Samstag, 21.09.2019
 
Seit 17:00 Uhr Nachrichten
StartseiteDossierExerzierfeld für Diktatoren 07.03.2014

PolitikExerzierfeld für Diktatoren

Zum 50. Jahrestag des Militärputsches in Brasilien

Am 31. März 1964 stürzten brasilianische Generäle den linken Präsidenten João Goulart mithilfe der USA. Dessen Reformpolitik war den Putschisten ein Dorn im Auge. Aber auch die Regierung Kennedy wollte mit allen Mitteln verhindern, dass nach der Kubanischen Revolution ein weiterer Systemwechsel in Lateinamerika stattfinden konnte.

Von Peter B. Schumann

Im Sonnenuntergang hält ein Mann die Flagge von Brasilien.  (picture alliance / dpa / Antonio Lacerda)
Verhindert die Macht des Militär eine gründliche Aufarbeitung? (picture alliance / dpa / Antonio Lacerda)

Die Allianz aus US-Interessen, Militärs und Unternehmern versuchte, die politischen Verhältnisse Brasiliens zu destabilisieren. Der Putsch wurde auch zum Probelauf für den Sturz des chilenischen Präsidenten Salvador Allende ein knappes Jahrzehnt später.

Die bis heute anhaltende Macht der brasilianischen Militärs hat jahrzehntelang eine gründliche Aufarbeitung ihrer Verbrechen verhindert. Anhand von erst kürzlich aufgefundenen Dokumenten rekonstruiert der Autor den Verlauf der Ereignisse und beschreibt die Besonderheiten der rund 20 Jahre währenden Diktatur im Land der Fußball-WM 2014.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk