Montag, 12.11.2018
 
Seit 20:10 Uhr Musikjournal
StartseiteVerbrauchertippSchnelle Hilfe beim Internetausfall26.10.2018

Plötzlich offlineSchnelle Hilfe beim Internetausfall

Keine Mails, keine Videos, einfach nur ohne Internet. Eine Störung der Online-Verbindung ist für viele Menschen so etwas wie eine mittlere Katastrophe. Wer das Netz für seine Arbeit braucht, der hat im Störungsfall noch ganz andere Sorgen. Aber: Es gibt eine Lösung.

Von Michael Voregger

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Vogelperspektive auf eine junge Frau, die vor ihren Schulunterlagen sitzt und lernt, wobei ein Laptop und Tablet in Griffnähe sind. (imago/Westend61)
Wer zuhause arbeitet oder für eine Prüfung lernt, will eine verlässliche Internetverbindung (imago/Westend61)
  • E-Mail
  • Teilen
  • Tweet
  • Drucken
  • Podcast
Mehr zum Thema

Cloud- und Crowdworking Heimarbeit 4.0

Digitalisierung und Datensicherheit Das gelebte Risiko

Thomas Jarzombek (CDU) "Da gibt es seit Jahren ein gewisses Laissez-faire"

Die Anbieter von Internetverbindungen werben mit ihrer Leistungsfähigkeit bei der Übertragung von Daten. Die Zuverlässigkeit spielt dabei oft eine untergeordnete Rolle. Das mag auch daran liegen, dass Leistungsschwankungen und Störungen zum Alltag gehören.

Oliver Müller von der Verbraucherzentrale Nordrhein Westfalen: "Es gibt nicht das Recht auf einen störungsfreien Anschluss in dem Sinne, das es gewährleistet das man tatsächlich 100prozentige Verfügbarkeit hat. Das kommt dann auf die vertraglichen Regeln aus, aber in der Regel schließen die Anbieter hier eine gewisse Prozentzahl aus."

Garantierte Übertragungsquote von 98,5 Prozent

Die Einschränkungen finden sich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen - den AGBs. Dort gibt es in der Regel einen Hinweis auf eine garantierte Übertragungsquote von 98,5 Prozent. Das heißt der Kunde muss eine Ausfallquote von 1,5 Prozent akzeptieren: "Das wäre dann bei 365 Tagen um die 5,5 Tage. Das kann am Stück dann ein Problem darstellen. Da muss man beachten, das darüber hinaus keine Störung mehr auftreten dürften."

Wer auf Nummer Sicher gehen will, der sollte über einen zweiten Anschluss für das Internet nachdenken. Hannes Rügheimer ist Autor bei der Zeitschrift Connect: "Das kann sinnvoll sein im privaten Umfeld. Bei Firmen ist es sogar so gang und gäbe, sogenannte Backup-Verbindungen werden wenn es wirklich darauf ankommt, dass die Konnektivität da ist, immer in irgendeiner Form geplant."

In der Regel sollte man dabei auf verschiedene Techniken zurückgreifen. Da sind die DSL-Techniken, die auf den Telefonanschlüssen basieren. Es kommt immer darauf an, wo man wohnt und was dort angeboten wird. ADSL2 ist die kleinste Ausbaustufe, die 16 Megabit pro Sekunde anbietet. Die Steigerung ist VDSL mit bis zu 200 Megabit.

"Die zweite große Gruppe sind die Breitbandkabelanschlüsse, also die Anschlüsse über die das Kabelfernsehen ins Haus kommt, über die man heute auch Internet und Telefonie bekommen kann. Die sind in der Tendenz schneller als die telefonbasierten Angebot. Allerdings haben sie von der Infrastruktur andere Bedingungen, weil nicht in jedes Haus eine eigene Kabelleitung führt, sondern die sind verzweigt. Mehrere Nutzer an einem Strang müssen sich die vorhandene Kapazität teilen."

Doppelt hält besser

Dazu kommen die Anschlüsse, die auf das Mobilfunknetz zurückgreifen - also 4G und LTE-Anschlüsse. Glasfaseranschlüsse sind noch schneller, aber der Anschluss bis in die Wohnung ist in Deutschland noch nicht so weit verbreitet. Egal welche Technik zum Einsatz kommt - der Nutzer hat dann zwei Verträge mit zwei Anschlüssen die zuhause ankommen. Und in der Regel auch zwei Router. Funktioniert die Verbindung in den eigenen vier Wänden über verlegte Kabel, kann der Anschluss bei einer Störung einfach umgesteckt werden.

"Viele Router bieten die Möglichkeit, dass ich so einen LTE- oder UMTS-Stick an die USB-Buchse des Routers mit dran hänge und das ganze dann so programmiere, dass in dem Augenblick wenn die Hauptverbindung weg ist, die Fallback-Verbindung aktiviert wird. Wenn man jetzt zwischen Kabel und DSL oder Glasfaser jonglieren will, gibt es diese Konstellation eigentlich nicht, also da muss man manuell eingreifen."

In der Regel muss das Internet in Reserve nicht ganz so leistungsfähig sein, wie der Hauptanschluss. Dient der zweite Anschluss nur als Sicherheit, dann kann der kleiner dimensioniert werden und ist zumindest etwas preiswerter.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk