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StartseiteGesichter EuropasGeschichten vom Kommen, Gehen und Bleiben12.01.2019

PolenGeschichten vom Kommen, Gehen und Bleiben

Rund 2,5 Millionen Polen arbeiten im Ausland: als Handwerker, Pflegekräfte, Programmierer, als Selbstständige oder als Entsandte einer polnischer Firma, manche arbeiten schwarz. Doch der Arbeitsmarkt in Polen ist in Bewegung und das könnte die Situation bald verändern - hier wie dort.

Von Anja Schrum und Ernst-Ludwig von Aster

(Arne Dedert dpa/lhe )
Zehntausende Polen arbeiten im Ausland - ein Land in permanenter Bewegung. (Arne Dedert dpa/lhe )
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Jeden Sonntag ist Reisetag. Zehntausende machen sich auf den Weg zur Arbeit. Per Flugzeug nach Großbritannien, im PKW nach Belgien, per Kleintransporter nach Deutschland. 

Doch mittlerweile werden auch in Polen die Arbeitskräfte knapp. Ukrainer füllen mehr und mehr die Lücken am polnischen Arbeitsmarkt. Auf der anderen Seite gibt es zu all dem auch die Gegenbewegung: Steigende Löhne in Polen und Phänomene wie der Brexit lassen immer mehr polnische Bürger über eine Rückkehr in die Heimat nachdenken. 

Zuwanderer aus Ost-Europa arbeiten auf einer Baustelle (imago/Rothermel) (imago/Rothermel)Arbeiten im Ausland
Zwei Millionen Polen verdienen laut Statistik ihr Geld im Ausland. Der Schwarzmarkt ist hier nicht erfasst. Alles eine Frage des Geldes: Denn immer mehr Polen gehen dorthin, wo die Bezahlung besser ist. Dazu werden auch die Familien zurückgelassen.

Attraktives Arbeitsland: Ukrainer füllen die Lücken, die polnische Abwanderer hinterlassen haben (dpa / Sascha Steinach) (dpa / Sascha Steinach)Die Ukrainer kommen
Viele Ukrainer kommen wegen des Geldes nach Polen. Zudem sind die Arbeitsbedingungen hier attraktiver als daheim. Und Polen braucht die Ukrainer dringend: Denn ohne sie, so heißt es in vielen Betrieben, würde die polnische Wirtschaft wohl zusammenbrechen.

Ein Unternehmen bietet Ausländern auf einem Plakat Hilfe beim Stellen von Anträgen an. (AFP / Janek Skarzynski) (AFP / Janek Skarzynski)Fachkräfte dringend gesucht
Zwei Millionen Polen arbeiten im Ausland. Wer geht, hinterlässt daheim eine Lücke. Zwar kommen immer mehr Ukrainer zum Arbeiten nach Polen. Aber das reicht noch nicht. Die Wissenschaftler sagen, Polen braucht mehr Zuwanderung. Die polnische Regierung möchte Philippiner anwerben.

Die britische Flagge wird am Tag vor der Brexit-Abstimmung am 23. 2016 an der Fassade des Palastes für Kultur und Wissenschaft in Warschau (Polen) angezeigt (AFP / PAP / Jacek Turczyk) (AFP / PAP / Jacek Turczyk)Bye, bye Britain
Als eines der ersten EU-Länder öffnete Großbritannien nach der Osterweiterung den Arbeitsmarkt. Hunderttausende Polen machten sich damals auf den Weg gen Westen und suchten auf der Insel ihr Glück. Der Brexit dreht die Entwicklung nun wieder zurück.

Eine pflegebedürftige Frau liegt zu Hause in ihrem Bett. (dpa) (dpa)Pflegen für den neuen Zaun
Hunderttausende osteuropäische Pflegekräfte arbeiten in deutschen Haushalten – ein Großteil stammt aus Polen. Ein paar Monate Arbeit in Deutschland, ein paar Wochen zu Hause in Polen, dann wieder Deutschland. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Wer pendelt, erfüllt sich aber auch Träume.

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