Lust zum Beispiel zeigt oder so. Das kann man erst mal so festhalten, dass es da vielleicht ein Bedürfnis gibt. Und dann ist es so, dass bei der Pornografie, als man anfing im Internet explizite Inhalte hochzuladen, gab es ja auch sehr viel Amateur-Porn, was ja eine eigene Kategorie war, was ja eigentlich genau das verspricht: Ein Pärchen hat vor der Kamera Sex, und das ist das, was wir sehen. Und das ist echt. Und das war vielleicht auch mal fünf Minuten echt und dann war das natürlich ein Genre. Insofern würde ich mit der Authentizität immer ganz vorsichtig sein. Erstens lässt es sich nie wirklich klären, was ist jetzt hier authentisch. Die Kritik am Mainstream richtet sich ja daran, dass wir vor allem sehr krasse Praktiken zu sehen bekommen, in denen weibliche Lust nicht thematisiert wird oder wir auch annehmen, dass eine Frau, also als Teilnehmende an diesen sexuellen Praktiken, die wir dort sehen, gar keine Lust empfinden kann. Und das ist das, was da halt ausverhandelt wird in Bezug auf Mainstream-Pornografie. Und bei "OnlyFans" ist es ja so, dass sehr viele Inhalte wirklich darauf basieren, dass eine Person halt auch alleine vor der Kamera steht, und da würde ich dann schon sagen, dass es wahrscheinlich für die Darsteller*innen mehr Spielraum gibt, Dinge zu tun, die sie vielleicht selber auch heiß finden oder so. Aber ob das jetzt eine grundsätzliche Änderung hervorruft, würde ich bestreiten, weil es gibt sozusagen immer schon den Vorwurf, dass Pornografie nicht authentisch ist und es gibt immer schon Formate, die sozusagen die Authentizität wieder neu beleben.

Sex als soziales Netzwerk

Smarzoch: Aber ein weiterer wichtiger Punkt, der in diese Diskussion auch mit hineinspielt, ist ja, dass man mit den Darstellerinnen und Darstellern auch in Kontakt treten kann, diese soziale Komponente – natürlich gegen Geld. Wie wichtig ist diese soziale Dimension innerhalb dieses erotischen Kontextes?

Andergassen: Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Das sagen auch Darsteller*innen, dass es eher darum geht, so ein online Girlfriend oder online Boyfriend zu haben. Dass die Abonnenten dieser Feeds, dass die wirklich das Gefühl haben, in einer Art persönlichem Verhältnis zu diesen Darsteller*innen zu stehen. Die kennen dann auch die Namen von den Kindern oder von den Haustieren. Das ist auf jeden Fall eine ganz wichtige Komponente, die es in einem Porn-Setting gar nicht gibt. Und dann gibt es, glaube ich, so eine grundsätzliche Idee, und das hat man zum Beispiel auch bei dem Selfie-Format.

Ich weiß nicht, ob sich da noch alle daran erinnern, aber es gab zum Beispiel mal dieses Selfie von dieser Oscar-Premiere von Ellen DeGeneres in 2014, wo man plötzlich das Gefühl hatte, man war dabei bei dieser Oscar-Verleihung. Und das ist ein völlig anderer Effekt, als jetzt ein Foto von derselben Gruppe Leute, das kein Selfie ist. Und ich glaube, das ist so ein bisschen das, was uns diese sozialen Netzwerke halt eben auch immer wieder vermitteln. Also, ihr seid live dabei, in real time, ich kriege direkt eine Antwort auf meine Frage im besten Fall. Ich kann mein Verhältnis mitgestalten. Ich glaube, das ist auch tatsächlich ein wichtiger Punkt, nur wie authentisch das dann wieder ist, ist wieder eine andere Frage, aber ich glaube, das ist für den Lust-Effekt oder überhaupt die Lust jetzt "OnlyFans" zu nutzen, muss ja auch nicht immer in einem Orgasmus enden, aber das ist sicher ein ganz wichtiger Teil.

Smarzoch: Vor dem Hintergrund der Corona-Krise – wie hat denn das "OnlyFans" beeinflusst und auch die Darstellerinnen und Darsteller?

Andergassen: Es gibt auf jeden Fall Hinweise darauf, dass "OnlyFans", wie viele andere Seiten, mehr genutzt wurde jetzt während des Lockdowns, einfach auch, weil man halt mehr zu Hause ist und vor allem weniger Möglichkeiten hatte jetzt zu daten, also man ja eben in seiner Peer-Group verbleiben musste. Und ein Effekt hatte Corona natürlich auch, dass gerade Menschen, die als Escort Geld verdienen, das ist ja auch ein Wirtschaftszweig, der durch Corona auf jeden Fall beeinträchtigt wurde, dass die sich dann auch einen Account auf "OnlyFans" zum Beispiel angelegt haben, also das als alternativen Wirtschaftszweig angefangen haben zu nutzen.

Erwachsenenunterhaltung ohne Stigma

Smarzoch: Abschließende Frage: Könnte "OnlyFans" womöglich auch, das Stigma von Erwachsenenunterhaltung, erotischer Unterhaltung, Sexarbeit, vielleicht auch auflösen, also weg von so einem Außenseiter-Beruf hin zu einer anerkannten Arbeit?

Andergassen: Das wäre natürlich sehr wünschenswert. Man würde ja auch vermuten, nachdem jetzt Beyoncé oder FKA Twigs auf "OnlyFans" verweisen, dass das schon eine Art Aufwertung dann zufolge hat. Allerdings habe ich zum Beispiel auch gelesen, es gibt da eine ganz bekannte Beyonce Knowles Impersonator und die hat ein Video gemacht zu "Savage" von Beyoncé, wo sie eben auch auf "OnlyFans" verweist. Die hat daraufhin sofort ganz viele Instagram-Follower verloren, weil sie damit mit explizitem Material in Verbindung gebracht wurde. Ich glaube, es ist ein schmaler Grat. Natürlich gibt es eine gewisse Entstigmatisierung, würde ich sagen, in dem Moment, wo etwas im Popkultur-Mainstream ankommt oder es okay ist, darüber zu reden. Das wird ja über Pornografie auch gesagt. Allerdings, ich glaube nicht, dass jemand davon ausgeht, dass man jetzt Beyoncé Knowles beim Sex beobachten kann, wenn sie sich einen "OnlyFans"-Account anlegt.

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